Ebola im Kongo: Mädchen wäscht sich die Hände

EBOLA-NOTHILFE IM KONGO – JETZT FÜR KINDER SPENDEN

GESUNDHEITSNOTSTAND: TÖDLICHES VIRUS STOPPEN

Nicht Rechnen, Schreiben oder Lesen standen heute auf dem Stundenplan von Kambale, sondern ein Thema, bei dem es um Leben und Tod für ihn gehen kann: "Heute habe ich gelernt, dass wir uns die Hände waschen sollen – und dass wir an Ebola sterben könnten, wenn wir das nicht tun", erzählt der siebenjährige Schüler. 

Er lebt in der Provinz Nord-Kivu im Ostkongo. In diesem Teil des Landes ist die hochgefährliche Krankheit Ebola ausgebrochen. Die Ebola-Krise hat sich so stark verschärft, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Mitte Juli den Gesundheitsnotstand in der Demokratischen Republik Kongo ausgerufen hatSeit dem Beginn dieses Ausbruchs sind bereits mehr als 1.800 Menschen gestorben (Stand: Ende Juli 2019).

SPENDEN FÜR EBOLA-BETROFFENE

Hygiene und Aufklärung sind jetzt unsere entscheidenden Nothilfe-Maßnahmen, um die Bevölkerung im Kongo zu schützen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten unermüdlich daran, die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Sie können uns dabei unterstützen. So hilft Ihre Spende:

Ebola-Schutzpaket für eine Familie
20.000 Wasser-Reinigungstabletten
Handpumpe für sauberes Trinkwasser

Ein Drittel der Erkrankten im Kongo sind Kinder

Ebola verbreitet sich rasend schnell. Die Virus-Krankheit ist hochgradig ansteckend und überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Wer sich mit Ebola infiziert, bekommt hohes Fieber und Blutungen. Die Überlebenschancen sind schlecht, und die Mehrheit der Erkrankten stirbt an Ebola. Für Kinder ist die Gefahr noch größer als für den Rest der Bevölkerung: Das Risiko, an Ebola zu sterben, ist für sie noch höher als für Erwachsene. Mangelernährte Mädchen und Jungen sowie Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet.

Bei einer Infektion ist es lebensentscheidend, möglichst schnell mit der Behandlung durch Ärzte zu starten: Je früher es losgeht, desto größer ist die Chance, Ebola zu überleben. Die Kinder vor dieser extrem gefährlichen Krankheit zu schützen und ihnen im Krankheitsfall beizustehen, steht für uns im Mittelpunkt unserer Ebola-Nothilfe im Kongo.

In einem Ebola-Behandlungszentrum in der Stadt Butembo sind besondere Helfer an der Seite der Kinder: Sie waren selbst Ebola-Patienten, haben überlebt und sind nun gegen das Virus immun. Hier lesen Sie über ihren mutigen Einsatz

In einer von UNICEF unterstützten Einrichtung werden Kinder versorgt.

Die Mutter dieses Babys wird gegen Ebola behandelt und musste deshalb von ihrem Kind isoliert werden. An Stelle der Mutter kümmert sich jetzt eine Ebola-Überlebende liebevoll um das Kind. Das Baby bekommt nahrhaftes Essen und wird täglich untersucht.
© UNICEF/UN0264158/Hubbard

Ebola-Epidemie im Kongo verhindern

Die Kinder im Kongo leiden seit Jahren unter Hunger und Krieg. Anfang 2018 war dann auch noch Ebola ausgebrochen – zunächst im Westen des riesigen Landes. Kaum war Ebola dort eingedämmt, gab es neue Hiobsbotschaften: Im August 2018 wurden neue Fälle der Krankheit bekannt, diesmal aus dem Ostkongo. Seitdem haben sich im Kongo rund 2.500 Menschen mit Ebola infiziert (Stand: Juli 2019). Den bisher größten Ebola-Ausbruch hatte es 2014 gegeben. Damals starben in Westafrika nach offiziellen Angaben 11.000 Menschen an Ebola.  

Auch durch den aktuellen Ausbruch haben viele Kinder im Kongo ihre Eltern verloren und sind jetzt Waisen. Andere wurden von ihren Eltern getrennt, zum Beispiel, wenn diese an Ebola erkrankt sind und ärztlich behandelt werden müssen. Um diese Mädchen und Jungen aufzufangen, hat UNICEF bereits über 900 Psychologen ausgebildet, die sich kümmern (Stand: August 2019).

Ebola: Gesundheitshelfer im Kongo bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Gesundheitshelfer bereiten sich darauf vor, Ebola-Patienten zu behandeln. 
© UNICEF/UN0209048/Naftalin

UNSERE NOTHILFE GEGEN EBOLA IM KONGO: AUFKLÄRUNG UND HILFSGÜTER

Große Teile der Bevölkerung im Kongo und in der Region wissen noch immer nicht, wie gefährlich Ebola ist und wie sie sich schützen können. Unsere Helfer informieren über Hygiene und Impfungen – per Hausbesuch, Flugblatt, Megafon oder auch über die Medien, z.B. das Radio. So haben wir schon über zehn Millionen Kongolesen erreicht.

Zudem stellt UNICEF wichtige Hilfsgüter zur Verfügung – zum Beispiel Seife, Eimer und Chlor-Tabletten, mit denen Wasser zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Wir liefern auch Tanks mit Trinkwasser und versorgen damit Schulen und Einrichtungen des Gesundheitssystems.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in Hunderten Schulen Stationen zum Händewaschen installiert. Mehrere Tausend Lehrerinnen und Lehrer wurden von uns zum Thema Ebola geschult. Jetzt geben sie alle wichtigen Informationen über das Virus und die Krankheit an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. 

Schüler erfahren von ihrem Lehrer, was sie gegen Ebola tun können.

Ein Ebola-Ausbruch hatte ihre Stadt besonders hart getroffen. Jetzt lernen diese Schulkinder von ihrem Lehrer, dass sie unbedingt Hygiene-Regeln einhalten müssen, um sich zu schützen – vor allem gründliches Händewaschen.
© UNICEF/UN0235949/Nybo

Noch dazu bringen wir schützende Kleidung in die betroffenen Regionen im Kongo. Dazu gehören medizinische Handschuhe und Atemmasken. Die Ärzte und Gesundheitshelfer brauchen auch dringend Fieberthermometer. Sie sind besonders wichtig, weil eine erhöhte Körpertemperatur ein frühes Anzeichen von Ebola sein kann.

Spenden für Ebola-Betroffene

Wir lassen die von Ebola betroffenen Familien nicht alleine und leisten vor Ort direkte Nothilfe. Innerhalb der Bevölkerung bauen wir Strukturen der gegenseitigen Unterstützung auf. Kinder und andere Familienmitglieder, die selbst oder deren Angehörige an Ebola erkrankt sind, bekommen hier psychosoziale Betreuung. Kinder, die ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben, bekommen zusätzlich materielle Hilfe, etwa in Form täglicher Mahlzeiten.

Die Kinder im Kongo sind der Bedrohung durch Ebola schutzlos ausgeliefert. Sie können nicht alleine überleben und brauchen dringend unsere Hilfe. Auch wenn die Bedrohung durch Ebola für uns weit weg erscheint: Lassen Sie uns den Mädchen und Jungen im Kongo zeigen, dass wir an ihrer Seite sind. Mit einer Spende können Sie helfen!

Spenden Sie für die Ebola-Waisen im Kongo!

Dieser Junge hat durch Ebola acht Familienmitglieder verloren. UNICEF kümmert sich um ihn in dieser schweren Zeit. Bitte helfen Sie mit, dass nicht noch mehr Kinder ein solches Schicksal erleben müssen. Ebola muss jetzt gestoppt werden!
© UNICEF/UN0229875/Naftalin

Gefahr für die Nachbarländer

Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir alles daran zu verhindern, dass es zu einer Ebola-Epidemie im Kongo kommt. Doch auch die Nachbarländer sind in Gefahr.

Die Demokratische Republik Kongo grenzt im Osten unter anderem an Uganda. Im Juni 2019 wurde gemeldet, dass das Ebola-Virus die Landesgrenze überschritten hat. Mehrere Menschen starben, darunter ein fünf Jahre alter Junge, der zuvor im Ostkongo gewesen war. Auch Burundi ist gefährdet. Viele Menschen passieren täglich die Grenze zwischen den beiden Ländern. Deshalb ist auch in Burundi die Gefahr groß, dass es zu einer Ausbreitung von Ebola hierher kommen könnte. Die Regierung hat dafür einen Nothilfe-Plan entwickelt, den UNICEF unterstützt.

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