Indonesien nach dem Tsunami: Ein Junge steht in den Trümmern seines ehemaligen Zuhauses.

SPENDEN FÜR INDONESIEN: KINDER NACH DEM TSUNAMI IN GRÖSSTER NOT

SULAWESI NACH DER KATASTROPHE – BITTE HELFEN SIE DEN KINDERN!

Ein paar Tage zuvor war dies noch sein Zuhause – jetzt steht der zehnjährige Rido Saputra vor Trümmern. Dort hatte er gespielt, geschlafen und mit seiner Familie gelebt, bis ein Tsunami sein bisheriges vertrautes Leben komplett zerstörte. Die Flutwelle war Ende September durch mehrere Erdbeben ausgelöst worden und hatte Teile der indonesischen Insel Sulawesi überflutet. 

Kinderschicksale wie das von Rido sind dieser Tage keine Seltenheit. UNICEF schätzt, dass 375.000 Kinder auf Sulawesi Hilfe benötigen. Die Kinder wie Rido brauchen jetzt Halt und Sicherheit. 

Manche Kinder haben durch den Tsunami ihre Eltern verloren.

UNICEF versorgt Kinder, die durch die Naturkatastrophe ihre Eltern verloren haben oder von ihnen getrennt wurden.
© UNICEF/UN0240338/Wilander

Unser Ziel: Familien zusammenführen und versorgen

Die katastrophale Serie von Tsunamis vor der Küste Sulawesis hat mindestens 2.000 Menschen getötet. Viele Menschen werden noch immer vermisst. Zehntausende Häuser wurden durch die Flutwelle zerstört. Für die betroffenen Kinder und Familien ist nichts mehr, wie es war.

Rund 5.000 Kinder haben ihre Angehörigen verloren oder wurden von ihnen getrennt. "Zusammen mit den Behörden unterstützen wir Hilfe für Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden, die Versorgung von Kleinkindern und die Wasserversorgung", so Amanda Bissex, Leiterin von UNICEF Indonesien. Ein Expertenteam ist in Palu damit beschäftigt, unbegleitete Mädchen und Jungen zu registrieren und Kinder wieder mit ihren Eltern zusammenzubringen.

Unterstützen Sie UNICEF dabei, Trinkwasser und Hilfsgüter an die Tsunami-Opfer zu liefern und Familien wieder zusammenzuführen. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

Fotogalerie: Überall Trümmer, Chaos und Zerstörung

SPENDEN FÜR HILFSMASSNAHMEN DRINGEND BENÖTIGT

Unsere Hilfsmaßnahmen für die Kinder

Wir als weltweit tätige Hilfsorganisation haben viel Erfahrung im Umgang mit Krisensituationen wie der jetzigen auf Sulawesi. UNICEF ist schon seit Jahrzehnten in Indonesien mit einem eigenen Länderbüro und mehreren regionalen Büros vor Ort. Dadurch können wir schnell reagieren und sind nah dran an den Kindern, die unsere Hilfe brauchen. Nach dem tödlichen Tsunami 2004 hatte UNICEF die größte Hilfsaktion seiner Geschichte nach einer Naturkatastrophe durchgeführt und den Wiederaufbau für Kinder mit organisiert.

Auch nach der Erdbeben-Serie auf der indonesischen Insel Lombok im August dieses Jahres sind wir dort für die Kinder da. Wir helfen ihnen, zurückzufinden in ein normales Leben.

gregor_henneka_twitter

Der Tsunami auf Sulawesi hat Tod und Zerstörung über unzählige Kinder und ihre Familien gebracht. Die Kinder von Sulawesi brauchen jetzt dringend unsere Hilfe!"

- Gregor Henneka, deutscher UNICEF-Mitarbeiter in Indonesien

Unsere Hilfsgüter haben sich in vielen Hilfsprojekten und Kriseneinsätzen rund um die Welt bewährt. So sind wir auch in diesem Nothilfe-Einsatz auf Sulawesi wieder zur Stelle mit Medikamenten, Wasser, Lebensmitteln, Erste-Hilfe-Sets und mit psychosozialer Unterstützung. 

Viele Kinder auf Sulawesi haben momentan nicht genug zu essen. UNICEF weiß, welche Nährstoffe Kinder in Notsituationen wie dieser brauchen, um gestärkt zu werden – beispielsweise proteinhaltige Spezialnahrung.

Gute Hygiene ist Voraussetzung dafür, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Nach dem teilweisen Ausfall der Wasserversorgung bereitet UNICEF den Einsatz mobiler Versorgungseinrichtungen in den betroffenen Gebieten vor.

Unter den Überlebenden des Tsunamis sind viele, die medizinisch versorgt werden müssen. UNICEF kümmert sich um Kranke und Verletzte in Indonesien und liefert lebensnotwendige Medikamente.

Manche Mädchen und Jungen sind in dem Katastrophengebiet von ihren Eltern getrennt worden. Unsere Sozialarbeiter begleiten sie in dieser schwierigen Zeit: Wir führen Familien wieder zusammen, identifizieren unbegleitete Kinder und bieten ihnen Schutz.

Not-Schulen für die Tsunami-Opfer

Die Kinder auf Sulawesi sollen möglichst bald wieder zur Schule gehen können. Schätzungsweise 2.700 Schulen sind durch die Naturkatastrophe zerstört oder beschädigt worden.

UNICEF hat bereits die ersten von geplanten 450 großen Schulzelten in die betroffene Region gebracht. Pro Schulzelt stehen zwei Klassenräume zur Verfügung. Insgesamt können 45.000 Kinder vorübergehend in diesen Not-Schulen unterrichtet werden. Wir stellen den Kindern auch das passende Lernmaterial zur Verfügung, damit sie schnell mit ihrem Unterricht starten können.

Ihre Spende hilft den Kindern

Der Hilfsbedarf für die Kinder auf Sulawesi ist groß. Tausende von ihnen werden über längere Zeit hinweg unsere Hilfe benötigen. Sie brauchen uns jetzt!

Die Mädchen und Jungen haben Schreckliches erlebt. Sie haben eine gesunde und sichere Zukunft verdient. Ihre Spende kann eine entscheidende Rolle spielen im Leben dieser Kinder. Bitte helfen Sie ihnen!

10.000 Wasser-Reinigungs-Tabletten
2 Erste-Hilfe-Pakete für Notsituationen
1 großes Ernährungspaket mit Spezialnahrung

HINTERGRUND-INFOS INDONESIEN

Unübersichtliche Situation vor Ort

Die Lage vor Ort auf Sulawesi ist nach wie vor unübersichtlich. Die Insel ist sehr gebirgig. Manche Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten und für schwer zugänglich, auch für Hilfsorganisationen und unsere Hilfslieferungen. An manchen Stellen drohen Erdrusche. Trotzdem ist unsere Nothilfe-Arbeit in dem größten Inselstaat der Welt schon kurz nach der Katastrophe angelaufen. Wir setzen alles daran, unsere Hilfslieferungen schnell dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Das Ausmaß der Katastrophe ist gewaltig. Die Stadt Palu hatte es am härtesten getroffen, als die Flutwelle an der Insel Sulawesi ankam. Palu liegt in einer langgezogenen Bucht, sodass der Tsunami die Küstenstadt mit voller Wucht traf. Aber auch andere Orte der Insel Sulawesi sind betroffen, zum Beispiel Donggala.

Ein Mann inmitten von Trümmern, die der Tsunami hinterlassen hat.

Wir befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen wird. Viele Menschen werden noch vermisst. An manchen Stellen erinnert das Ausmaß der Zerstörung an den Mega-Tsunami von 2004.
© UNICEF/UN0239949/Tirto.id/@Arimacswilander

Erdbeben und Hangrutsch lösten Tsunami aus

Die aktuelle Notsituation entstand durch eine doppelte Naturkatastrophe: Das starke Erdbeben hatte einen Hangrutsch auf dem Meeresboden ausgelöst. Dadurch wurde eine mehrere Meter hohe Tsunami-Welle ausgelöst, die die Insel Sulawesi und viele Bewohner tödlich überraschte und mit sich fortschwemmte.

Der bevölkerungsreiche Inselstaat Indonesien wird durch seine geologische Lage immer wieder von Erdbeben und Vulkanausbrüchen erschüttert. Der tragische Tiefpunkt war der Tsunami im Jahr 2004, bei dem in Indonesien 160.000 Menschen umkamen.

Länderinfo Indonesien

  • Staat in Asien mit ca. 255 Millionen Einwohnern.
  • Viertbevölkerungsreichster Staat weltweit.
  • Weltgrößter Inselstaat: Indonesien besteht aus 17.508 Inseln.
  • Sulawesi: Eine der indonesischen Inseln mit einer Fläche von ca. 189.000 Quadrat-Kilometern.
  • Wiederholt kommt es in Indonesien zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen, die mit der geologischen Lage Indonesiens zu tun haben.

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