
Ebola in Afrika: Kinder vor tödlichem Ebolavirus schützen
Das Wichtigste in Kürze:
- Ebola-Notlage in Afrika: Mehr als 2.100 bestätigte Ebolafälle in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda (Stand: 13.07.2026).
- UNICEF hilft vor Ort: Wir liefern Schutzkleidung, Seife und sauberes Wasser, klären in Schulen auf und unterstützen traumatisierte Kinder. Jede Spende hilft, die Ausbreitung zu stoppen.
- Spenden wirken: Transparent und sicher dank DZI-Spendensiegel.
Aktueller Ebola-Ausbruch in Afrika (Demokratische Republik Kongo und Uganda)
Mitte Mai 2026 ist das Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo sowie dem Nachbarland Uganda ausgebrochen. Inzwischen gibt es mehr als 2.100 bestätigte Ebolafälle und Hunderte Verdachtsfälle (Stand: 13. Juli 2026). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Ebola ist eine lebensgefährliche Viruserkrankung. Kinder sind besonders in Gefahr, denn das Sterberisiko ist für sie noch höher als für Erwachsene. Der jetzige Ebola-Ausbruch ist auf eine sehr seltene Virusvariante zurückzuführen, die Bundibugyo-Variante, gegen die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.
Unsere Teams sind vor Ort, um Kinder und Familien zu schützen. Wir müssen jetzt dafür sorgen, eine weitere Ausbreitung von Ebola zu verhindern, und Kinder vor dieser gnadenlosen Krankheit schützen. Dafür brauchen wir dringend Spenden. Danke für Ihre Unterstützung!

Mai 2026: Eine UNICEF-Mitarbeiterin in der Demokratischen Republik Kongo zeigt Kindern ein Poster mit Hygieneschutz-Maßnahmen gegen Ebola.
© UNICEF/UNI878245/BadimuSo helfen wir Kindern in den von Ebola betroffenen Regionen Afrikas
Wir von UNICEF helfen den Kindern in Afrika im Kampf gegen die lebensbedrohliche Ebolaerkrankung: zum Beispiel mit sauberem Wasser, Hygienematerial, medizinischen Hilfsgütern, Aufklärung in Schulen und Gemeinden sowie mit psychosozialer Unterstützung. Wir sind in den betroffenen Ländern Afrikas weiter vor Ort und helfen den Kindern und Familien, die uns brauchen.
Nothilfe: Wir bringen mit Frachtflugzeugen Hilfsgüter in die Ebolaregionen und weiter zu den dortigen Behandlungszentren, darunter medizinische Hilfsgüter wie Schutzkleidung und Fieberthermometer.
Wasser & Hygiene: Wir liefern sauberes Wasser sowie andere Hygiene-Hilfsgüter wie Eimer und Seife und installieren auch mobile Händewaschstationen für Kinder.
Aufklärungsarbeit: Wir klären Kinder in Schulen darüber auf, was Ebola ist, wann eine Ansteckung mit der Krankheit droht und vor allem: wie sie sich schützen können. Wir schulen auch Lehrer*innen und freiwillige Helfer*innen und führen Aufklärungskampagnen in Dörfern durch.
Kommunikation: Wir arbeiten in den Gemeinden und Dörfern mit verschiedenen Partnerorganisationen daran, die Ebola-Überlebenden besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Sie dürfen nicht weiter ausgegrenzt werden!
Psychosoziale Unterstützung: Die Kinder haben viele Fragen rund um Ebola auf dem Herzen, die wir ihnen so gut wie möglich beantworten. Unsere Sozialarbeiter*innen kümmern sich auch um Ebolawaisen oder unbegleitete Kinder.

Bild 1 von 5 | Händewaschen ist eine der wirksamsten Methoden, sich vor Ebola zu schützen. Viele Kinder in Afrika lernen diese Vorsichtsmaßnahme in der Schule oder bei Aufklärungskampagnen in ihren Dörfern. In akuten Phasen kann man so die weitere Ausbreitung von Ebola stoppen.
© UNICEF/UNI993122/Ndomba
Bild 2 von 5 | Sind noch genug Handschuhe, Hygienesets und Schutzanzüge vorhanden? Ein Mitarbeiter überprüft vor Ort die Bestände eines unserer Warenlager.
© UNICEF/UN0228760/Naftalin
Bild 3 von 5 | Eine gute Hygiene ist das Wichtigste, was man tun kann, um sich nicht mit dem Ebolavirus anzustecken. Wir liefern das nötige Equipment und erklären den Kindern, auf was sie achten müssen.
© UNICEF/UN0271326/Tremeau
Bild 4 von 5 | Der dreizehnjährige Francis aus Sierra Leone hat beide Eltern an Ebola verloren. Nach dem Tod seiner Eltern hat UNICEF ihn betreut.
© UNICEF Sierra Leone/2014/Dunlop
Bild 5 von 5 | So sieht eines der Informationsplakate aus. Was man tun sollte und was besser nicht: Nahrung gut durchkochen und bei Krankheitsanzeichen zum Arzt gehen. Keine Toten anfassen oder mit Affen spielen. Selbst diejeniegen, die nicht lesen können, verstehen, was gemeint ist.
© UNICEF/NYHQ2014-1028/Lumeh
Hintergrundinformationen
Ebola ist ein lebensgefährliches Virus, das hochinfektiös ist und sich rasend schnell verbreiten kann. Ein erschreckend großer Teil der Infizierten stirbt an der Krankheit. Der Ebolaerreger überträgt sich zum Beispiel durch Anhusten, über Speichel, Urin und andere Körperflüssigkeiten. Kinder sind von der gefährlichen Krankheit besonders bedroht: Sie stecken sich leicht an, da sie sich oft unbefangen bewegen. Wer an Ebola erkrankt, bekommt hohes Fieber, Durchfall, Muskelschmerzen und Blutungen. Besonders gefährlich ist das Virus in Regionen, in denen die Menschen keinen Zugang zu Wasser und Seife und zu medizinischer Versorgung haben. Dann kann ein Ebola-Ausbruch noch schwerer eingedämmt werden.
Mittlerweile wurden zwei hochwirksame Impfstoffe gegen Ebola entwickelt, die zugelassen sind und bei vergangenen Ebola-Ausbrüchen bereits erfolgreich eingesetzt wurden. Sie wirken jedoch nicht gegen jede Variante des Ebolavirus. Gegen die im Mai 2026 ausgebrochene Bundibugyo-Variante des Ebolavirus zum Beispiel wirken die Impfstoffe nicht.
Den bisher größten Ebola-Ausbruch gab es 2014: Damals kam es zu einer tödlichen Epidemie in Westafrika (Sierra Leone, Guinea und Liberia). 11.000 Menschen starben zu der Zeit offiziell an den Folgen einer Ansteckung mit dem Ebolaerreger – vermutlich waren es in Wirklichkeit noch deutlich mehr. In Westafrika gilt das Ebolavirus mittlerweile als besiegt. Alle drei ab 2014 betroffenen Länder wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei eingestuft.
Aber die Krankheit Ebola als solche ist noch längst nicht ausgerottet: Seit 2018 kam es mehrfach zu neuen Ebola-Ausbrüchen – vor allem in verschiedenen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo. So brach das Virus zuletzt im Mai 2026 dort aus, mit Hunderten Infizierten. Ein großer Teil der Erkrankten sind Kinder, viele von ihnen unter fünf Jahren alt. Schätzungsweise 2.700 Menschen sind allein bei den Ebola-Ausbrüchen im Kongo seit 2018 ums Leben gekommen (Stand: Juni 2026).
Im westafrikanischen Uganda kam es in den letzten Jahren ebenfalls zu lokal begrenzten Ebola-Ausbrüchen. So wurden auch beim aktuellen Ebola-Ausbruch im Mai 2026 wieder Ebolafälle in Uganda gemeldet.
Kinder sind besonders anfällig für das Ebolavirus und haben ein höheres Sterberisiko als Erwachsene. An Ebola erkrankte Kinder brauchen daher schnelle medizinische Nothilfe. In spezialisierten Behandlungszentren müssen sie direkt nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen behandelt werden. UNICEF unterstützt diese Behandlungszentren und lokalen Gesundheitsstationen mit Schutzkleidung (Anzüge, Handschuhe, Masken) und weiteren medizinischen Hilfsgütern. Wir verteilen auch Seife und Desinfektionsmittel. Außerdem klären wir Kinder in Schulen über Hygiene und Schutzmaßnahmen auf.
Die Kinder leiden zudem unter den Folgen der Ebola-Ausbrüche, zum Beispiel unter Schulschließungen, Traumata oder dem Verlust von Eltern und Angehörigen. Unsere psychosoziale Hilfe unterstützt betroffene Kinder, ihre Ängste und das Erlebte zu bewältigen.
Viele Kinder werden außerdem bei einem Ebola-Ausbruch noch immer ausgegrenzt und gemieden, zum Beispiel, wenn Angehörige an Ebola gestorben sind oder sie selbst Ebola überlebt haben. Denn noch immer gibt es viele Vorurteile gegenüber der Krankheit. Wir klären daher in Gemeinden über die Erkrankung auf, damit alle über Ebola Bescheid wissen – über Ansteckungswege, Symptome und wie sie sich schützen können.
Wir von UNICEF setzen uns auch dafür ein, dass Kinder während einer Ebolakrise sicher zur Schule gehen können. Mit unserer Arbeit im Kampf gegen Ebola geben wir Kindern Hoffnung und Perspektive.
Ebola kann sich innerhalb weniger Wochen von einem lokalen Ausbruch zu einer regionalen Krise entwickeln – besonders in dicht besiedelten Gebieten, Ländern mit viel Grenzverkehr oder Regionen mit schwachem Gesundheitssystem. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Schnelle Gegenmaßnahmen wie Aufklärung, Impfungen, Hygienemaßnahmen und die Isolation und Behandlung von infizierten Menschen sind entscheidend, um die Ausbreitung schnell zu stoppen.
Ein Ebola-Ausbruch beginnt in der Regel so, dass das Virus von einem einzelnen infizierten Tier (zum Beispiel einer Fledermaus) zu einem Menschen überspringt. Das passiert besonders leicht in Gebieten, in denen Menschen engen Kontakt zu Wildtieren haben. Von einer ersten infizierten Person kann sich das Virus anschließend schnell über Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch weiterverbreiten.
Ebola-Ausbrüche entstehen außerdem oft in Regionen mit schwachen Gesundheitssystemen. Ebolainfektionen werden in diesen Regionen oft erst spät erkannt, zum Beispiel erst Wochen nach dem ersten Auftreten. Ein frühes Stoppen der Infektionsketten ist aber entscheidend bei Ebola. Teilweise fehlt es dem medizinischen Personal auch an Schutzkleidung, um Ansteckungen zu verhindern, oder es gibt nicht genug Seife und andere Hygieneartikel. Manchmal mangelt es auch an Behandlungszentren, in denen Infizierte oder Ebola-Verdachtsfälle isoliert werden können.
Konflikte, Vertreibung und Armut begünstigen zudem die Ausbreitung des Ebolavirus.
Seit der Entdeckung von Ebola 1976 in Afrika hat das Virus tausende Leben gefordert. Die größten Ausbrüche gab es 2014 bis 2016 in Westafrika (über 11.000 Tote) und 2018 bis 2020 in der Demokratischen Republik Kongo (über 2.200 Tote). Die Opferzahlen zeigen die verheerende Wirkung. Auch Kinder sind bei Ebola-Ausbrüchen stark betroffen: Viele infizieren sich, andere verlieren Eltern oder Geschwister.
Das Ebolavirus macht vor Grenzen keinen Halt. Bei jedem Ebola-Ausbruch sind auch die Menschen in den Nachbarländern in Gefahr. Der Pendelverkehr von Menschen in Grenzregionen sowie Fluchtbewegungen größerer Bevölkerungsgruppen in Konfliktregionen machen die Eindämmung des Ebolavirus sehr schwer.
So breitete sich zum Beispiel das Virus bei den vergangenen Ebola-Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo bis nach Uganda aus. Beim aktuellen Ebola-Ausbruch ist es ähnlich: Zwar wurden die Ebolafälle bisher ausschließlich aus der Demokratischen Republik Kongo (dort vor allem in der Provinz Ituri) und Uganda gemeldet. Doch laut der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) sind zehn weitere Länder in Afrika ebenfalls gefährdet: Demnach könnte das Virus auch in den Nachbarländern Angola, Burundi, der Republik Kongo, Ruanda, Sambia, Südsudan, Tansania und der Zentralafrikanischen Republik sowie in den Ländern Äthiopien und Kenia auftreten (Stand: 27. Mai 2026).
Ebola lässt sich durch einfache, aber konsequente Maßnahmen verhindern: So ist das Händewaschen mit Seife ein sehr wirksamer Schutz. Außerdem müssen Menschen in den betroffenen Regionen den Kontakt mit Körperflüssigkeiten Erkrankter unbedingt vermeiden (zum Beispiel mit Blut, Schweiß, Speichel).
Ferner müssen sie darauf verzichten, Wildtierfleisch zu essen, weil es kontaminiert sein könnte. Und: Es ist wichtig, bei Verdacht auf Ebola sofort eine Gesundheitsstation aufzusuchen – denn eine frühe Behandlung rettet Leben. UNICEF unterstützt mit Aufklärung, sauberem Wasser und Impfkampagnen, um Kinder zu schützen und Ausbrüche so schnell wie möglich einzudämmen.
Warum UNICEF?
Ihre Spende verändert Kinderleben. Unsere Teams helfen den Kindern vor Ort. Und Sie von zuhause aus.
- Sie spenden – und wir impfen Aichata in Mali als Baby gegen Malaria, damit sie besser vor der tödlichen Krankheit geschützt ist.
- Sie spenden – und wir geben dem 18-monatigen Nasratullah in Afghanistan therapeutische Nahrung, damit er wieder Energie hat zum Spielen.
- Sie spenden – und wir bohren in Tansania ein Wasserloch im Dorf von Tausi, damit die Elfjährige nicht mehr stundenlang unterwegs ist zum Wasserholen und wieder zur Schule gehen kann.
UNICEF wurde 1946 als Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem setzen wir uns in über 190 Ländern für die Kinderrechte und für Kinder in Not ein. Jedes Kind ist uns gleich wichtig – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Besonders kümmern wir uns um die ärmsten und am meisten benachteiligten Kinder: Kinder in Krisenregionen, entlegenen Dörfern oder auf der Flucht.
Wir arbeiten mit Regierungen und lokalen Organisationen zusammen, um gemeinsam das Beste für die Kinder zu erreichen und ihnen direkt während einer Krise, aber auch langfristig zu helfen. Unsere Partner vertrauen uns, weil wir seit Jahrzehnten weltweit als Hilfsorganisation für Kinder anerkannt sind.
Wir sind Profis in Sachen Logistik und geübt darin, Kindern bei Krisen und Katastrophen schnell zu helfen. Das ist wichtig, denn für Kinder in Not zählt jede Minute. Innerhalb von 72 Stunden bringen wir unsere Hilfsgüter in jeden Winkel der Erde.
Wie wir das machen? Wir haben ein riesiges Warenlager in Kopenhagen – das größte humanitäre Lager weltweit. Hier verpacken wir unsere Hilfsgüter und verschicken sie dorthin, wo Kinder sie bereits dringend erwarten. Dazu kommen fünf weitere große UNICEF-Warenlager sowie hunderte kleinere Regionallager auf den verschiedenen Kontinenten. Weit über Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Lieferung von UNICEF-Hilfsgütern, um Kinder und Familien für eine gesündere, sicherere und hoffnungsvollere Zukunft zu rüsten: Von Spezialnahrung und Impfstoffen bis hin zu Erste-Hilfe-Sets und Schulrucksäcken – die UNICEF-Logistik-Experten sorgen dafür, dass die wertvolle Fracht heil am richtigen Ort ankommt, egal ob per Flugzeug, Lastwagen, Schiff oder manchmal auch per Motorrad oder Lastesel.
In unserem jährlichen Geschäftsbericht erfahren Sie, wie viel Geld UNICEF Deutschland eingenommen hat, in welche Länder wir die Spendengelder überwiesen haben und wie sie den Kindern vor Ort in dem Jahr konkret geholfen haben. Sie können sich im Geschäftsbericht auch darüber informieren, wie hoch die interne Kostenquote bei UNICEF Deutschland ist und wie viel wir zum Beispiel für Personal und Spendenwerbung ausgeben.
Das DZI-Spendensiegel bestätigt seit Jahren unsere verantwortungsvolle Verwaltung der Spendengelder. UNICEF Deutschland lässt sich regelmäßig prüfen, um höchste Transparenz und Seriosität zu gewährleisten. Mit dem DZI-Spendensiegel gehören wir seit vielen Jahren zu den besonders vertrauenswürdigen Spendenorganisationen.
Allein kann man wenig bewirken, gemeinsam aber viel. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil einer großen UNICEF-Gemeinschaft. Über 300.000 Menschen in Deutschland unterstützen unsere Programme mit einer Dauerspende – zum Beispiel für Ernährung, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz.
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