Immer wieder bricht Ebola im Kongo aus.

EBOLA IM KONGO

TÖDLICHES VIRUS STOPPEN

Nicht Rechnen, Schreiben oder Lesen standen heute auf dem Stundenplan von Kambale (Foto oben), sondern ein Thema, bei dem es um Leben und Tod für ihn gehen kann: "Heute habe ich gelernt, dass wir uns die Hände waschen sollen – und dass wir an Ebola sterben könnten, wenn wir das nicht tun", erzählt der siebenjährige Schüler. Er lebt in der Provinz Nord-Kivu im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. In diesem Teil des Landes ist kürzlich die hochgefährliche Krankheit Ebola ausgebrochen.

Hygiene und Aufklärung sind jetzt unsere entscheidenden Maßnahmen, um die Kinder im Kongo zu schützen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die weitere Verbreitung des Virus zu stoppen. Unterstützen Sie uns dabei?

Ebola-Erkrankte: Ein Drittel Kinder

Ebola verbreitet sich rasend schnell. Die Virus-Krankheit ist hochgradig ansteckend und überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Wer sich mit Ebola infiziert, bekommt hohes Fieber und Blutungen. Die Überlebenschancen sind schlecht, und die Mehrheit der Erkrankten stirbt an Ebola. Für Kinder ist die Gefahr noch größer als für Erwachsene. Bei einer Infektion ist es lebensentscheidend, möglichst schnell mit der Behandlung zu starten: Je früher es losgeht, desto größer ist die Chance, Ebola zu überleben.

In einer von UNICEF unterstützten Einrichtung werden Kinder versorgt.

Die Mutter dieses Babys wird gegen Ebola behandelt und musste deshalb von ihrem Kind isoliert werden. An Stelle der Mutter kümmert sich jetzt eine Ebola-Überlebende liebevoll um das Kind. Das Baby bekommt nahrhaftes Essen und wird täglich untersucht.
© UNICEF/UN0264158/Hubbard

Epidemie im Kongo verhindern

2018 war Ebola zunächst im Westen des riesigen Landes ausgebrochen. Kaum war Ebola dort eingedämmt, gab es neue Hiobsbotschaften: Im August wurden weitere Fälle der Krankheit bekannt, diesmal aus dem Nord-Osten des Landes. Seitdem haben sich bereits über 700 Menschen mit Ebola infiziert (Stand: Februar 2019). Darunter sind mehr als ein Drittel Kinder. Über die Hälfte der Erkrankten starben an dem Virus.

Andere Kinder haben ihre Eltern durch die grausame Krankheit verloren und sind jetzt Waisen. UNICEF hat schon mehrere Hundert Kinder in speziellen Ebola-Behandlungszentren begleitet. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir alles daran zu verhindern, dass es zu einer Ebola-Epidemie im Kongo kommt. 

Ebola: Gesundheitshelfer im Kongo bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Gesundheitshelfer bereiten sich darauf vor, Ebola-Patienten zu behandeln. 
© UNICEF/UN0209048/Naftalin

Gefahr für die Nachbarländer: Die Demokratische Republik Kongo grenzt im Osten unter anderem an Uganda. Im Juni 2019 wurde gemeldet, dass das Ebola-Virus die Landesgrenze überschritten hat. Mehrere Menschen starben, darunter ein fünf Jahre alter Junge, der zuvor im Kongo gewesen war. Auch Burundi ist gefährdet. Viele Menschen passieren täglich die Grenze zwischen den beiden Ländern. Deshalb ist auch in Burundi die Gefahr groß, dass es hier zum Ausbruch von Ebola kommen könnte. Die Regierung hat dafür einen Notfallplan entwickelt, den UNICEF unterstützt.

HILFE GEGEN EBOLA: AUFKLÄRUNG UND HILFSGÜTER

Viele Familien im Kongo und in der Region wissen noch immer nicht, wie gefährlich Ebola ist und wie sie sich schützen können. Unsere Helfer informieren über Hygiene und Impfungen – per Hausbesuch, Flugblatt, Megafon oder auch über die Medien, z.B. das Radio. So haben wir schon über zehn Millionen Kongolesen erreicht.

Zudem stellt UNICEF wichtige Hilfsgüter zur Verfügung – zum Beispiel Seife, Eimer und Chlor-Tabletten, mit denen Wasser zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Wir liefern auch Tanks mit Trinkwasser und versorgen damit Schulen und Gesundheitseinrichtungen.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in Hunderten Schulen Stationen zum Händewaschen installiert. Mehrere Tausend Lehrerinnen und Lehrer wurden von uns zum Thema Ebola geschult. Jetzt geben sie alle wichtigen Informationen über Ebola an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. 

Schüler erfahren von ihrem Lehrer, was sie gegen Ebola tun können.

Ein Ebola-Ausbruch hatte ihre Stadt besonders hart getroffen. Jetzt lernen diese Schulkinder von ihrem Lehrer, dass sie unbedingt Hygiene-Regeln einhalten müssen, um sich zu schützen – vor allem gründliches Händewaschen.
© UNICEF/UN0235949/Nybo

Noch dazu bringen wir schützende Kleidung in die betroffenen Regionen im Kongo. Dazu gehören medizinische Handschuhe und Atemmasken. Dringend benötigt werden auch Fieberthermometer. Sie sind besonders wichtig, weil eine erhöhte Körpertemperatur ein frühes Anzeichen von Ebola sein kann.

Spenden für Ebola-Betroffene

Wir lassen die von Ebola betroffenen Familien nicht alleine. Innerhalb der Gemeinden bauen wir Strukturen der gegenseitigen Unterstützung auf. Kinder und andere Familienmitglieder, die selbst oder deren Angehörige an Ebola erkrankt sind, bekommen hier psychosoziale Betreuung. Kinder, die ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben, bekommen zusätzlich materielle Hilfe, etwa in Form täglicher Mahlzeiten.

Die Kinder im Kongo sind der Bedrohung durch Ebola schutzlos ausgeliefert. Sie können nicht alleine überleben und brauchen dringend unsere Hilfe. Auch wenn die Bedrohung durch Ebola für uns weit weg erscheint: Lassen Sie uns den Mädchen und Jungen im Kongo zeigen, dass wir an ihrer Seite sind. Mit einer Spende können Sie helfen!

Ebola-Schutzpaket für eine Familie
20.000 Wasser-Reinigungstabletten
Handpumpe für sauberes Trinkwasser
Spenden Sie für die Ebola-Waisen im Kongo!

Dieser Junge hat durch Ebola acht Familienmitglieder verloren. UNICEF kümmert sich um ihn in dieser schweren Zeit. Bitte helfen Sie mit, dass nicht noch mehr Kinder ein solches Schicksal erleben müssen. Ebola muss jetzt gestoppt werden!
© UNICEF/UN0229875/Naftalin

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