Äthiopien Wasser: Ein Junge wäscht seine Hände an einem Wasserhahn mit sauberem Trinkwasser

ÄTHIOPIEN: SAUBERES WASSER UND HYGIENE GEGEN KRANKHEITEN

WENN WASSER UND SEIFE NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH SIND

Klares, sauberes Wasser, das man ohne Bedenken trinken kann: Bei uns kommt es einfach aus dem Hahn. Für die Kinder in Äthiopien dagegen ist Wasser alles andere als selbstverständlich – erst recht nicht sauberes Wasser.

Das Land ist von Staub, Steinen und sengender Hitze geprägt. In den östlichen Regionen Afar und Somali herrscht chronische Dürre, in manchen Jahren noch verstärkt durch das Wetterphänomen "El Niño". Zahlreiche Flüsse, Bohrlöcher und Brunnen sind ausgetrocknet. Das System zur Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Die Bevölkerung holt ihr Wasser deshalb oft aus offenen Tümpeln. Doch in ihnen lauern gefährliche Krankheitserreger.

Äthiopien: Ein Junge läuft neben einem Esel-Gespann über ausgedörrtes Land

Ausgetrocknete Felder, Staub und Steine: Der Wassermangel lässt sich an der kargen Landschaft Äthiopiens ablesen.
© UNICEF/UN022121/Mulugeta Ayene

UNICEF will alle Kinder vor Krankheiten schützen. Dabei kann schon ein kleines Stück Seife den Unterschied machen: Richtiges Händewaschen ist entscheidend, um die Ausbreitung von Krankheiten wie zum Beispiel Cholera zu verhindern. Wir klären die Bevölkerung über Hygiene auf und bauen sanitäre Anlagen. Bis 2020 wollen wir in Zusammenarbeit mit der äthiopischen Regierung ein verlässliches und langlebiges System zur Wasserversorgung einrichten. So erhalten Tausende Familien direkt in ihrem Dorf in Afar oder Somali Zugang zu sicherem Trinkwasser

ÄTHIOPIEN: JETZT MIT IHRER SPENDE KINDER VOR KRANKHEITEN SCHÜTZEN

150 Stück medizinische Handseife
Zehn Familien lernen die wichtigsten Hygieneregeln
Eine Handpumpe für Wasser für 500 Menschen

Sauberes Wasser hilft nicht nur gegen Durst

Die meisten von uns hier in Deutschland schlafen noch, wenn Aysha aus Äthiopien sich schon längst auf den Weg gemacht hat: Morgens um 6:30 startet die 13-Jährige – und zwar nicht zur Schule, sondern zur weit entfernten Wasserstelle. Der Weg dorthin ist lang und mühsam: Insgesamt acht Stunden braucht sie für den Hin- und Rückweg, um vom Fluss für sich und ihre Familie Wasser zu holen.

Die Mädchen und Frauen, die traditionell für das Wasserholen zuständig sind, verbringen wie Aysha oft mehrere Stunden täglich mit dieser Aufgabe. Diese Zeit fehlt den Kindern für die Schule oder zum Spielen, ihren Müttern für Arbeit und die Versorgung der Kinder. Mit einem verlässlichen Wasserversorgungssystem direkt im Dorf können wir ihnen diesen Freiraum geben. Wir bringen das Wasser dort hin, wo die Familien es leicht erreichen können. Wenn die Mädchen nicht mehr stundenlang unterwegs sind fürs Wasserholen, haben sie wieder Zeit und Kraft, zur Schule zu gehen.

Nur sauberes Wasser hält Kinder gesund. Beim Trinken von Wasser aus schmutzigen Tümpeln oder anderen Quellen kommt es schnell zur Übertragung gefährlicher Krankheiten. Immer wieder erkranken durch dreckiges Wasser viele Menschen in Äthiopien – zum Beispiel an schwerem Durchfall, der vor allem für Kinder lebensbedrohlich werden kann.

So hilft UNICEF mit Ihren Spenden

Mit Ihrer Hilfe bringen UNICEF-Wasserprojekte sauberes Trinkwasser zu den Menschen in Äthiopien. In den Regionen Afar und Somali wollen wir bis 2020 ein stabiles System für die Wasserversorgung einrichten, das auch in Dürreperioden verlässlich sein soll. Zudem soll bessere Hygiene Krankheiten verhindern.

Das tut UNICEF:

  • Ausbau und Wartung des Wassersystems: Wir möchten sauberes Wasser direkt dort verfügbar machen, wo die Menschen leben. Alle Brunnen, Bohrlöcher und sanitären Anlagen sollen zudem dauerhaft verlässlich funktionieren. Deshalb schult UNICEF innerhalb der Gemeinden Wasserkomitees, die auch regelmäßig die Qualität des Wassers prüfen. Studien untersuchen die Effektivität der Bohrlöcher.
  • Aufklärung über Hygiene: In Theaterstücken, Diskussionen und übers Radio in der jeweiligen lokalen Sprache vermitteln wir eine klare Botschaft: Mit einfachen Hygieneregeln können Krankheiten verhindert und so Leben gerettet werden.
  • Bau von Latrinen: UNICEF will 56.000 Menschen in Afar und Somali dabei unterstützen, ihre eigenen Latrinen zu bauen und zu nutzen.
  • Händewaschen: Sich die Hände mit Seife zu waschen, soll für die Bevölkerung in Äthiopien zur Gewohnheit werden. UNICEF verteilt Seife und erklärt, wie wichtig Händewaschen ist.
  • Wasserreinigungstabletten: Mithilfe der Tabletten wird aus schmutzigem Wasser Trinkwasser. Wir fördern Lieferketten bis auf die regionale Ebene, damit jeder die Tabletten in der Nähe seines Wohnortes oder direkt im Dorf kaufen kann.
  • WASH-Services für Babys: Die Kleinsten im Alter von unter drei Jahren sollen in sauberen, sicheren Umgebungen spielen und aufwachsen. Wir klären die Erwachsenen, die sich um sie kümmern, über die richtige Hygiene für Kleinkinder auf. So werden die Kinder vor Krankheiten geschützt.

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