Indonesien Tsunami: Zwei Jungen vor Notunterkünften

SPENDEN FÜR INDONESIEN: KINDER NACH DEM TSUNAMI IN GRÖSSTER NOT

SULAWESI NACH DER KATASTROPHE – BITTE HELFEN SIE DEN KINDERN!

„Ich kann nicht mehr zur Schule gehen. Sie wurde durch den Tsunami zu stark beschädigt“, erzählt Aril (im Foto oben links) nachdenklich. Ein schwerer Tsunami hat sein bisheriges vertrautes Leben komplett auf den Kopf gestellt. Die Flutwelle war Ende September durch mehrere Erdbeben ausgelöst worden und hatte Teile der indonesischen Insel Sulawesi überflutet. 

Kinderschicksale wie das von Aril sind momentan in Indonesien keine Seltenheit. UNICEF schätzt, dass 375.000 Kinder auf Sulawesi weiter Hilfe benötigen. Kinder wie er brauchen jetzt Halt und Sicherheit. 

Wir von UNICEF waren unmittelbar nach dem Tsunami für die Kinder da – und werden es auch weiter sein. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende!

Indonesien nach dem Tsunami: Zwei Mädchen sitzen vor einem Zelt

Nach dem Tsunami war Lisa (3, rechts) für kurze Zeit in einem Erdloch eingeschlossen. Sie bekommt psychosoziale Betreuung von UNICEF-Helfern, die speziell dafür ausgebildet wurden.
© UNICEF/UN0250103/Veska

Leben nach Tsunami noch weit entfernt von Normalität

Die katastrophale Serie von Tsunamis vor der Küste Sulawesis hat mehr als 2.000 Menschen getötet. Zehntausende Häuser wurden durch die Flutwelle zerstört. Für die betroffenen Kinder und Familien ist nichts mehr, wie es war. Auch zahlreiche Schulen und Krankenhäuser können derzeit nicht genutzt werden.

"Rund einen Monat nach der Katastrophe sind Hunderttausende Kinder auf Sulawesi noch weit entfernt von einem normalen Leben", sagt Debora Comini, Leiterin von UNICEF-Indonesien. "Die Kinder haben kein Zuhause, können nicht zur Schule gehen und brauchen psychosoziale Betreuung, um das Erlebte zu verarbeiten. Wir wollen so vielen Kindern wie möglich so schnell wie möglich helfen."

Fotogalerie: Überall Trümmer, Chaos und Zerstörung

SPENDEN FÜR HILFSMASSNAHMEN DRINGEND BENÖTIGT

Unsere Hilfsmaßnahmen für die Kinder

Wir als weltweit tätige Hilfsorganisation haben viel Erfahrung im Umgang mit Krisensituationen wie der jetzigen auf Sulawesi. UNICEF ist schon seit Jahrzehnten in Indonesien mit einem eigenen Länderbüro und mehreren regionalen Büros vor Ort. Dadurch können wir schnell reagieren und sind nah dran an den Kindern, die unsere Hilfe brauchen. Nach dem tödlichen Tsunami 2004 hatte UNICEF die größte Hilfsaktion seiner Geschichte nach einer Naturkatastrophe durchgeführt und den Wiederaufbau für Kinder mit organisiert.

Auch nach der Erdbeben-Serie auf der indonesischen Insel Lombok im August dieses Jahres sind wir dort für die Kinder da. Wir helfen ihnen, zurückzufinden in ein normales Leben.

gregor_henneka_twitter

Der Tsunami auf Sulawesi hat Tod und Zerstörung über unzählige Kinder und ihre Familien gebracht. Die Kinder von Sulawesi brauchen jetzt dringend unsere Hilfe!"

- Gregor Henneka, deutscher UNICEF-Mitarbeiter in Indonesien

Unsere Hilfsgüter haben sich in vielen Hilfsprojekten und Kriseneinsätzen rund um die Welt bewährt. So sind wir auch in diesem Nothilfe-Einsatz auf Sulawesi wieder zur Stelle mit Medikamenten, Wasser, Lebensmitteln, Erste-Hilfe-Sets und mit psychosozialer Unterstützung. 

Viele Kinder auf Sulawesi haben momentan nicht genug zu essen. UNICEF weiß, welche Nährstoffe Kinder in Notsituationen wie dieser brauchen, um gestärkt zu werden – beispielsweise proteinhaltige Spezialnahrung.

Gute Hygiene ist Voraussetzung dafür, dass sich Krankheiten nicht ausbreiten. Nach dem teilweisen Ausfall der Wasserversorgung baut UNICEF mobile Versorgungseinrichtungen in den betroffenen Gebieten auf.

Unter den Überlebenden des Tsunamis sind viele, die medizinisch versorgt werden müssen. UNICEF kümmert sich um Kranke und Verletzte und liefert lebensnotwendige Medikamente.

UNICEF hilft den Kindern, das Erlebte zu verarbeiten. An kinderfreundlichen Orten werden sie von speziell ausgebildeten Helfern psychosozial betreut, können spielen und einfach Kind sein. 

Not-Schulen für die Tsunami-Opfer

Der Tsunami hat auf Sulawesi viele Schulen beschädigt oder zerstört. Die Motivation der Schulkinder, weiter zu lernen, ist trotzdem ungebrochen. Die Mädchen und Jungen sollen deshalb möglichst bald wieder zur Schule gehen können. UNICEF hat bereits die Hälfte von geplanten 450 großen Schulzelten in die betroffene Region gebracht. In jedem Zelt finden zwei Klassen Platz. Wir stellen den Kindern auch das passende Lernmaterial zur Verfügung, damit sie schnell wieder mit ihrem Unterricht starten können.

Unser Ziel: Familien zusammenführen und versorgen

Rund 5.000 Kinder haben durch den Tsunami ihre Angehörigen verloren oder wurden im Chaos von ihnen getrennt. UNICEF hat Sozialarbeiter ausgebildet, die unbegleitete Mädchen und Jungen registrieren und Kinder wieder mit ihren Eltern zusammenbringen.

Manche Kinder haben durch den Tsunami ihre Eltern verloren.

UNICEF versorgt Kinder, die durch die Naturkatastrophe ihre Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden.
© UNICEF/UN0240338/Wilander

Ihre Spende hilft den Kindern

Der Hilfsbedarf für die Kinder auf Sulawesi ist weiter groß. Tausende von ihnen werden über längere Zeit hinweg unsere Hilfe benötigen. Sie brauchen uns jetzt!

UNICEF betreut Kinder nach dem Tsunami mit speziellen Angeboten.

Ence (6) hat durch den Tsunami ihr Zuhause verloren. Sie und die anderen Mädchen und Jungen in Indonesien haben eine gesunde und sichere Zukunft verdient.
© UNICEF/UN0245867/Veska

10.000 Wasser-Reinigungstabletten
2 Erste-Hilfe-Pakete für Notsituationen
3 Bildungspakete mit Rucksäcken, Stiften und Schultafeln

HINTERGRUND-INFOS INDONESIEN

Unübersichtliche Situation vor Ort

Die Lage vor Ort auf Sulawesi ist nach wie vor unübersichtlich. Die Insel ist sehr gebirgig. Manche Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten und schwer zugänglich, auch für Hilfsorganisationen und unsere Hilfslieferungen. An manchen Stellen drohen Erdrusche. Trotzdem ist unsere Nothilfe-Arbeit in dem größten Inselstaat der Welt schon kurz nach der Katastrophe angelaufen. Wir setzen alles daran, unsere Hilfslieferungen schnell dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Das Ausmaß der Katastrophe ist gewaltig. Die Stadt Palu hatte es am härtesten getroffen, als die Flutwelle an der Insel Sulawesi ankam. Palu liegt in einer langgezogenen Bucht, sodass der Tsunami die Küstenstadt mit voller Wucht traf. Aber auch andere Orte der Insel Sulawesi sind betroffen, zum Beispiel Donggala.

Ein Mann inmitten von Trümmern, die der Tsunami hinterlassen hat.

Wir befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen wird. Viele Menschen werden noch vermisst. An manchen Stellen erinnert das Ausmaß der Zerstörung an den Mega-Tsunami von 2004.
© UNICEF/UN0239949/Tirto.id/@Arimacswilander

Erdbeben und Hangrutsch lösten Tsunami aus

Die aktuelle Notsituation entstand durch eine doppelte Naturkatastrophe: Das starke Erdbeben hatte einen Hangrutsch auf dem Meeresboden ausgelöst. Dadurch wurde eine mehrere Meter hohe Tsunami-Welle ausgelöst, die die Insel Sulawesi und viele Bewohner tödlich überraschte und mit sich fortschwemmte.

Der bevölkerungsreiche Inselstaat Indonesien wird durch seine geologische Lage immer wieder von Erdbeben und Vulkanausbrüchen erschüttert. Der tragische Tiefpunkt war der Tsunami im Jahr 2004, bei dem in Indonesien 160.000 Menschen umkamen.

Länderinfo Indonesien

  • Staat in Asien mit ca. 255 Millionen Einwohnern.
  • Viertbevölkerungsreichster Staat weltweit.
  • Weltgrößter Inselstaat: Indonesien besteht aus 17.508 Inseln.
  • Sulawesi: Eine der indonesischen Inseln mit einer Fläche von ca. 189.000 Quadrat-Kilometern.
  • Wiederholt kommt es in Indonesien zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen, die mit der geologischen Lage Indonesiens zu tun haben.

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