Drohende Hungersnot im Jemen – jetzt spenden

HUNGER GEFÄHRDET DAS LEBEN DER KINDER

1,8 Millionen Kinder im Jemen leiden Hunger. Für 400.000 Kinder unter fünf Jahren ist der Hunger gar lebensbedrohlich: Sie sind so stark unterernährt, dass sie jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. 

Und die Situation in dem Bürgerkriegsland spitzt sich weiter zu: Marc Lowcock, Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen, hat vor dem UN-Sicherheitsrat vor einer drohenden Hungersnot gewarnt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung, das sind etwa 14 Millionen Menschen, könnte bald davon betroffen sein – wenn nicht jetzt gehandelt wird.

Mit Spezialnahrung gegen den Hunger

Wir sind an der Seite der Kinder. Unsere Helfer behandeln die unterernährten Mädchen und Jungen mit therapeutischer Spezialnahrung in Form von zum Beispiel Erdnusspaste oder Spezialmilch. Beide sind besonders nährstoff- und kalorienreich. Sie stillen den Hunger und geben den Kindern schnell neue Kraft. In diesem Jahr wurden bereits 420.000 Kinder, die an akuter Mangelernährung leiden, auf diese Weise behandelt.

Eines von ihnen ist Yahya (unten im Bild auf dem Arm seines Vaters). Täglich kämpft er gegen den Hunger und um sein Überleben. Lesen Sie seine Geschichte in unserer Fotostrecke!

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, Kinder wie Yahya vor dem Hungertod zu retten. Schon ein kleiner Beitrag kann dabei einen großen Unterschied machen:

Nahrhafte Erdnusspaste für ein Kind für einen Monat
Drei Erste-Hilfe-Sets mit Medikamenten, Impfstoffen und Verbänden
50 Kanister für je 20 Liter Trinkwasser

Ärzte behandeln mangelernährte Kinder

Jeden Tag sterben im Jemen Mädchen und Jungen an Hunger. Doch es ist schwierig, konkrete Zahlen zu nennen, denn viele Menschen sterben allein zuhause. Das Gesundheitssystem ist nahezu zusammengebrochen. "Nur die Hälfte der Krankenhäuser ist in Betrieb", sagt Lowcock. Die Angestellten im Gesundheitswesen wurden vor zwei Jahren das letzte Mal bezahlt. Zudem sind viele Jemeniten zu arm, um sich behandeln zu lassen.

Wir unterstützen Krankenhäuser, in denen Kinder behandelt werden, die zum Beispiel an Mangelernährung oder Cholera leiden. 

Ein Arzt untersucht ein mangelernährtes Mädchen. Das Krankenhaus wird von UNICEF unterstützt.
© UNICEF/UN0252091/Abdulbaki

Trinkwasser wird unbezahlbar

Durch die schwere Wirtschaftskrise im Land können sich immer mehr Menschen selbst einfachste Lebensmittel nicht mehr leisten. Jemen ist ein wasserarmes Land. In vielen Teilen des Landes muss das Wasser aus Bohrlöchern gepumpt werden, die bis zu 1,5 Kilometer tief sind. Dadurch wird sauberes Wasser sehr teuer. Viele Familien haben kein Geld mehr, um Trinkwasser für sich und ihre Kinder zu kaufen.

HUNGER, CHOLERA UND ANHALTENDE GEWALT

Nicht nur Hunger und Durst, auch Gewalt und Krankheiten bedrohen das Leben der Kinder. Diejenigen, die im Krieg Schreckliches erlebt haben, brauchen psychosoziale Betreuung. " Jemen ist momentan eine lebendige Hölle für Kinder – für jedes Mädchen und jeden Jungen im Land", sagte Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor im Jemen und den benachbarten Ländern, Anfang November.

Kinder mit Impfungen schützen

Manche Kinder im Jemen erkranken an Diphtherie – einer gefährlichen Krankheit, die durch eine einfache Impfung zu vermeiden wäre. Schon vor dem Krieg war ein großer Teil der Kinder im Jemen nur unzureichend geimpft. Durch das kaputte Gesundheitssystem werden jetzt noch weniger Impfungen durchgeführt, sodass die Kinder vielen Krankheiten schutzlos ausgeliefert sind.

Die schlimmste gesundheitliche Bedrohung für die Kinder ist aktuell die Cholera: Mehr als 1,1 Millionen Menschen sind im Jemen daran erkrankt, davon rund 320.000 Kleinkinder. Die aktuellen Cholera-Ausbrüche werden im Rahmen unserer Nothilfe medizinisch aufgefangen mit Durchfallmitteln, Cholera-Betten, Betreuung und Beratung für Millionen Menschen im ganzen Land. Um die Kinder vor einer Ansteckung zu schützen, führen wir Schluckimpfungen durch. Anfang Oktober haben wir in nur sechs Tagen mehr als 300.000 Kinder mit unseren Cholera-Impfungen erreicht.

Ein kleiner Schluck – aber ein großer, lebenswichtiger Schutz für die Kinder im Jemen: Wir führen Impf-Kampagnen gegen die Cholera durch, damit die Kinder sich nicht mit der gefährlichen Krankheit anstecken.
© UNICEF/UN0240853/Saeed

Kein Ende der Gewalt

Als seien die drohende Hungersnot und die Cholera noch nicht genug, werden immer wieder Kinder im Jemen Opfer von Gewalt. Fünf Kinder werden durchschnittlich jeden Tag getötet oder verletzt – seit Ausbruch des Konfliktes im März 2015 sind Tausende unschuldige Kinder gestorben. Viele Mädchen und Jungen sind durch ihre Kriegserlebnisse traumatisiert. Im Rahmen unserer Nothilfe haben bisher rund 300.000 Kinder und Jugendliche Spiel-, Gesprächs- und Betreuungsangebote bekommen.

Wie erleben die Kinder den Krieg? Und was wünschen sie sich? In unserem Blogbeitrag kommen Kinder aus dem Jemen im Video zu Wort.

Ein Bild der Verwüstung: Zahllose Häuser im Jemen sind kompett zerstört. Immer mehr Menschen werden Opfer des Terrorismus im Jemen. Viele müssen ihr Zuhause verlassen und leben als Flüchtlinge im eigenen Land.
© UNICEF/UN018344/Omar Ba Rashid

SCHÜTZEN SIE KINDER VOR HUNGER

Um die drohende Hungersnot im Jemen zu verhindern, wollen wir alle Kinder erreichen. Mit Ihrer Unterstützung können wir die Mädchen und Jungen vor Hunger und akuter Mangelernährung schützen. Wir bringen die Hilfe dank der Spenden direkt zu den Kindern im Jemen.

Bitte helfen Sie jetzt und unterstützen Sie uns, möglichst viele Kinder im Jemen schnell zu erreichen. Wir dürfen die Menschen im Jemen nicht vergessen. Vielen Dank!
© UNICEF/UN0188083/Mohammed

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