
Demokratische Republik Kongo: Tödliches Ebolavirus erneut ausgebrochen
Das Wichtigste in Kürze
- In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda breitet sich ein tödliches Ebolavirus aus, das für Kinder besonders gefährlich ist.
- Unsere Teams sind vor Ort und haben bereits rund 50 Tonnen Hilfsgüter in die Region geliefert.
- Ihre Spende wirkt: Mit 40 Euro können wir zum Beispiel ein Hygieneset für eine Familie im Kongo bereitstellen, mit Seife, Eimer und Hygieneartikeln.
Aktuelle Situation: Besonders gefährliche Ebolavariante – Kinder in Lebensgefahr
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich das Ebolavirus aus. Ebola gilt als extrem gefährlich und verläuft oft tödlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch zur internationalen Gesundheitsnotlage erklärt.
Für Kinder ist Ebola besonders gefährlich – vor allem für die Jüngsten unter fünf Jahren. Das Sterberisiko war für sie bei vorherigen Ausbrüchen noch höher als bei Erwachsenen. Viele Kinder verlieren ihre Eltern durch das Virus. Andere müssen wochenlang isoliert von ihren Familien leben, wenn diese oder sie selbst sich infiziert haben. Kinder verlieren außerdem den Zugang zu lebenswichtiger medizinischer Hilfe, werden ausgegrenzt oder können nicht länger in die Schule gehen.
Die Lage ist sehr ernst. Inzwischen gibt es mehr als 500 Verdachtsfälle und 130 Tote (Stand: 20. Mai 2026). Fachleute warnen, der aktuelle Ausbruch könne sich zum schwersten der vergangenen Jahre entwickeln, denn der Erreger gehört zu einer sehr seltenen Virusvariante. Es gibt weder Impfstoffe noch eine gezielte Behandlung gegen diese Variante. Das Virus breitet sich zudem in der abgelegenen Provinz Ituri im Osten des Kongo aus. Dort ist das Gesundheitssystem schwach. Viele Menschen pendeln zwischen Kongo und Uganda und könnten so das Virus weiterverbreiten. All das erschwert die Eindämmung des Ausbruchs.

UNICEF ist seit vielen Jahren in der Demokratischen Republik Kongo im Einsatz und hilft beim Schutz vor Ebola. Wie hier 2022 in Mbandaka, im Nordwesten des Landes. Zwei Helfer desinfizieren ein Wohnhaus.
© UNICEF/UN0630209/MulalaDas Virus darf sich nicht weiter ausbreiten. Wir müssen schnell handeln. Unser Team ist bereits für die Kinder vor Ort. Jetzt brauchen wir Ihre Unterstützung. Jeder Beitrag zählt!
So helfen wir Kindern gegen Ebola in der Demokratischen Republik Kongo
Wir von UNICEF haben bereits rund 50 Tonnen Hilfsgüter zur Prävention und Eindämmung der Ebolainfektionen in die Demokratische Republik Kongo gebracht (Stand: 20. Mai 2026). Unter den Hilfsgütern sind Desinfektionsmittel und Seife, Schutzkleidung für Helfer*innen, Infrarot-Thermometer, sauberes Wasser und Tabletten zum Reinigen von Wasser.
Wir arbeiten rund um die Uhr daran, die Epidemie so schnell es geht einzudämmen, um so viele Kinder wie möglich vor dem tödlichen Ebolavirus zu schützen. So tragen wir in der aktuellen Krise zur Bekämpfung von Ebola bei:
Wasser & Hygiene: Wir liefern sauberes Wasser sowie andere Hygiene-Hilfsgüter wie Eimer und Seife in die Demokratische Republik Kongo. Wir installieren auch mobile Händewaschstationen für Kinder.
Gesundheitshilfe: Wir stellen medizinische Hilfsgüter wie zum Beispiel medizinische Schutzkleidung und auch Fieberthermometer bereit.
Information & Aufklärung: Wir klären darüber auf, was Ebola überhaupt ist, wie man sich schützen kann und wie wichtig es ist, sich bei Symptomen so schnell wie möglich behandeln zu lassen.
Kinderschutz: Wir kümmern uns um Kinder, deren Eltern wegen Ebola behandelt werden müssen, und stehen ihnen psychologisch zur Seite.

Bild 1 von 7 | Ihre Spende hilft, Kinder wie diesen Jungen in den von Ebola betroffenen Gebieten zu schützen – zum Beispiel mit Seife und Hygieneartikeln.
© UNICEF/UNI993106/Ndomba
Bild 2 von 7 | Die Kinder im Kongo brauchen während der Ebolaausbrüche besonders viel Zuwendung. Grégoire (6 Monate) verlor 2025 seine Mutter durch Ebola. In einer von UNICEF eingerichteten Kinderkrippe wurde er versorgt, bis eine Tante ihn bei sich aufnehmen konnte.
© UNICEF/UNI878208/Badimu
Bild 3 von 7 | Mai 2026: Eine UNICEF-Mitarbeiterin in der Demokratischen Republik Kongo zeigt Kindern ein Poster mit Hygieneschutz-Maßnahmen gegen Ebola.
© UNICEF/UNI878245/Badimu
Bild 4 von 7 | Mehrere Tonnen UNICEF-Hilfsgüter erreichen am 19. Mai 2026 die Ebolaregion: Am Flughafen in Bunia (Provinz Ituri) werden Desinfektionsmittel, Seife, Schutzkleidung und Materialien zur Wasseraufbereitung entladen.

Bild 5 von 7 | September 2025: In Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) werden UNICEF-Hilfsgüter für den Weitertransport ausgeladen. UNICEF lieferte Schutzausrüstung, Hygieneartikel und medizinisches Equipment in die Region, damit der Ebolaausbruch 2025 schnell eingedämmt werden konnte.
© UNICEF/UNI860564/
Bild 6 von 7 | Die Mutter von Mado (9) musste wegen Ebola behandelt werden. Die Psychologin Dorcas kümmerte sich um Mado, bis sie wieder in ihre Familie zurück konnte. "Wir betreuen Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden, weil diese wegen Ebola im Krankenhaus liegen. Unsere Aufgabe ist es, diese emotionale Lücke zu füllen", erzählt Dorcas.
© UNICEF/UNI884775/Badimu
Bild 7 von 7 | UNICEF liefert Hygienesets und Aufklärungsbroschüren über Ebola an Schulen in der Demokratischen Republik Kongo.
© UNICEF/UN0699532/Wenga
Hintergrundinfos: Häufige Fragen und Antworten zu Ebola im Kongo
Ebola ist eine gefährliche Viruserkrankung. Wer sich mit dem Erreger infiziert, hat laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine etwa 50-prozentige Chance zu überleben. Junge wie alte Menschen sterben an der hochinfektiösen Krankheit. Aber Kinder trifft Ebola besonders hart: Sie sind am stärksten gefährdet, am Ebolavirus zu sterben. Noch dazu müssen viele Mädchen und Jungen mit dem Tod ihrer Mutter oder ihres Vaters umgehen, wenn auch diese sich mit Ebola angesteckt haben.
Viele Menschen in der Demokratischen Republik Kongo sind in den letzten Jahren an Ebola gestorben. Manche Kinder haben durch Ebola gleich mehrere Familienmitglieder verloren.
Ebola ist hochgradig ansteckend und überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Wer sich mit Ebola infiziert, bekommt hohes Fieber, Durchfall, Muskelschmerzen und Blutungen. Die Überlebenschancen sind schlecht, und etwa die Hälfte der Erkrankten stirbt an Ebola. Es ist entscheidend, möglichst schnell mit der medizinischen Behandlung zu starten: Je früher es losgeht, desto größer ist die Chance für die Infizierten, Ebola zu überleben.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch könnte sich Expert*innen zufolge zum schwersten seit mindestens 2018 entwickeln. Der Auslöser des Ebola-Ausbruchs ist eine besonders seltene Variante des Erregers (die Bundibugyo-Variante). Gegen sie gibt es bisher weder Impfstoffe noch Schnelltests oder eine gezielte Behandlung. Der Ausbruch betrifft mit der Provinz Ituri außerdem eine Konfliktregion im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die teils nur schwer zugänglich ist. Und er trifft vor allem Familien, die durch anhaltende Gewalt und Vertreibung ohnehin schon in größter Not leben. Für Kinder verschärft sich damit eine ohnehin lebensbedrohliche Situation noch weiter.
Noch dazu wurden finanzielle Mittel für die Vorsorge, Überwachung und Behandlung stark gekürzt. Und schließlich kommt die Sorge hinzu, dass sich die Krankheit über die Grenzen hinaus nach Burundi und Südsudan ausbreiten könnte.
Das alles macht diesen Ebola-Ausbruch besonders gefährlich und ist der Grund dafür, warum die Weltgesundheitsorganisation den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat.
Für Kinder ist die Gefahr durch Ebola noch größer als für den Rest der Bevölkerung: Das Risiko, an Ebola zu sterben, ist für sie noch höher als für Erwachsene. Mangelernährte Mädchen und Jungen sowie Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet.
Aber Ebola bedroht nicht nur die Gesundheit der Kinder. Viele verlieren auch den Zugang zu lebenswichtiger medizinischer Hilfe. Andere müssen den Tod von Eltern oder Angehörigen verkraften oder werden wochenlang von ihnen isoliert, wenn sie selbst oder ihre Familienmitglieder sich infiziert haben. Manche Kinder werden außerdem von ihren Freund*innen oder in der Nachbarschaft ausgegrenzt und sind auch dieser Belastung schutzlos ausgeliefert.
Ja, es gibt mittlerweile erste Impfstoffe gegen Ebola. Aber: Die Ebolaimpfstoffe wirken nicht gegen jeden Virustyp. So wirken die verfügbaren Impfstoffe zum Beispiel nicht gegen den aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, der durch den sehr seltenen Bundibugyo-Erreger ausgelöst wurde (Stand: Mai 2026).
Außerdem gab es auch bei den früheren Ebola-Epidemien noch keine groß angelegten Impfkampagnen. Bisher wurden die Impfstoffe nur für die unmittelbaren Kontaktpersonen von Infizierten, das Gesundheitspersonal und für die Gemeinden, in denen Ebola aufgetreten ist, eingesetzt.
Ebola ist deshalb noch immer lebensgefährlich und kann sich im Falle eines Ausbruchs rasend schnell verbreiten und zu einer Epidemie entwickeln.
Der aktuelle Ebola-Ausbruch ist der insgesamt 17. in der Demokratischen Republik Kongo.
Vor dem jetzigen Ausbruch trat das Virus zuletzt im September 2025 auf. Damals konnte der Ausbruch innerhalb weniger Wochen unter Kontrolle gebracht und eingedämmt werden. Das Gesundheitsministerium in der Demokratischen Republik Kongo arbeitete dafür eng mit der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF zusammen. Gemeinsam stellten wir Impfstoffe bereit und führten Ringimpfungen in den betroffenen Gemeinden durch. So konnte im Herbst 2025 eine größere Ebola-Epidemie verhindert werden.
Seit 2018 starben bei den Ebola-Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo insgesamt rund 2.300 Menschen an der Ebolaerkrankung (Stand: Mai 2026).
Mit Hilfsgütern
UNICEF stellt wichtige Hilfsgüter im Kampf gegen Ebola zur Verfügung – zum Beispiel Seife, Eimer und Chlortabletten, mit denen Wasser zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Wir liefern auch Tanks mit Trinkwasser und versorgen damit Schulen und Einrichtungen des Gesundheitssystems.
Noch dazu bringen wir Schutzkleidung in die betroffenen Regionen im Kongo. Dazu gehören medizinische Handschuhe und Atemmasken, damit sich die Helfer*innen nicht anstecken. Die Ärzt*innen und das Gesundheitspersonal brauchen auch dringend Fieberthermometer. Sie sind besonders wichtig, weil eine erhöhte Körpertemperatur ein frühes Anzeichen von Ebola sein kann.
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen installieren wir in Schulen außerdem Stationen zum Händewaschen.
Mit psychosozialer Hilfe
In der aktuellen Krise stehen wir den Kindern außerdem psychologisch zur Seite. Manche Kinder in der Demokratischen Republik Kongo haben durch Ebola Elternteile verloren oder wurden von ihnen getrennt. UNICEF bildet Psycholog*innen dafür aus, sich um diese Kinder zu kümmern. Die Kinder können mit ihnen sprechen und ihre Sorgen mit ihnen teilen.
Eine besondere Rolle beim Begleiten der Kinder spielen außerdem Ebolaüberlebende: Nach überstandener Krankheit sind sie selbst immun. Sie können sich um erkrankte Kinder kümmern, ohne sich selbst anzustecken. In manchen Ebola-Behandlungszentren sind Ebolaüberlebende Tag und Nacht an der Seite der Kinder. Vor allem emotional sind sie enorm wichtig für die Kinder.
Mit Aufklärung
Außerdem spielt eine gute Aufklärung, vor allem zum Thema Hygiene, eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Ebola. In der Demokratischen Republik Kongo wissen viele Menschen noch nicht, wie gefährlich Ebola ist und wie sie sich vor dem Erreger schützen können. Unsere Helferinnen und Helfer informieren deshalb über Hygiene und über die Krankheit selbst – per Hausbesuch, Flugblatt, Megafon oder auch über die Medien. So haben wir schon Millionen Kongoles*innen erreicht.
Wir haben in den letzten Jahren zudem mehrere Tausend Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Ebola geschult. Jetzt geben sie alle wichtigen Informationen über das Virus und die Krankheit an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Für Schulkinder im Kongo stehen daher nicht nur Rechnen, Schreiben oder Lesen auf dem Stundenplan, sondern auch Händewaschen.
Warum für UNICEF spenden?
Ihre Spende ermöglicht uns, Kinderleben zu verändern – mit Impfungen und Medikamenten gegen lebensbedrohliche Krankheiten, mit therapeutischer Nahrung, mit Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bildung und weiteren Angeboten, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. Sie spenden, damit Kinder wie Noor und Ashadia in Bangladesch dringend benötigte Impfungen bekommen, sauberes Trinkwasser haben und regelmäßig zur Schule gehen können.
Seit 1946 setzen sich die Helfer*innen von UNICEF für Kinder in Not ein – mittlerweile in mehr als 190 Ländern auf der ganzen Welt. Unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion setzen wir uns für die Rechte von Kindern ein und unterstützen Kinder in Not. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen erreichen wir die Kinder schnell und können nachhaltig helfen.
UNICEF gibt es seit 80 Jahren. Im Laufe unserer Arbeit als Hilfsorganisation haben wir große logistische Erfahrung und ein weltumspannendes Hilfsnetzwerk aufgebaut. Dazu zählen nicht nur unsere Warenlager mit Hilfsgütern in Kopenhagen und anderen Ländern, sondern auch weit über tausend Mitarbeitende weltweit, die sicherstellen, dass Kinder in Not innerhalb von 72 Stunden Hilfe bekommen – in jedem Winkel der Erde.
Wir halten unsere internen Kosten so gering wie möglich, von Verwaltung über Reisekosten bis hin zu Honoraren und Spendenwerbung. Auf diese Weise können knapp 80 Prozent Ihrer Spende direkt in den Projektländern eingesetzt werden. Den Einsatz von Spenden legen wir in unserem Transparenzportal detailliert offen.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht dokumentieren wir genau, wie viele Spenden wir bei UNICEF Deutschland erhalten haben und wie diese eingesetzt worden sind, um notleidenden Kindern weltweit zu helfen. Neben den Ausgaben für unsere Hilfsprojekte können Sie dort auch unsere internen Kosten detailliert nachvollziehen. Unser verantwortungsvoller Umgang mit Spenden wird seit vielen Jahren durch das DZI-Spendensiegel bestätigt.
Gemeinsam helfen verbindet: Die deutsche UNICEF-Gemeinschaft besteht nicht nur aus mehr als 300.000 regelmäßigen Spenderinnen und Spendern, sondern auch aus Hunderttausenden Einzelspenderinnen und -spendern, ehrenamtlich Engagierten in lokalen UNICEF-Gruppen und Prominenten, die sich für UNICEF engagieren. Sie alle tragen dazu bei, Kinderleben zu verändern.