Zyklon Kenneth in Mosambik: Nach dem zweiten Wirbelsturm kommt es zu schweren Überschwemmungen

ZYKLON KENNETH IN MOSAMBIK – JETZT SPENDEN

ZERSTÖRUNGEN UND ÜBERSCHWEMMUNGEN NACH WIRBELSTURM KENNETH

Nur sechs Wochen nach dem ersten Zyklon ist Mosambik von einem weiteren Wirbelsturm getroffen worden: Zyklon Kenneth hat in der nördlichen Provinz Cabo Delgado eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Einige Dörfer, zum Beispiel auf der vorgelagerten Insel Ibo, wurden vollständig verwüstet.

Auf den Wirbelsturm folgte heftiger Regen. In der Provinzhauptstadt Pemba und anderen Orten in der Region standen ganze Straßen und Felder unter Wasser. Es kam zu Erdrutschen. Durch verschmutztes Trinkwasser besteht die Gefahr, dass sich die Cholera ausbreitet.

UNICEF-Schätzungen zufolge brauchen etwa 163.000 Menschen Hilfe, 90.000 davon Kinder. Daniel Timme, Sprecher von UNICEF Mosambik, beschreibt die Situation vor Ort:

"Wir haben nichts mehr"

"Ein Teil unseres Hauses ist zusammengebrochen, der andere Teil steht unter Wasser", erzählt Carlota Rosario. Die 27-Jährige ist mit ihren Kindern in einer Notunterkunft in einer Schule untergekommen. "Wir haben nichts mehr. Alles wurde vom Wasser weggeschwemmt: Lebensmittel, Geschirr, die Kleidung unserer Kinder. Wir brauchen Hilfe."

Zyklon Kenneth in Mosambik: Carlota Rosario aus Pemba mit ihrem Baby

Carlota Rosario (27) mit ihrem Baby Nunesh Rosara nach Sturm Kenneth in Mosambik. "Unser Haus steht unter Wasser. Wir haben nichts mehr", sagt sie.
© UNICEF/UN0306033/De Wet

HILFE FÜR DIE OPFER VON ZYKLON KENNETH

Als Hilfsorganisation konnten wir dank Ihrer Spenden schon im Vorfeld des Sturms Hilfsgüter und Nothilfe-Spezialisten in die Region schicken. Angesichts schwerer Überschwemmungen ist sauberes Trinkwasser unsere höchste Priorität. "Dreckiges Trinkwasser bedeutet Krankheiten, und insbesondere für Kinder wird das sehr schnell sehr gefährlich. Sie können Durchfallerkrankungen bekommen, aber es können sich auch sehr ernsthafte Krankheiten wie die Cholera ausbreiten", sagte Daniel Timme in einem Interview mit dem ZDF. 

Die Regierung von Mosambik hat erste Cholera-Fälle in den von Zyklon Kenneth betroffenen Gebieten gemeldet. Damit sich nicht noch weitere Menschen anstecken, verteilen unsere Helfer Flaschen gefüllt mit einem Mittel, das Keime im verunreinigten Wasser abtötet und es zu sicherem Trinkwasser macht. 10.000 dieser Flaschen werden ausgegeben.

Außerdem helfen wir den Kindern und ihren Familien mit folgenden Maßnahmen: 

  • Wir verteilen weitere Hilfsgüter wie Planen für Notunterkünfte und Latrinen
  • Für Kranke und Verletzte werden Medikamente bereitgestellt
  • Gemeinsam mit unserem Partner, dem Welternährungsprogramm, versorgen wir die Opfer des Zyklons mit Lebensmitteln
  • Wir klären die Familien darüber auf, wie sie sich vor den Überschwemmungen und Erdrutschen schützen können

Nach dem zweiten Zyklon Kenneth brauchen weitere Tausende Familien in Mosambik dringend Hilfe. Wir sind an ihrer Seite, und helfen zeitgleich weiter den Opfern des Zyklon Idai. Vielen Dank, dass Sie unseren Einsatz mit einer Spende unterstützen.

Hygieneset für eine Familie zur Prävention von Infektionskrankheiten
Tabletten zur Aufbereitung von je fünf Litern Trinkwasser (20.000 Tabletten)
Spezialnahrung für die Behandlung unterernährter Mädchen und Jungen


"Der zweite Zyklon innerhalb kurzer Zeit ist schrecklich für die Kinder in Mosambik und stellt auch die Helfer vor große Herausforderungen", sagt Daniel Timme. Die Katastrophe wird langfristige Folgen für die Bevölkerung haben. Die betroffene Provinz Cabo Delgado ist eine der ärmsten Gegenden Mosambiks. Zudem kommen Wirbelstürme hier nur sehr selten vor, weshalb die Menschen kaum auf Zyklon Kenneth vorbereitet waren. 

Spenden für die Hilfe nach zwei Wirbelstürmen in Mosambik

Unterdessen läuft die Nothilfe für die Opfer von Zyklon Idai weiter. Der Wirbelsturm war Mitte März auf Land getroffen und hatte in weiten Teilen von Mosambik, Malawi und Simbabwe große Schäden angerichtet. Rund drei Millionen Menschen in der Region sind weiter auf Hilfe angewiesen, darunter 1,6 Millionen Kinder. Hier lesen Sie mehr über die Nothilfe nach Zyklon Idai.

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