Explosion in Beirut im Libanon: Ein Mann trägt ein verletztes Kind durch die Trümmer

Spenden für den Libanon: Helfen Sie Kindern in Beirut

Kinder im Libanon brauchen Hilfsgüter und psychosoziale Betreuung

Am 4. August haben zwei Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut enorme Zerstörung angerichtet. Häuser stürzten in sich zusammen, die Druckwelle der Detonation ließ Fensterscheiben bersten. Der Hafen und weitere Stadtviertel liegen in Trümmern. Unsere UNICEF-Kollegen vor Ort schätzen, dass 300.000 Menschen obdachlos geworden sind, darunter 100.000 Kinder.

"Einen Monat nach der Explosion brauchen viele Kinder in Beirut weiter dringend Hilfe", sagt Yukie Mokuo, Landeskoordinatorin für UNICEF im Libanon. "Wir müssen jetzt auch ihre Zukunft im Blick haben und sicherstellen, dass sie Zugang zu Bildung und psychosoziale Hilfe bekommen, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten."

So hilft UNICEF mit Ihrer Spende nach der Explosion im Libanon

"Wir sind vor Ort und werden alles in unseren Kräften Stehende tun, dringend notwendige Hilfe zu leisten – heute und in Zukunft", sagte UNICEF-Repräsentantin Mokuo am Tag nach der Katastrophe.

Diese Hilfsmaßnahmen sind dank Ihrer Unterstützung möglich

UNICEF liefert Medikamente, medizinisches Gerät sowie Masken, Handschuhe und Schutzkleidung gegen das Coronavirus. Weil der Hafen zerstört ist, werden die Hilfsgüter eingeflogen.

Wir stellen Tetanus-Impfungen für 10.000 Verletzte bereit. Zudem haben wir dabei geholfen, Impstoffe aus beschädigten Lagern zu bergen und sicher und kühl in neue Lager zu transportieren.

Mit Unterstützung unserer Partner betreuen speziell geschulte Helfer traumatisierte Kinder. Viele Kinder leiden unter Angst, sind verunsichert, können das Chaos um sie herum nicht verstehen. 

Wir verteilen Trinkwasser an Familien und auch an die Helfer. Gemeinsam mit Partnern haben wir über 155 Gebäude wieder an das öffentliche Wassersystem angeschlossen und 870 Wassertanks installiert. 

Wir verteilen Hygiene-Sets und Pflegeartikel für Babys an betroffene Familien.

Wir analysieren die Schäden an Schulen und unterstützen die Reparatur oder den Wiederaufbau.

Wenige Stunden nach der Explosion hat unser Team zudem geholfen, eine stark beschädigte Kinderklinik zu evakuieren und Neugeborene in Sicherheit zu bringen.

Libanon: Eine bei der Explosion in Beirut zerstörte Kinderklinik
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Das Karantina-Krankenhaus im Hafenviertel wurde bei der Explosion beschädigt. Das UNICEF-Team half, Neugeborene und Kleinkinder in andere Kliniken zu verlegen.

© UNICEF/UNI356606/Choufany
Libanon: Nach der Explosion in Beirut helfen Jugendliche beim Aufräumen
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Jugendliche packen mit an und helfen freiwillig beim Aufräumen in der Stadt. Auch Jugendliche aus UNICEF-Programmen sind dabei.

© UNICEF/UNI356995/Haidar
Libanon: Nach der Explosion in Beirut räumt ein UNICEF-Mitarbeiter Schutt von der Straße
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UNICEF-Mitarbeiter Viken räumt Schutt von der Straße. 

© UNICEF/UNI357471/Gorriz/UN
Explosion im Libanon: Helfer installieren in Beirut Wassertanks
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Zwei Helfer installieren im Innenhof eines Hauses Tanks mit Trinkwasser. Die Explosion hat auch das Wasserversorgungssystem in Beirut beschädigt, zahlreiche Häuser müssen neu angeschlossen werden.

© © UNICEF/UNI362790/Kelly
Explosion in Beirut im Libanon: Ein UNICEF-Helfer verteilt Trinkwasser
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UNICEF-Helfer laden Flaschen mit Trinkwasser auf einen Lkw, um sie an die Menschen zu verteilen.

© Twitter UNICEF Lebanon
Libanon: Nach der Explosion in Beirut werden Trinkwasser und Brot verteilt
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Auch Jugendliche helfen, Trinkwasser und Lebensmittel zu den betroffenen Familien zu bringen.

© UNICEF/UNI356920/Choufany
Explosion in Beirut: UNICEF-Helfer kümmern sich um einen sicheren Transport von Impfstoffen
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Nachdem Impfstoffe und Medikamente aus einem beschädigten Warenlager geborgen wurden, kümmern sich UNICEF-Helfer um den sicheren Weitertransport. 

© UNICEF/UNI356604/Choufany

Zukunft für die Kinder in Beirut: Schulen mit Spenden wiederaufbauen

Auch über 160 Schulen wurden durch die Explosion zerstört oder beschädigt. Das betrifft 70.000 Schülerinnen und Schüler. Es ist eines unserer Schwerpunktziele, dass die Mädchen und Jungen weiter lernen können. Auch dafür werden die Spenden aus Deutschland eingesetzt. 

Die Schule ist nicht nur wichtig, um den Kindern eine Perspektive für die Zukunft zu sichern. Sie bedeutet auch ein Stück Normalität nach der Katastrophe sowie einen sicheren Ort für die Kinder. 

Explosion im Libanon: Eine zerstörte Schule in Beirut

Tische und Stühle beschädigt, der Boden übersät von den Glassplittern der Fenster: So wie auf dem Bild sah es nach der Explosion in vielen Schulen in Beirut aus.

© UNICEF/UNI360039/Kelly

Wir arbeiten daran, dass die Schule für die Kinder weitergeht – entweder vor Ort in den Klassenräumen oder von zuhause aus. Auch die steigenden Covid-19-Fallzahlen spielen dabei eine Rolle. Dass viele Häuser zerstört sind, Kinder also kein Zuhause und auch keinen Zugang zum Internet oder zu einem Computer mehr haben, ist dabei eine große Herausforderung.

Katastrophe trifft Libanon inmitten von Wirtschaftskrise und Corona

Die Explosion in Beirut und die Folgen treffen eine dreifach krisengeschüttelte Bevölkerung:

  • Das Coronavirus breitet sich aus. Die Fallzahlen von Covid-19 sind in den Tagen seit der Explosion wieder stark gestiegen. Viele Krankenhäuser Beiruts sind überfüllt, das Personal ist erschöpft. 
  • Es gibt eine Wirtschaftskrise. Es herrscht eine hohe Inflation und viele Familien können sich das Nötigste nicht mehr leisten. Die Preise für Lebensmittel und Unterkünfte sind seit September um 169 Prozent gestiegen. 
  • Es gibt eine Flüchtlingskrise: Der Libanon hat in den vergangenen Jahren vielen Flüchtlingen aus dem Nachbarland Syrien Zuflucht gewährt. Über eine Million Syrerinnen und Syrer leben hier in Notunterkünften und Flüchtlingscamps. Viele von ihnen sind auf Spenden und humanitäre Hilfe angewiesen.

Schicken Sie mit Ihrer Spende Hilfe zu den Kindern im Libanon

Dank der Unterstützung aus Deutschland konnten wir nach der Explosion in Beirut die Hilfe für die Kinder und Familien starten. Doch es zeichnet sich ab, dass weitere Hilfe nötig sein wird – über Wochen und Monate. 

Und nicht nur die Mädchen und Jungen in Beirut brauchen Hilfe, sondern Kinder im gesamten Libanon. Nur gemeinsam können wir eine Zukunft für sie schaffen. Wir von UNICEF müssen unsere Hilfsmaßnahmen weiter verstärken. Unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende. Jeder Beitrag macht einen Unterschied. Vielen Dank!

Explosion in Beirut: UNICEF-Helferin spricht im Krankenhaus mit Kindern

Viele Kinder sind nach der Explosion traumatisiert. Sie brauchen besondere Betreuung und Zuwendung. Diese UNICEF-Helferin nimmt sich viel Zeit.

© UNICEF/UNI363575/
INFO

Explosion in Beirut trifft auch UNICEF-Mitarbeiter

UNICEF arbeitet schon viele Jahre als Kinderhilfsorganisation im Libanon. Auch unser Team in Beirut ist von den Folgen der Explosion betroffen. Ein Kollege hat seine Partnerin verloren, eine Kollegin ihren Sohn. Acht Mitarbeiter wurden verletzt und die Wohnungen dutzender Mitarbeiter wurden beschädigt. 

Eine der Kolleginnen vor Ort ist die Schweizerin Rahel Vetsch. "Ich kann noch immer nicht fassen, was hier passiert ist, und ich glaube, das geht vielen so", sagt sie, als wir sie in Beirut erreichen. 

Im Interview gibt die Nothelferin eine Einschätzung der Lage in Beirut. Sie erklärt, welche Hilfe die Kinder jetzt und in den kommenden Wochen brauchen und wie die Spenden eingesetzt werden.