UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Ein kleiner Junge rollt über einen Ball in einer "Blue Dot"-Anlaufstelle in Rumänien.
© UNICEF/UN0627868/HolergaUNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Ein kleiner Junge rollt über einen Ball in einer "Blue Dot"-Anlaufstelle in Rumänien.
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So hilft UNICEF Kindern aus der Ukraine: 7 hoffnungsvolle Geschichten

Der Krieg in der Ukraine hält an. Wir von UNICEF bleiben für die Kinder und Jugendlichen im Einsatz. In den letzten Monaten konnten wir bereits wichtige Hilfe leisten – auch dank unserer Unterstützer*innen in Deutschland.



von Caroline Dohmen

Für Kinder und Jugendliche ist die Lage durch den Krieg in der Ukraine nach wie vor dramatisch. Jeden Tag erleben Mädchen und Jungen Gewalt oder müssen überstürzt ihr Zuhause verlassen, um sich vor Angriffen zu schützen. Viele sind durch das Erlebte traumatisiert. Sie brauchen Sicherheit, Unterstützung – und vor allem endlich Frieden!

Wir von UNICEF sind in der Ukraine und den Nachbarländern vor Ort, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Seit der Eskalation des Krieges im Februar haben wir unsere Hilfe stark ausgeweitet. Auch wenn die sich schnell verändernde Situation im Land und die Sicherheitslage unsere Arbeit teilweise vor Herausforderungen stellen, fest steht: Wir bleiben vor Ort und helfen den Kindern weiterhin!

Geschichten der UNICEF-Hilfe in der Ukraine und den Nachbarländern

In den letzten Monaten konnten wir wichtige Hilfe für Kinder und ihre Familien leisten – auch dank der Spenden unserer Unterstützer*innen in Deutschland. Hier stellen wir Ihnen nun einige Geschichten der UNICEF-Hilfe vor. Sie machen Hoffnung und zeigen, wie wir Kinder in der Ukraine weiterhin unterstützen.

UNICEF-Hilfspakete versorgen Familie Pyvovar mit dem Nötigsten

Helfen Sie Kindern aus der Ukraine!

Die Lage ist entsetzlich, Kinder und Familien brauchen dringend unsere Hilfe. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Als ihr Wohngebiet und Garten unter Beschuss gerät, sieht die vierköpfige Familie Pyvovar keinen anderen Ausweg als zu fliehen. „Nichts ist so viel wert wie die Sicherheit unserer Kinder“, sagt Valentina, die Mutter der Zwillingsbrüder Vlad und Bohdan. In einem Gesundheitszentrum in der Nähe von Charkiw findet die Familie zusammen mit anderen Zuflucht. Hier unterstützen freiwillige Helfer*innen die Eltern und Kinder.

Als ein Laster vor dem Gesundheitszentrum ankommt, warten die Familien gespannt mit den Kindern. Im Laster stapeln sich Hilfspakete von UNICEF. Was da wohl drin ist?

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Familie mit zwei Kindern steht vor einem Gesundheitszentrum in Charkiw.

Familie Pyvovar mit den siebenjährigen Zwillingsbrüdern Vlad und Bohdan sind vor schweren Angriffen in ihrem Heimatort geflohen. In einem Gesundheitszentrum nahe Charkiw sind sie erst einmal untergekommen.

© UNICEF/UN0663684/Pashkina
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Kinder nehmen Hilfspakete von UNICEF entgegen.

Die Zwillingsbrüder Vlad und Bohdan nehmen zwei Hilfspakete aus dem Laster entgegen.

© UNICEF/UN0663679/Pashkina
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Familie packt das UNICEF-Hilfspaket aus.

Eltern und Kinder packen gemeinsam das Nothilfepaket aus. Die Hilfspakete von UNICEF sind mit den Dingen ausgestattet, die Familien in Not am meisten brauchen.

© UNICEF/UN0663675/Pashkina

Die Nothilfepakete von UNICEF versorgen Familien in Krisensituationen mit dem Nötigsten: mit Hygieneartikeln wie Toilettenpapier und Binden, Unterwäsche, einem Wassereimer und Wasserreinigungstabletten für sauberes Trinkwasser, wärmenden Decken und anderen grundlegenden Dingen. Jedes Set ist abgestimmt auf die Bedürfnisse einer fünfköpfigen Familie mit drei Kindern.

Seit Ausbruch des Krieges hat UNICEF bereits etliche Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert. Neben den Nothilfepaketen stellen wir auch lebensrettende medizinische Hilfsgüter, Lernmaterialien. provisorische Zelte oder Covid-19-Tests bereit. 

Die Hilfsgüter werden von unserem zentralen UNICEF-Warenlager in Kopenhagen in die Ukraine und Nachbarländer wie Polen, Moldau oder Rumänien geliefert und dann weiter verteilt. In folgendem Video erklärt unsere Kollegin Paloma den Weg der Hilfsgüter zu geflüchteten Familien (Stand: Juli 2022 | Video in englischer Sprache): 

Ärztin Iryna leistet lebensrettende Hilfe für Neugeborene

Die ukrainische Ärztin Iryna Kondratova hilft den ganz Kleinen: Als Leiterin eines Entbindungszentrums in Charkiw kümmert sie sich um Neugeborene und ihre Mütter. Als der Krieg im Februar eskalierte, nahm das Gesundheitszentrum Tausende Mütter und ihre Neugeborenen auf, die nirgendwo anders hingehen konnten.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Doktor Iryna sitzt in einem Krankenwagen, den UNICEF zur Verfügung gestellt hat.

Iryna Kondratova hatte schon als Kind den Traum Ärztin zu werden. Trotz des Krieges, der ihre Arbeit schwieriger macht, hat sie ihre Entscheidung keine Sekunde bereut.

© UNICEF/UN0692859/Pashkina

Für viele Frauen wurde das Entbindungszentrum so während des Kriegs zu einem Zuhause. So war es auch bei Tetiana. Während die Sirenen der Luftangriffe ertönten, floh sie hochschwanger in die Klinik, auch ihre achtjährige Tochter Hanna nahm sie mit. Dank Iryna und ihrem medizinischen Team konnte sie ihre zweite Tochter sicher auf die Welt bringen. Im Anschluss bleib sie weitere Monate in ihrem Zufluchtsort.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine junge sitzt neben ihrem Neugeborenen in einer Babyschale.

Tetiana neben ihrem Baby Alina. Sie ist erleichtert, dass sie ihre kleine Tochter sicher auf die Welt bringen konnte.

© UNICEF/UN0644084/Filippov

UNICEF hat Iryna und ihr Team mit lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung unterstützt, wie Brutkästen, einem Krankenwagen, Medikamenten und Besteck für die Geburtshilfe. Für Iryna ist ein mobiler Brutkasten besonders hilfreich. Er hält die Neugeborenen warm, ist schalldicht und kann bis zu acht Stunden ohne weitere Stromversorgung arbeiten. Das ist während des Kriegs besonders wichtig, wenn Klinikpersonal und Patient*innen im Keller schnell Schutz suchen müssen.

Im ganzen Land versorgt UNICEF zusammen mit Partnern Kliniken mit wichtigen Medikamenten und medizinischem Zubehör, um die Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten. So konnten durch die Unterstützung von UNICEF schon über vier Millionen Menschen seit Februar erreicht werden (Stand: September 2022). Mit mobilen Teams aus Ärzt*innen Pflegekräften und Psycholog*innen versorgen wir zudem Kinder und Familien in Schutzräumen oder schwer erreichbaren Gebieten. 

Hilfe für geflüchtete Familien: Andrei kann seinen Geburtstag feiern

Für Andrei ist der 08. April ein ganz besonderer Tag, denn da hat er Geburtstag. Dieses Jahr ist alles anders. Wegen des Kriegs in der Ukraine ist er zusammen mit seiner Schwester und Mutter auf der Flucht. Über den Schritt, ihr Zuhause zurückzulassen, musste Andreis Mutter Olena nicht lange nachdenken: „Es gibt keinen Grund, traurig wegen des Hauses zu sein. Es gibt nichts wichtigeres als meine Kinder". 

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Familie passiert die Grenze von der Ukraine nach Rumänien.

Olena ist mit ihren beiden Kindern Andrei und Anastasia vor dem Krieg in der Ukraine nach Rumänien geflohen.

© UNICEF/UN0627060/Nicodim

Die Familie sucht im Nachbarland Rumänien Schutz und Sicherheit. In einer von UNICEF eingerichteten "Blue Dot"-Anlaufstelle kann die Familie direkt hinter der Grenze erst einmal durchatmen. Hier erhalten sie eine erste Notversorgung und wichtige Informationen für die Weiterreise. Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort geben ihr Bestes, dass Andrei seinen sechsten Geburtstag doch noch ein bisschen feiern kann. Sie verwandeln einen Donut in einen Geburtstagskuchen und blasen Luftballons auf. Er und seine Schwester dürfen außerdem Spielsachen und ein Kuscheltier mitnehmen, die sie auf ihrer weiteren Reise begleiten werden. 

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Andrei bekommt zu seinem Geburtstag einen improvisierten Geburtstagskuchen

UNICEF-Helfer*innen überraschen Andrei zu seinem sechsten Geburtstag mit einem improvisierten Geburtstagskuchen.

© UNICEF/UN0627042/Nicodim
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Zwei Geschwister zeigen ihre Spielsachen

Andrei und seine Schwester Anastasia zeigen ihre neuen Spielsachen, die sie in der "Blue Dot"-Anlaufstelle erhalten haben. 

© UNICEF/UN0627040/Nicodim
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Anastasia nimmt ihren Bruder Andrei in den Arm.

Mit dem Kuschel-Lama in einem Arm drückt die elfjährige Anastasia ihren Bruder Andrei liebevoll an sich. Die Geschwister machen sich nach dem kurzen Stopp in der "Blue Dot"-Anlaufstelle bereit für die Weiterreise.

© UNICEF/UN0627046/Nicodim

Die "Blue Dot"-Anlaufstellen stehen an zentralen Knotenpunkten entlang der Fluchtrouten, um möglichst viele Familien in Not zu erreichen. In den Anlaufstellen erhalten die Familien wichtige und ganz praktische Informationen, etwa zur Registrierung oder zu Busverbindungen weiter ins Landesinnere. Mütter und Kinder haben hier einen geschützten Raum, beispielsweise zum Stillen. Ältere Mädchen und Jungen können spielen. Das hilft ihnen, das Erlebte zu verarbeiten und gibt ihren Müttern eine kurze Pause. 

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"Blue Dots": Hilfe für geflüchtete Kinder aus der Ukraine

Die "Blue Dots" helfen auch dabei, unbegleitete oder von ihren Eltern getrennte Kinder zu identifizieren und ihren Schutz zu gewährleisten. UNICEF hat zusammen mit Partnern bisher insgesamt 39 "Blue Dot"-Anlaufstellen in sieben europäischen Ländern für die geflüchteten Familien aus der Ukraine eingerichtet (Stand: September 2022). Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass geflüchtete Kinder in den Ankunftsländern lernen können und Zugang zu medizinischer Grundversorgung sowie Schutzimpfungen haben.

Ein neuer Start für Anna und ihre Familie

Anna lebt mit ihrem Mann Oleksandr und ihren drei Kindern Dania, Timur und Makar im Dorf Dymer nahe Kiew. Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, geriet auch ihr Dorf unter Beschuss – für mehr als einen Monat.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Mutter aus der Ukraine mit ihrem jüngsten Sohn auf dem Schoß.

Bild 1 von 2 | Anna ist Mutter von drei Kindern. Ihr ihrer jüngsten Sohn Makar, den sie hier auf dem Arm hält, ist erst ein Jahr alt.

© UNICEF/UN0693229/Boiko
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Kinder spielen mit ihrem Vater Fußball.

Bild 2 von 2 | Die älteren Jungen - Danylo (10) und Timur (8) - verstanden sofort, was los war, als der Krieg begann. In der Schule hatte die Lehrerin ihnen erklärt, was im Falle eines Angriffs zu tun sei.

© UNICEF/UN0693245/Boiko

Die Zeit war für die Familie furchtbar: Eltern und Kinder schliefen in ihren Kleidern und rannten bei jedem Angriff so schnell es ging in den Keller, um Schutz zu suchen. Lebensmittel und Trinkwasser wurden immer knapper. Durch die Angriffe wurde auch die Fabrik zerstört, in der Oleksandr arbeitete. Dadurch verlor er seinen Job, die einzige Einkommensquelle der Familie, und das Geld reichte ebenfalls nicht mehr.

Wir hatten keinen Handyempfang, keinen Strom, kein Wasser, es war hart.

Anna aus Dymer, in der Nähe von Kiew
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Mutter aus der Ukraine mit ihrem jüngsten Sohn auf dem Schoß.
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Cash Transfers in Afghanistan und weltweit: Warum Bargeld auch ein Hilfsgut ist

Vielen Familien aus der Ukraine geht es so wie Annas. Sie haben durch den Krieg kein Einkommen und keine Ersparnisse mehr. Ihre Lebensgrundlage ist weg. Um sie zu unterstützen, hat UNICEF ein so genanntes Cash-Assistance-Programm gestartet. Im Rahmen dieses Programms zahlen wir Bargeldhilfen an Familien aus der Ukraine aus, die durch den Krieg schwer getroffen wurden. Sie können das Geld flexibel für die Dinge einsetzen, die sie am dringendsten benötigen. Bis jetzt konnte so schon mehr als 600.000 besonders schutzbedürftigen Familien mit Kindern geholfen werden (Stand: September 2022). Eine davon ist Annas Familie. Sie erinnert sich: "Es half uns die Zeit zu überbrücken, bis mein Mann seinen Job zurückbekam".

Hilfe bei den Abschlussprüfungen: Daria will studieren

Daria ist siebzehn Jahre alt. Eigentlich hatte sie geplant, dieses Jahr nach ihrem Schulabschluss ein Studium an einer Universität in der Ukraine, in Lwiw oder Kiew, zu beginnen. Doch seit dem Krieg ist alles anders: "Der Krieg hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt", sagt die Schülerin. Wie Daria leiden Hunderttausende Schüler*innen aus der Ukraine unter der unischeren Zukunft. Viele sind demotiviert.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Porträt von Daria, einer Schülerin aus der Ukraine.

Die siebzehnjährige Daria hatte große Pläne dieses Jahr. Doch der Krieg stellte ihr Leben auf den Kopf.

© UNICEF/UN0690914/Herasimyuk

Während der Krieg viele Träume der Schüler*innen zunichte macht, geben ihnen Bildung und gemeinsames Lernen wieder Hoffnung. Als Vorbereitung auf die landesweiten Abschlussprüfungen haben wir von UNICEF zusammen mit unseren Partnern Schulungen angeboten – sowohl als Online-Kurs als auch als Präsenzveranstaltung. Hier erhalten die Schüler*innen Unterricht über ukrainische Sprache, Geschichte und Mathematik.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Lehrerin spricht mit drei Schülerinnen.

Bei Tetiana lernen Daria und die anderen Schüler*innen in Kleingruppen ukrainische Geschichte – eines von drei Fächern der Abschlussprüfung.

© UNICEF/UN0690925/Herasimyuk

"Die Kurse sind sehr interessant und die Lehrer*innen gehen individuell auf mich ein", sagt Daria, die ebenfalls teilnimmt. Sie geben ihr die Motivation weiterzumachen und für ihre Träume zu kämpfen. Sie plant nun, im Ausland zu studieren.

Viele Schulen in der Ukraine wurden bei Angriffen zerstört, etliche Kinder mussten mit ihren Familien fliehen. Wir arbeiten mit den Regierungen in der Ukraine und den Nachbarländern zusammen, damit alle Kinder und Jugendlichen möglichst schnell Zugang zu Bildung haben. Denn Bildung ist ein wichtiger Grundstein dafür, dass Kinder ihre Fähigkeiten entfalten können und faire Zukunftschancen haben. So setzen wir uns dafür ein, dass zerstörte Schulen möglichst schnell wieder aufgebaut werden, entwickeln alternative Lernangebote wie Online-Kurse, schulen Lehrpersonal und verteilen Laptops, Tablets und Lernmaterialien.

Andriy: per Chat zum neuen Zuhause

Für den 13-jährigen Andriy brach durch den Krieg eine Welt zusammen: Als die Kämpfe seine Heimatstadt Izyum in der Region Kharkivska erreichten, war alles sehr unübersichtlich. Über Nacht brach der Kontakt zu seiner Pflegefamilie ab. Auch Monate später hat er nichts von seiner Familie gehört: "Ich habe zwei Brüder, ich weiß nicht wie es ihnen geht", sagt Andriy.

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Junge sitzt mit seinen Pflegeeltern auf der Couch.

Wie eine ganz normale Familie: Bei Oleksandr und Lyudmila hat Andriy vorübergehend ein Zuhause gefunden. 

© UNICEF/UN0702557/Pashkina

 

Dank Lyudmilla und Oleksandr Loginovs konnte der 13-Jährige schnell ein Zuhause für den Übergang finden. Das Ehepaar erfuhr von Andriys Schicksal über den "Leave No Child Alone"-Chatbot von UNICEF. Der Chatbot hilft dabei, Kinder, die von ihrer eigenen Familie getrennt wurden, schneller mit Familien zusammenzubringen, die sie temporär aufnehmen können.

Wir müssen uns in schwierigen Zeiten gegenseitig helfen. Vor allem, wenn es um Kinder geht, die Hilfe suchen.

Oleksandr aus Charkiw
UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Eine Junge sitzt mit seinen Pflegeeltern beim Kaffeetrinken am Tisch.

 Bei seiner neuen Pflegefamilie lebte Andrei sich gut ein. In seiner Freizeit fährt er gerne Fahrrad, trifft sich mit seinen neuen Freunden und leistet Freiwilligenarbeit. Bald wird er eine neue Schule besuchen. Er sagt, sein größter Traum sei es, seine Brüder wiederzusehen.

Kinder, die unbegleitet unterwegs sind oder während des Kriegs oder auf der Flucht von ihren Familien getrennt werden, sind besonders schutzbedürftig. Sie sind in Gefahr, Opfer von Gewalt oder Menschenhandel zu werden. Deshalb müssen unbegleitete Kinder besonders schnell identifiziert werden und Unterstützung erhalten.

Einfach nur Kind sein: Dasha kann im Summercamp durchatmen

Der Krieg bedeutet eine enorme Belastung für die Kinder und Jugendlichen. Nachdem Dasha mit ihrer Familie den schweren Angriffen in ihrer Heimatstadt entkommen konnte, war sie endlich in Sicherheit. Doch das Mädchen konnte das Erlebte nicht vergessen. Sie sprach kaum noch, vernachlässigte ihre Hobbies und war am liebsten alleine. 

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Dasha kuschelt sich an ihren Vater Oleksander.

Oleksander hält seine Tochter Dasha fest im Arm. Nach ihrer Flucht kann das Mädchen das Erlebte nicht vergessen.

© UNICEF/UN0697176/Hudak

Das änderte sich während des Sommers: Nach Monaten der Angst und Verzweiflung besuchte Dasha mit ihrem Vater ein Summercamp. Das sogenannte Spilno-Summercamp wurde von unseren UNICEF-Kolleg*innen zusammen mit Partnern organisiert und ist ein kinderfreundlicher Ort, an dem die Kinder und Jugendlichen zusammen spielen, lernen und neue Freunde finden können. Außerdem erhalten sie wichtige Informationen zu Themen wie Gesundheit, Gefahr durch Minen und Umweltschutz.

Dasha blühte von Tag zu Tag mehr auf: "Ich fühle mich großartig. Ich bin glücklich, ich habe viele Freunde gefunden. Ich lebe so, wie ich früher gelebt habe", erzählt das Mädchen. 

UNICEF | Hilfe für Kinder in der Ukraine: Kinder basteln während des Summercamps Poster.

Dasha nimmt mit anderen Kindern während des Summercamps an einem Workshop zu gesunder Ernährung teil.

© UNICEF/UN0697178/Hudak

Im Rahmen des Spilno-Programms richtet UNICEF in der ganzen Ukraine verteilt kinderfreundliche Orte ein. Hier erhalten Familien und Kinder psychosoziale Unterstützung, Zugang zu sauberem Wasser und Bildungsangebote. Sie werden beraten und ihnen wird zugehört. Die „Spilno-Spots“ geben den Kindern einen Raum, in dem sie inmitten des Krieges das Erlebte verarbeiten und einfach nur Kind sein können. In der gesamten Ukraine gibt es jetzt 170 kinderfreundliche "Spilno-Spots" (Stand: September 2022).

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Spendenzweck
Ukraine-Krieg: Millionen Kinder brauchen humanitäre Hilfe
Info

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Sie möchten mehr UNICEF-Blogs zur Ukraine lesen? In unseren Blogbeiträgen zur Ukraine schildern wir die aktuelle Situation der Kinder, geben Tipps, wie man mit Kindern über den Krieg sprechen kann, und erklären Ihnen, wie sich der Konflikt über die Jahre entwickelt hat.

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UNICEF-Autorin Caroline Dohmen
Autor*in Caroline Dohmen

Caroline Dohmen ist Themenredakteurin im UNICEF-Newsroom und bloggt über die aktuelle Situation von Kindern und die Arbeit von UNICEF weltweit.