Kinder im Jemen sind auf Nothilfe angewiesen – jetzt spenden

CHOLERA, HUNGER UND GEWALT: FÜR KINDER IM JEMEN ZÄHLT JEDE SPENDE

"Jemen ist momentan einer der schlimmsten Orte auf der Welt, um ein Kind zu sein", sagt Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor im Jemen und den benachbarten Ländern. Die anhaltenden Konflikte haben mittlerweile dazu geführt, dass nahezu jedes Kind im Land dringend humanitäre Hilfe benötigt. 

Immer wieder werden Kinder im Jemen Opfer von Gewalt. Fünf Kinder werden durchschnittlich jeden Tag getötet oder verletzt – seit Ausbruch des Konfliktes im März 2015 sind Tausende unschuldige Kinder gestorben. Am 9. August 2018 wurden bei einem Angriff auf einen Schulbus in Sadaa 33 Kinder getötet und 46 verletzt. UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta H. Fore verurteilt die Gewalt: "Wie viele Kinder müssen noch leiden oder sterben, bis diejenigen, in deren Macht es steht, diese Geißel beenden?" heißt es in ihrem Statement, das Sie hier nachlesen können. 

Auch rund um die Hafenstadt Hudaida eskaliert die Gewalt. Das macht die Versorgung der Kinder mit Medikamenten und Lebensmitteln noch schwieriger. Bitte unterstützen Sie jetzt unsere Hilfe im Jemen mit Ihrer Spende!

NOTHILFE IM JEMEN

Die Kinder im Jemen leiden am meisten unter dem Krieg. Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir vor Ort, leisten Nothilfe und kümmern uns um die Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Wasser und Medizin. Doch es reicht noch nicht für alle Kinder in Not.

Cholera und Diphtherie gefährden die Kinder

Mehr als 1,1 Millionen Menschen sind im Jemen an Cholera erkrankt, davon rund 320.000 Kleinkinder. Die aktuellen Cholera-Ausbrüche werden im Rahmen unserer Nothilfe medizinisch aufgefangen mit Durchfallmitteln, Cholera-Betten, Betreuung und Beratung für Millionen Menschen im ganzen Land. Um die Kinder vor einer Ansteckung zu schützen, führt UNICEF Schluckimpfungen durch. Das Ziel der letzten Impfkampagne war es, über 510.000 Menschen zu erreichen. 

Auch die gefährliche Diphtherie hat sich neuerdings wieder ausgebreitet. Für ungeimpfte Kinder kann die Infektionskrankheit tödlich enden. Auch gegen Diphtherie hat UNICEF deshalb eine große Impfkampagne durchgeführt: Im ganzen Land waren 6.000 Impfhelfer unterwegs. So erreichte UNICEF auch die Kinder, die kein Krankenhaus in der Nähe haben oder die in abgelegeneren Gebieten leben.

Hudaida: Hilfsgüter-Lieferungen in Gefahr

Ein UNICEF-Boot mit Hilfsgütern erreicht den Hafen der Stadt Hudaida. Täglich kommen in diesem Hafen lebenswichtige Hilfsgüter an – zum Beispiel Medikamente, Spezialnahrung gegen Unterernährung und Hygiene-Sets.
© UNICEF/UN0216981/Ayyashi

Der Großteil der UNICEF-Hilfsgüter wird über die Hafenstadt Hudaida in den Jemen gebracht. Millionen von Kindern im gesamten Land sind auf diese Lieferungen angewiesen, um zu überleben. In Hudaida und dem direkten Umkreis leben mindestens 300.000 Kinder. Seit Anfang Juni steht Hudaida unter Beschuss. Die Versorgung des ganzen Landes wird durch die Gefechte extrem erschwert. 

Drohende Hungersnot

1,8 Millionen Kinder im Jemen hungern und leiden an Mangelernährung (auch Unterernährung genannt). 400.000 von ihnen sind sogar schwer mangelernährt – diese Mädchen und Jungen kämpfen um ihr Leben. Es droht eine Hungersnot. Allein in diesem Jahr hat UNICEF schon über 100.000 Kindern mit schwerer akuter Mangelernährung geholfen (Stand: Juli 2018). Die Kinder werden in therapeutischen Ernährungszentren mit speziellen Nahrungsmitteln behandelt. Durch die Spezialnahrung kommen sie schnell wieder zu Kräften.

Sauberes Trinkwasser

In vielen Regionen des Jemen ist die Trinkwasserversorgung völlig zusammengebrochen. Aber dank der UNICEF-Nothilfe haben mittlerweile fast sechs Millionen Jemeniter wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser. UNICEF repariert Leitungen, baut Brunnen und wartet Wasserwerke, um die Wasserversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen. Dennoch hat noch immer die Hälfte aller Kinder im Jemen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser oder sanitären Anlagen.

Kinder im Jemen: Große psychische Belastung

Viele Mädchen und Jungen im Jemen sind schwer traumatisiert. Krieg, Gewalt und Hunger belasten die Kinder psychisch enorm. Unsere Nothilfe hat bisher rund 300.000 Kinder und Jugendliche mit Spiel-, Gesprächs- und Betreuungsangeboten erreichen können.

Ein Bild der Verwüstung: Zahllose Häuser im Jemen sind kompett zerstört. Immer mehr Menschen werden Opfer des Terrorismus im Jemen. Viele müssen ihr Zuhause verlassen und leben als Flüchtlinge im eigenen Land.
© UNICEF/UN018344/Omar Ba Rashid

SPENDEN FÜR DEN JEMEN

Drei Millionen Kinder im Jemen kennen nichts anderes als Krieg. Sie wurden im Krieg geboren und wachsen unter widrigsten Umständen auf. Ein normales Leben ist nicht möglich. Es fehlt den Mädchen und Jungen an allem: Nahrung, Schulunterricht, medizinischer Versorgung. Eine ganze Generation droht, verloren zu gehen. Diese Kinder benötigen dringend Ihre Hilfe.

Nahrhafte Erdnusspaste für ein Kind für einen Monat
Drei Erste-Hilfe-Sets mit Medikamenten, Impfstoffen und Verbänden
50 Kanister für je 20 Liter Trinkwasser

Mit UNICEF gegen den Hunger im Jemen

Ruba ist in einer der ärmsten Regionen des Jemen geboren. Sie kam während des brutalen Krieges schwach und mangelernährt zur Welt. Die ersten zwei Lebensjahre liegen nun hinter ihr. Aber noch immer kämpft sie um ihr Überleben. Ruba hat es verdient, gesund zu sein und genug zu essen zu haben – so wie jedes Kind dieser Welt!

Ruba ist eins der vielen Kinder, die während des brutalen Kriegs im Jemen zur Welt kamen. In ihrem Leben hat sie bisher nichts anderes kennengelernt als Gewalt, Krankheit und Hunger.
© UNICEF/Jemen/2018

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, Kinderleben wie das von Ruba zu retten.

Ihre Spende rettet Leben!

Die meisten Kinder im Jemen überleben mittlerweile nur noch durch Hilfsgüter und humanitäre Hilfe von Organisationen wie UNICEF. Wir bringen die Hilfe dank der Spenden direkt zu den Kindern im Jemen.

Bitte helfen Sie jetzt und unterstützen Sie uns, möglichst viele Kinder im Jemen schnell zu erreichen. Wir dürfen die Menschen im Jemen nicht vergessen. Vielen Dank!
© UNICEF/UN0219931

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Flüchtlingen helfen

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