UNICEF Einsatz in Syrien

SYRIEN-KRIEG: KINDER VERDIENEN EINE ZUKUNFT

KINDER IN SYRIEN BRAUCHEN DRINGEND IHRE UNTERSTÜTZUNG

Ritaj (9) träumt von Frieden für ihr Land, Syrien. Sie ist mit ihrer Familie aus Raqqa, einer umkämpften Stadt im Norden, nach Homs geflohen. Ritaj ist eines von über acht Millionen Kindern, die unter dem syrischen Bürgerkrieg leiden. Viele Familien sind auf der Suche nach Schutz schon mehrfach vertrieben worden, von einem Ort zum anderen. Aber einen wirklich sicheren Ort gibt es nach fünf Jahren Krieg in ganz Syrien nicht mehr. „Ich habe Angst“, sagt Ritaj. „Ich mache mir Sorgen um die Zukunft und hoffe, dass ich eines Tages wieder nach Hause kann.“

Flüchtlingskinder: Syrische Kinder gehen wieder zur Schule

© UNICEF Syria/2015/Omar Sandiki

In Homs konnten nach dem Ende der monatelangen Belagerung mit Unterstützung von UNICEF im Herbst 2015 die Schulen endlich wieder öffnen. Viele Kinder in Syrien sind seit Jahren nicht zur Schule gegangen. UNICEF hat eine große Bildungskampagne gestartet und hat letztes Jahr zum Beispiel die Schulbücher für eine Million Kinder gedruckt und verteilt, nachdem die Produktion in den lokalen Druckereien zusammengebrochen war. Zusammen mit Partnern hat UNICEF in Syrien und seinen Nachbarländern über 700 Schulen eingerichtet oder instand gesetzt. Auch Ritaj ist froh, dass sie endlich wieder lernen kann. Das bringt sie ihrem zweiten großen Traum ein Stück näher: Sie möchte einmal Ärztin werden.

Bitte helfen Sie mit, dass Kinder wie Ritaj eine Zukunft haben!

In Syrien helfen: Spenden für eine Zukunft

vier Lesefibeln
100 Schulhefte
eine Schule in der Kiste

So hilft UNICEF in Syrien und der Region

Die Situation der syrischen Kinder ist fünf Jahre nach Beginn des Konflikts dramatisch – ein Großteil der Infrastruktur ist zerstört und viele Familien sind in die Armut gerutscht. UNICEF leistet sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern Jordanien, Libanon, Irak und Türkei umfangreiche Hilfe: In einem der größten Einsätze unserer Geschichte sind insgesamt über 600 Mitarbeiter im Einsatz, um Kinder und Familien vor Ort mit dem Nötigsten zu versorgen. Sie organisieren Impfkampagnen, versorgen Menschen in Städten und Flüchtlingscamps mit Trinkwasser, richten Notschulen und Kinderzentren ein und verteilen zum Beispiel Pakete mit Kinderkleidung oder Hygieneartikeln.

Perspektiven schaffen in Syrien: Die Initiative "No Lost Generation"

Syrische Flüchtlinge: Kinderarbeit im Flüchtlingscamp

© UNICEF DT/2014/Charbonneau

Ahmad ist 14 und kann gerade einmal seinen eigenen Namen schreiben. In Syrien ist er wegen der Kämpfe zwei Jahre nicht zur Schule gegangen. Jetzt, als Flüchtling im jordanischen Za’atari Camp, sitzt er täglich in der kleinen Bude seines Vaters und verkauft Zigaretten und Telefonkarten, damit die Familie überleben kann.

Damit Kinder wie Ahmad und Millionen andere nicht Teil einer „verlorenen Generation“ ohne Chancen werden, haben UNICEF und eine Reihe von Partnern vor zwei Jahren die Initiative „No Lost Generation“ gestartet. Jetzt beginnt die zweite Phase mit dem Ziel, mehr Kindern in Syrien, Irak, Jordanien, Libanon, Türkei und Ägypten Zugang zu Schule, psychosozialer Hilfe und Ausbildung zu ermöglichen und die Qualität der Hilfen zu verbessern.

Bildung:
Allein in Syrien gehen rund zwei Millionen Kinder nicht zur Schule – weil die Schule zerstört wurde, weil Lehrer fehlen, der Schulweg zu gefährlich ist oder weil Mädchen und Jungen als Teenager verheiratet werden oder arbeiten müssen. Auch in den Nachbarländern ist rund die Hälfte der syrischen Flüchtlingskinder – über 700.000 Mädchen und Jungen – ohne Schulbildung.

Zu den Hürden gehören hier zusätzlich die fremde Sprache, andere Lehrpläne und überlastete Bildungssysteme. Unter dem Dach der „No Lost Generation Initiative“ will UNICEF in den nächsten Monaten insgesamt die Bildungsmöglichkeiten von 4,5 Millionen Kindern verbessern, sowohl durch formale als auch non-formale Bildung einschließlich innovativer Ansätze wie digitale Selbst-Lernkurse.

Psychosoziale Hilfe:
Gewalt, der Verlust von Angehörigen, Flucht und die neue Situation als Flüchtling in der Fremde: Kinder in Konflikten sind oft jahrelang großem psychischen Stress ausgesetzt. UNICEF schätzt, dass 20 Prozent der vom Konflikt betroffenen Kinder im Nahen Osten gefährdet sind, leichte bis moderate psychische Probleme zu entwickeln. Drei bis vier Prozent der Kinder könnten schwere psychische Probleme bekommen, wenn sie keine angemessene Hilfe erhalten.

In Kinder- und Jugendzentren in den Flüchtlingscamps und Gastgemeinden und mit mobilen Angeboten sorgt UNICEF für psychosoziale Hilfen durch geschulte Betreuer. Dazu gehören Spiel- und Lernangebote, Gruppentherapien und teilweise auch Einzeltherapien für traumatisierte Kinder. Diese Hilfen sollen in den nächsten Monaten weiter ausgebaut werden.

Irak: UNICEF-Hilfe für geflohene Kinder

Peshkhabour, nahe der syrischen Grenze: Ein UNICEF-Helfer spielt mit Flüchtlingskindern in einem kinderfreundlichen Zelt.
© UNICEF/NYHQ2014-1177/Khuzaie

 

Jugendliche und junge Erwachsene: Besonders schwer haben es junge Frauen und Männer, die nicht mehr im Schulalter sind. Für sie gibt es wenige Möglichkeiten, eine höhere Bildung anzustreben oder eine Ausbildung zu machen. Wenn Frust und Langeweile sich mit fehlenden Perspektiven vermischen, sind Jugendliche und junge Erwachsene in besonderer Gefahr, radikalisiert zu werden. Andererseits steckt in ihnen riesiges Potential: Sie sind die Zukunft der Region.

UNICEF und seine Partner wollen Programme für diese Zielgruppe weiter ausbauen, damit sie ihre Zukunft selbst gestalten können. Dazu gehören praktische Ausbildungen zum Beispiel zum Frisör, Kosmetikerin oder Schreiner ebenso wie Computer- oder Sprachkenntnisse, aber auch die Vermittlung von Grundsätzen des Zusammenlebens wie Gewaltfreiheit, Menschenrechte und Toleranz.

Bitte helfen Sie den syrischen Kindern jetzt – Kindheit kann nicht warten!

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