Ebola im Kongo: Mädchen wäscht sich die Hände

Ebola-Nothilfe im Kongo – jetzt für Kinder spenden

Ebola bedroht Mädchen und Jungen im Kongo

Ebola ist eine grausame und unerbittliche Virus-Erkrankung. Wer sich infiziert, dessen Überlebenschancen liegen bei weniger als 50 %. Junge wie alte Menschen sterben an der hochinfektiösen Krankheit. Aber Kinder trifft Ebola besonders hart: Sie sind am stärksten gefährdet, am Ebola-Virus zu sterben. Noch dazu müssen viele Mädchen und Jungen sogar mit dem Tod ihrer Mutter oder ihres Vaters umgehen, wenn auch diese sich mit Ebola angesteckt haben.

Ebola: Spenden Sie für die Kinder!

Mit Ihrer Spende helfen Sie gegen die grausame Virus-Erkrankung.

Jetzt helfen

Viele Menschen im Kongo sind an Ebola gestorben. Manche Kinder verlieren durch Ebola gleich mehrere Familienmitglieder. Umso schlimmer ist es, dass es in der Demokratischen Republik Kongo immer wieder zu Ebola-Ausbrüchen kommt.

UNICEF setzt sich direkt vor Ort für die betroffenen Kinder ein – mit sauberem Wasser, mit Aufklärung und mit ganz viel Fürsorge und psychosozialer Hilfe.

2018 war Ebola im Kongo ausgebrochen.

Die Kinder im Kongo brauchen während der Ebola-Ausbrüche besonders viel Zuwendung.

© UNICEF/UNI312451/Brown

Unsere Helferinnen und Helfer unternehmen alles, was in ihrer Macht steht, um die von Ebola betroffenen Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Bei jedem Ausbruch müssen wir in der Lage sein, sehr schnell zu reagieren. Für unsere Arbeit im Kongo brauchen wir weiterhin Spenden!

Ein Drittel der Erkrankten im Kongo sind Kinder

Nach einer längeren Pause war die hochgefährliche Infektionskrankheit Ebola im August 2018 erneut im Kongo ausgebrochen. Seitdem führte die Ebola-Epidemie zu mehr als 3.600 bestätigten Fällen. Über 2.300 Menschen starben an dem Virus (Stand: 18. November 2020).

Ebola verbreitet sich rasend schnell. Die Virus-Krankheit ist hochgradig ansteckend und überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Wer sich mit Ebola infiziert, bekommt hohes Fieber und Blutungen. Die Überlebenschancen sind schlecht, und die Mehrheit der Erkrankten stirbt an Ebola. Es ist entscheidend, möglichst schnell mit der Behandlung durch Ärzte zu starten: Je früher es losgeht, desto größer ist die Chance, Ebola zu überleben.

Für Kinder ist die Gefahr noch größer als für den Rest der Bevölkerung: Das Risiko, an Ebola zu sterben, ist für sie noch höher als für Erwachsene. Mangelernährte Mädchen und Jungen sowie Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet.

Kleinkinder sind von Ebola besonders bedroht.

In der Provinz Equateur war 2020 das tödliche Ebola-Virus ausgebrochen. 

© UNICEF/UNI340387/Desjardins

Unsere Ebola-Nothilfe im Kongo

Bei jedem Ebola-Ausbruch in dem riesigen Land ist unser oberstes Ziel, die Epidemie so schnell es geht einzudämmen, um so viele Kinder wie möglich vor dem tödlichen Virus zu schützen. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen helfen wir in dieser schwierigen Situation.

In einer von UNICEF unterstützten Einrichtung werden Kinder versorgt.

Ebola-Überlebende sind immun gegen die Krankheit und kümmern sich um betroffene Kleinkinder. 

© UNICEF/UN0264158/Hubbard

Aufklärung: Hygiene hilft gegen tödliches Virus

Eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Ebola spielt eine gute Aufklärung, vor allem zum Thema Hygiene. Für Kinder stehen deshalb nicht nur Rechnen, Schreiben oder Lesen auf dem Stundenplan, sondern auch Händewaschen. Der siebenjährige Kambale zum Beispiel erzählt: "Heute habe ich gelernt, dass wir uns die Hände waschen sollen – und dass wir an Ebola sterben könnten, wenn wir das nicht tun."

Schüler erfahren von ihrem Lehrer, was sie gegen Ebola tun können.

Schulkinder lernen, dass sie unbedingt Hygiene-Regeln einhalten müssen, um sich zu schützen – vor allem gründliches Händewaschen.

© UNICEF/UN0235949/Nybo

Im Kongo wissen große Teile der Bevölkerung noch immer nicht, wie gefährlich Ebola ist und wie sie sich schützen können. Unsere Helfer informieren deshalb über Hygiene und auch über die Krankheit selbst – per Hausbesuch, Flugblatt, Megafon oder auch über die Medien. So haben wir schon Millionen Kongolesen erreicht.

Über Medien oder auch per Megafon klären UNICEF-Helfer über Ebola auf.
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Zweimal täglich geht eine von UNICEF geschulte Helferin mit ihrem Megafon durch den Ort und klärt auf, mit welchen Hygiene-Maßnahmen man sich gegen Ebola schützt.

© UNICEF/UNI340853/
Kongo: Kinder lernen Hygiene an einem Wasserkanister
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Richtiges Händewaschen verhindert die Übertragung von Krankheiten wie Ebola. Diese Kinder wissen jetzt, wie es geht.

© UNICEF/UN0229503/Mark Naftalin
Ebola im Kongo: Richtiges Händewaschen schützt Kinder
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"Auch zwischen den Fingern waschen!" UNICEF-Mitarbeiter Jean Marie Bofio passt auf, dass die Kinder alles richtig machen.

© UNICEF/UN0229504/Mark Naftalin
Ebola im Kongo: UNICEF-Mitarbeiter zeigen Kindenr, wie sie sich schützen können
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Information ist alles: Die Kinder lernen von UNICEF-Mitarbeitern nicht nur richtiges Händewaschen, sondern auch, was Ebola überhaupt ist.

© UNICEF/UN0229509/Mark Naftalin
Ebola im Kongo: Einem Jungen wird Fieber gemessen
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Hohes Fieber ist eines der Symptome von Ebola. UNICEF-Mitarbeiter messen deshalb die Körpertemperatur der Kinder. Dieser Junge ist gesund.

© UNICEF/UN0229506/Mark Naftalin
In einer Gesundheitsstation im Nordwesten des Landes.
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Auch die lokalen Gesundheitszentren beziehen wir mit ein in den Kampf gegen die Ebola-Epidemie. Wir versorgen die Stationen etwa mit Impfstoffen und Aufklärungsmaterial.

© UNICEF/UNI340366/Desjardins

Hilfsgüter für den Kongo 

Zudem stellt UNICEF wichtige Hilfsgüter zur Verfügung – zum Beispiel Seife, Eimer und Chlor-Tabletten, mit denen Wasser zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Wir liefern auch Tanks mit Trinkwasser und versorgen damit Schulen und Einrichtungen des Gesundheitssystems.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in Hunderten Schulen Stationen zum Händewaschen installiert. Mehrere Tausend Lehrerinnen und Lehrer wurden von uns zum Thema Ebola geschult. Jetzt geben sie alle wichtigen Informationen über das Virus und die Krankheit an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. 

Ebola: Gesundheitshelfer im Kongo bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

UNICEF liefert medizinische und andere Hilfsgüter in den Kongo, beispielsweise Schutzanzüge. 

©  UNICEF/UN0209048/Naftalin

Noch dazu bringen wir schützende Kleidung in die betroffenen Regionen im Kongo. Dazu gehören medizinische Handschuhe und Atemmasken. Die Ärzte und Gesundheitshelfer brauchen auch dringend Fieberthermometer. Sie sind besonders wichtig, weil eine erhöhte Körpertemperatur ein frühes Anzeichen von Ebola sein kann.

Psychosoziale Hilfe 

Auch psychologisch stehen wir den Kindern zur Seite. Manche Kinder im Kongo haben durch Ebola beide Eltern verloren oder wurden von ihnen getrennt. UNICEF hat Psychologen dafür ausgebildet, sich um diese Kinder zu kümmern. Die Kinder können mit ihnen sprechen und ihre Sorgen mit ihnen teilen. 

Ebola im Kongo: Pflegerin Ruth kümmert sich um ein Baby

Eine Helferin kümmert sich mit viel Hingabe um ein Baby, dessen Mutter an Ebola gestorben ist. 

© UNICEF/UN0311514/Tremeau

Eine besondere Rolle beim Begleiten der Kinder spielen Ebola-Überlebende: Nach überstandener Krankheit sind sie selbst immun. Sie können sich um erkrankte Kinder kümmern, ohne sich anzustecken. In manchen Ebola-Behandlungszentren sind sie Tag und Nacht an der Seite der Kinder. Vor allem emotional sind sie enorm wichtig für die Kinder. 

Spenden für Ebola-Betroffene im Kongo

Die Ebola-Gefahr im Kongo scheint vorerst gebannt. Wir bleiben aber wachsam und werden weiter alles dafür tun, das Gesundheitssystem im Kongo zu stärken. Unsere Vision für den Kongo: das Ebola-Virus dauerhaft zu stoppen.

Weitere Infos über Ebola im Kongo

Ebola-Epidemien im Kongo

Elf Ebola-Ausbrüche hat es in dem riesigen Land seit 1976 gegeben. Die letzten liegen noch nicht lange zurück: Fast zwei Jahre lang dauerte es, bis der Ausbruch im Osten des Landes im Juni 2020 für offiziell besiegt erklärt wurde. Ein weiterer Ausbruch im Nordwesten des riesigen Landes (in der Provinz Equateur) gilt seit Mitte November 2020 als beendet. Das sind großartige Erfolge, die uns für die Zukunft hoffen lassen.

Gefahr für die Nachbarländer

Wenn es in einem Land akute Ebola-Fälle gibt, ist die Gefahr für die Nachbarländer groß, dass das Virus die Landesgrenzen überschreitet und es dort ebenfalls zu einem Ebola-Ausbruch kommt. In Uganda zum Beispiel, dem Nachbarland der Demokratischen Republik Kongo, gab es 2019 ebenfalls vereinzelte Fälle. In den Grenzregionen der Demokratischen Republik werden deshalb besondere Schutzmaßnahmen eingeführt, beispielsweise Gesundheitschecks an den Grenzen und verstärkte Aufklärungsarbeit.

Kongo: Hunger, Krieg und Gewalt

Ebola ist eine gravierende, aber bei Weitem nicht die einzige Gefahr für Kinder in der Demokratischen Republik Kongo: Seit Jahren leiden sie unter Hunger, Krieg und Gewalt. Hinzu kommen weitere gefährliche Krankheiten wie die Cholera und zuletzt vor allem die Masern. Im letzten Jahr sind mehrere Tausend Menschen im Kongo an den Masern gestorben. Und natürlich steckt auch der Kongo mitten in der globalen Corona-Pandemie – mit steigenden Infektionszahlen.