Ein Mädchen trinkt an einer Wasserstelle in ihrem Dorf frisches Wasser aus ihren Händen.

Äthiopien: Sauberes Wasser und Hygiene gegen Krankheiten

Wenn Wasser und Seife für Kinder nicht selbstverständlich sind

Klares, sauberes Wasser, das man ohne Bedenken trinken kann: Bei uns kommt es einfach aus dem Hahn. Für die Kinder in Äthiopien dagegen ist Wasser alles andere als selbstverständlich – erst recht nicht sauberes Wasser.

UNICEF kümmert sich um die Trinkwasserversorgung für Kinder in Äthiopien. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!

Ihre Spende für Trinkwasser in Äthiopien
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Klimawandel verschärft Wasserknappheit

Äthiopien ist von Staub, Steinen und sengender Hitze geprägt. In den östlichen Regionen Afar und Somali herrscht chronische Dürre. Durch den Klimawandel und in manchen Jahren auch das Wetterphänomen "El Niño" wird die Wasserknappheit noch verstärkt. Zahlreiche Flüsse, Bohrlöcher und Brunnen sind ausgetrocknet. Das System zur Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Die Bevölkerung holt ihr Wasser deshalb oft aus offenen Tümpeln. Doch in ihnen lauern gefährliche Krankheitserreger. 

Äthiopien: Ein Junge läuft neben einem Esel-Gespann über ausgedörrtes Land

Ausgetrocknete Felder, Staub und Steine: Der Wassermangel lässt sich an der kargen Landschaft Äthiopiens ablesen.

© UNICEF/UN022121/Mulugeta Ayene
Nur 41 Prozent
der Bevölkerung

haben Zugang zu sauberem Trinkwasser

Rund die Hälfte
der Kinder

schließt die Grundschule ab

Über 80 Prozent
der Äthiopier

leben im ländlichen Raum

Kinder vor Krankheiten schützen

Nur sauberes Wasser hält Kinder gesund. Beim Trinken von Wasser aus schmutzigen Tümpeln oder anderen Quellen kommt es schnell zur Übertragung gefährlicher Krankheiten. Immer wieder erkranken durch dreckiges Wasser viele Menschen in Äthiopien – zum Beispiel an schwerem Durchfall, der vor allem für Kinder lebensbedrohlich werden kann.

An einem Waschbecken draußen waschen sich mehrere Schülerinnen und Schüler die Hände.
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Praktisch: An diesen von UNICEF installierten Waschbecken können sich mehrere Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die Hände waschen. Während der Corona-Pandemie ist diese Hygienemaßnahme besonders wichtig.

© UNICEF/UN0379341/Tesfaye
Äthiopien: Eine Frau und ein Kind beim Händewaschen
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Die kleinen Dinge machen den Unterschied: Händewaschen verhindert, dass sich Krankheiten ausbreiten. Es soll für die Menschen in Äthiopien noch mehr zur Gewohnheit werden. 

© UNICEF/UN0140205/Sewunet
Äthiopien: Junge bekommt in Gesundheitszentrum ein Stück Seife
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UNICEF erklärt den Menschen nicht nur, wie wichtig Händewaschen ist – wir verteilen auch die nötigen Hilfsgüter. Dieser Junge hat sich in einem Gesundheitszentrum gerade ein Stück Seife abgeholt.

© UNICEF/UN020683/Balasundaram
Äthiopien: Frau und Kinder holen am Brunnen Wasser
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Wasser ist im von Dürre geprägten Äthiopien ein besonders rares Gut. Bevor UNICEF diesen Brunnen baute, mussten die Frau und die Kinder drei Stunden bis zur nächsten Wasserquelle laufen.

© UNICEF/UN01016781/Mulugeta Ayene

UNICEF will alle Kinder in Äthiopien vor Krankheiten schützen. Dabei kann schon ein kleines Stück Seife den Unterschied machen: Richtiges Händewaschen ist entscheidend, um die Ausbreitung von Krankheiten wie zum Beispiel Cholera zu verhindern. Wir klären die Bevölkerung über Hygiene auf und bauen sanitäre Anlagen. In Zusammenarbeit mit der äthiopischen Regierung bauen wir ein verlässliches und langlebiges System zur Wasserversorgung auf. So erhalten Tausende Familien direkt in ihrem Dorf in Afar oder Somali Zugang zu sicherem Trinkwasser.

Aysha ist mit ihrem Kamel auf dem Weg zum Wasserholen


Sauberes Wasser für Äthiopien

Ayshas Geschichte

Die meisten von uns hier in Deutschland schlafen noch, wenn Aysha aus Äthiopien sich schon längst auf den Weg gemacht hat: Morgens um 6:30 Uhr startet die 13-Jährige – und zwar nicht zur Schule, sondern zur weit entfernten Wasserstelle.

Der Weg dorthin ist lang und mühsam: Insgesamt acht Stunden braucht sie für den Hin- und Rückweg, um vom Fluss für sich und ihre Familie Wasser zu holen.

Sicheres Trinkwasser: Hilft nicht nur gegen Durst

Die Mädchen und Frauen, die traditionell für das Wasserholen zuständig sind, verbringen wie Aysha oft mehrere Stunden täglich mit dieser Aufgabe. Diese Zeit fehlt den Kindern für die Schule oder zum Spielen, ihren Müttern für Arbeit und die Versorgung der Kinder. Mit einem verlässlichen Wasserversorgungssystem direkt im Dorf können wir ihnen diesen Freiraum geben. Wir bringen das Wasser dort hin, wo die Familien es leicht erreichen können. Wenn die Mädchen nicht mehr stundenlang unterwegs sind fürs Wasserholen, haben sie wieder Zeit und Kraft, zur Schule zu gehen.

Ihre Spende hilft Kindern in Äthiopien

Mit Ihrer Hilfe bringen UNICEF-Wasserprojekte sauberes Trinkwasser zu den Kindern in Äthiopien. Wir richten ein stabiles System für die Wasserversorgung für die Familien ein, das auch in Dürreperioden verlässlich funktioniert. Zudem soll bessere Hygiene Krankheiten verhindern.

Äthiopien: Ein UNICEF-Helfer verteilt Info-Materialien

UNICEF-Helfer gehen in die Dörfer und klären darüber auf, wie wichtig sauberes Trinkwasser ist.

© UNICEF/UN024905/Sewunet

So hilft UNICEF in Äthiopien bei der Wasserversorgung

Händewaschen und Latrinenbau: UNICEF verteilt Seife und erklärt, wie wichtig Händewaschen ist. Wir bauen außerdem auch Latrinen und unterstützen die Menschen vor Ort dabei, eigene Latrinen anzulegen.

Hygiene-Aufklärung: In persönlichen Veranstaltungen und über Massenmedien wie das Radio vermitteln wir eine klare Botschaft: Mit einfachen Hygieneregeln können Krankheiten verhindert und so Leben gerettet werden.

Wasserreinigungstabletten: Mithilfe der Tabletten wird aus schmutzigem Wasser Trinkwasser. Wir fördern Lieferketten bis auf die regionale Ebene, damit jeder die Tabletten in der Nähe seines Wohnortes oder direkt im Dorf kaufen kann.

Ausbau des Wassersystems: Wir bauen Brunnen, Bohrlöcher und sanitäre Anlagen, die dauerhaft und verlässlich funktionieren. In den Dörfern schult UNICEF Wasserkomitees, die regelmäßig die Qualität des Wassers prüfen.

Schutz für Babys und Kleinkinder: Besonders Kinder unter drei Jahren sollen in sauberen, sicheren Umgebungen aufwachsen. Wir klären Eltern über die richtige Hygiene für ihre Kinder auf, um sie vor Krankheiten zu schützen.