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Fotoreportagen

Fotos und Videos: So hilft UNICEF jetzt Kindern in der Ukraine und den Nachbarländern

Die Lage der Kinder aus der Ukraine ist dramatisch. Ihre Situation verschlechtert sich mit jedem Tag, den der Krieg andauert. Wir von UNICEF sind in der Ukraine und den Grenzregionen der Nachbarländer für die Mädchen und Jungen im Einsatz. Doch welche Hilfe ist jetzt möglich? Sehen Sie selbst!

Dienstag, 22.03.2022, 14:35 Uhr

von Laura Sandgathe  •  0 Kommentare

Es ist klar: Die Kinder aus der Ukraine brauchen vor allem Frieden. Jetzt! Wir von UNICEF fordern einen sofortigen Waffenstillstand. 

Doch solange der Krieg andauert, brauchen die Mädchen und Jungen dringend akute Nothilfe. Die Lage ändert sich schnell, Sicherheit und fehlender Zugang erschweren die Arbeit. Wir bewerten die Situation ständig neu und passen unsere Hilfsmaßnahmen an. Vielen Dank an die zahlreichen Spender*innen aus Deutschland, die unseren Einsatz für Kinder unterstützen!

Diese Hilfe leistet UNICEF jetzt für Kinder aus der Ukraine

Wir liefern lebensrettende Hilfsgüter

Helfen Sie Kindern aus der Ukraine!

Die Lage ist entsetzlich, Kinder und Familien brauchen dringend unsere Hilfe. Vielen Dank.

Der Bedarf an humanitärer Hilfe in der Ukraine steigt rapide. Wir sind gemeinsam mit unseren Partnern weiter vor Ort im Einsatz, um trotz der Kämpfe eine Versorgungskette mit Hilfsgütern für Kinder und Familien aufzubauen.

Bis zum 17. März haben wir 85 Trucks mit 858 Tonnen Hilfsgütern auf den Weg zu den Kindern und Familien geschickt. 78 Trucks gehen in die Ukraine, davon sind 34 bereits angekommen. Sieben Trucks fuhren Hilfsgüter in die Nachbarländer. 

Auf ihrem Weg zu den Kindern passieren die Pakete mit den Hilfsgütern mehrere Stationen. Eine ist unser Warenlager in der westukrainischen Stadt Lwiw. Sehen Sie im Video, wie dort eine Lieferung ankommt und werfen Sie mit unseren Kollegen einen Blick in die Pakete.

Lernmaterial und Spielzeug, Medikamente und medizinisches Gerät für die Geburtshilfe: 3 Beispiele dafür, was in den Hilfsgüter-Paketen drin ist.

Krieg in der Ukraine: UNICEF liefert Spielzeug für die Kinder

Das ist drin: unter anderem Spielsachen, Stifte und Lernmaterial. Diese Kiste wurde in ein Kinderkrankenhaus in Kiew geliefert.

© UNICEF/UN0606255/Filippov
Krieg in der Ukraine: Medikamente in einem UNICEF-Hilfspaket

Diese Medikamente haben wir ebenfalls in das Kinderkrankenhaus in Kiew gebracht.

© UNICEF/UN0606259/Filippov
Ukraine Krieg: Ein UNICEF-Hilfspaket mit medizinischem Gerät für Geburten

Dieses Paket enthält medizinisches Gerät, um zum Beispiel Mütter und Babys bei der Geburt zu unterstützen. 

© UNICEF/UN0604083/Boyko

Zudem verteilen wir Decken für Mädchen und Jungen, die auf der Flucht sind oder während der Angriffe zum Beispiel in U-Bahn-Stationen ausharren müssen.

Dieses Mädchen und ihre Familie sind aus Ismail in der Nähe von Odessa nach Rumänien geflüchtet. 

© UNICEF/UN0599548/Moldovan

Auch warme Kleidung wird gebraucht, denn Kinder auf der Flucht haben oft nicht ausreichend Kleidung dabei. Wir liefern warme Jacken, Hosen, feste Schuhe und mehr.

Krieg in der Ukraine: Ein UNICEF-Paket mit warmer Kleidung für Kinder

UNICEF-Mitarbeiter Omar Rjial packt im Warenhaus in Lwiw ein Paket mit Winterkleidung für Kinder aus der Ukraine aus.

© UNICEF/UN0609486/Moskaliuk

Die Wassereimer unten auf dem Foto sind Teil der Hygiensets, die wir für Kinder und ihre Familien bereitstellen. Jedes Set ist abgestimmt auf die Bedürfnisse einer fünfköpfigen Familie mit drei Kindern und enthält einen Wassereimer, ein Töpfchen für Kleinkinder, Seife, Wasserreinigungstabletten, Binden, Unterwäsche, Waschmittel und eine Taschenlampe. Eine Taschenlampe? Ja! Die Kinder können sie zum Beispiel benutzen, wenn bei einem Angriff der Strom ausfällt oder wenn sie während der Flucht nachts auf die Toilette müssen. 

Krieg in der Ukraine: Wassereimer sind Teil der Hygienesets für Kinder und Familien

Helfer*innen packen Wassereimer in die Hygienesets für Kinder und Familien.

© UNICEF/UN0606650/Asamoah

Ganz besondere Hilfsgüter: Wir helfen bei der Versorgung Neugeborener

Wir helfen auch Babys, die in diesen Tagen inmitten des Kriegsgeschehens in ihr Leben starten. Ein konkretes Beispiel: UNICEF hat lebensrettende medizinische Ausrüstung sowie Erste-Hilfe-Sets an 14 Krankenhäuser in Lwiw, Kiew, Tschernihiw, Mykolajiw und Schytomyr verteilt. Mit diesen Hilfsgütern können 4.000 Schwangere und Neugeborene sowie 200.000 Menschen versorgt werden. Sie helfen Müttern wie Yuliya (38) und ihrem Baby Vera. Yuliya musste im Keller eines Krankenhauses in Kiew entbinden. "Wir sitzen hier im Keller, wir haben geweint", sagt sie. "Ich danke Gott und den Ärzten, dass ich jetzt mein Baby habe und noch am Leben bin."

Gemeinsam mit der Regierung von Kiew haben wir von UNICEF unter anderem Sauerstoffgeräte, Waagen, Kittel und Handschuhe zur Verfügung gestellt. Sie werden eingesetzt für die Frauen während der Geburt, neugeborene Babys und Frühchen.

Ukraine Krieg: Ein Baby wird mit einer von UNICEF bereitgestellten Waage gewogen

Entwickelt sich das Baby gut? Die Ärzt*innen überprüfen das Gewicht des Neugeborenen. Die Waage dazu lieferte UNICEF.

© UNICEF/UN0604107/Boyko
Krieg in der Ukraine: Geburtsstation im Keller eines Krankenhaus in Kiew

Hier, im Keller des Krankenhauses, kommen nun Babys zur Welt.

© UNICEF/UN0604232/Ratushniak
Krieg in der Ukraine: Eine Mutter hält schützend ihr Neugeborenes

Liebevoll schaut Yuliya ihr Baby an. "Ich hoffe, dass wir alle überleben. Ich wünsche mir Frieden", sagt sie.

© UNICEF/UN0604116/Boyko

>> Die ganze Geschichte über Yuliya, ihr Baby Vera und den beeindruckenden Einsatz der Helferinnen lesen Sie hier.

Schutz und Hilfe für Kinder auf der Flucht: Die "Blue Dot"-Anlaufstellen

Ein blauer Punkt an einem Zelt oder Gebäude, der für Schutz, Unterstützung, Informationen und eine Pause zum Durchatmen steht: Das sind die so genannten "Blue Dot"-Anlaufstellen für Familien, die aus der Ukraine geflohen sind. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen haben wir sie in den Nachbarländern eingerichtet. Die Geflüchteten bekommen hier eine erste Notversorgung.

Krieg in der Ukraine: Ein Blue Dot-Zentrum von UNICEF in Rumänien

Nazar (6) und Maxim (12) vor der "Blue Dot"-Anlaufstelle im rumänischen Siret an der Grenze zur Ukraine.

© UNICEF/UN0607811/Holerga

Die "Blue Dot"-Anlaufstellen stehen an strategischen Knotenpunkten auf den Fluchtrouten, zum Beispiel auch nah an den Grenzübergängen. Die geflüchteten Familien laufen dort direkt darauf zu und finden schnell Hilfe. Ein mobiles Team ergänzt die Arbeit, um auch Familien zu erreichen, die nicht ins Zentrum kommen können. 

Krieg in der Ukraine: Anlaufstelle für Flüchtlinge von UNICEF in Rumänien

Im Hintergrund ist der Grenzübergang zu sehen: Die "Blue Dot"-Anlaufstellen sind dort aufgebaut, wo die geflüchteten Familien sie sofort finden.

© UNICEF/UN0600981/Nicodim

In den Anlaufstellen erhalten die Familien wichtige und ganz praktische Informationen, etwa zur Registrierung oder zu Busverbindungen weiter ins Landesinnere. Mütter und Kinder haben hier einen geschützten Raum, beispielsweise zum Stillen. Ältere Mädchen und Jungen können spielen. Das hilft ihnen, das Erlebte zu verarbeiten und gibt ihren Müttern eine kurze Pause. 

Krieg in der Ukraine: Eine Kinderpsychologin spricht in einer Anlaufstelle für Geflüchtete mit einem Kind

Im "Blue Dot"-Zelt kümmert sich eine Kinderpsychologin um Olga (3) und ihren Bruder Igor (7), die mit ihrer Mutter Ina in die Republik Moldau geflüchtet sind. 

© UNICEF/UN0608572/Modola

Die "Blue Dots" helfen auch dabei, unbegleitete und von ihren Eltern getrennte Kinder zu identifizieren und ihren Schutz zu gewährleisten. Derzeit werden mindestens 26 solcher Anlaufstellen in Polen, Moldau, Rumänien, Belarus, Ungarn und der Slowakei eingerichtet. Jedes Zentrum kann 3.000 bis 5.000 Menschen monatlich versorgen.

Ein Stück Normalität mit dem Online-Kindergarten

Zahlreiche Kindergärten und Schulen in der Ukraine sind derzeit geschlossen, einige beschädigt oder zerstört. Damit die Kinder trotzdem weiter lernen und ein Stück Normalität erleben können, haben wir von UNICEF gemeinsam mit dem ukrainischen Bildungsministerium einen Online-Kindergarten ins Leben gerufen (Video in englischer Sprache):

Dass Kinder friedlich lernen und spielen können, ist entscheidend für ihre Entwicklung. Der Online-Kindergarten richtet sich an Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren. "Ich mag vor allem die Videos zu Mars, Jupiter und den Zahlen", sagt der sechsjährige David.

Ukraine: Alle Blogs auf einen Blick

Sie möchten mehr UNICEF-Blogs zur Ukraine lesen?

In unseren Blogbeiträgen zur Ukraine schildern wir die aktuelle Situation der Kinder, geben Tipps, wie man mit Kindern über den Krieg sprechen kann, und erklären Ihnen, wie sich der Konflikt über die Jahre entwickelt hat.

Zu den Ukraine-Blogs

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