Sudan Konflikt: Ein sudanesisches Kind blickt in die Kamera.

Gewalt, Vertreibung und Hunger bedrohen Kinder im Sudan

Nothilfe Sudan

UNICEF leistet im Sudan lebensrettende Hilfe für Kinder. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung.

Die Situation der Kinder im Sudan ist dramatisch. Seit im April 2023 ein brutaler Krieg mit schweren Gefechten ausgebrochen ist, wurden zahlreiche Kinder getötet oder verletzt. Rund 14 Millionen Kinder im Sudan brauchen dringend humanitäre Hilfe (Stand: März 2024). Der Krieg hat verheerende Auswirkungen auf die Ernährungssituation: Es droht eine Hungersnot im Sudan. 730.000 Kinder sind so schwer unterernährt, dass ihr Leben in Gefahr ist. Den Kindern und Familien fehlen Lebensmittel, Wasser und Medikamente.

Besonders besorgniserregend ist die Lage in der sudanesischen Hauptstadt Khartum sowie in der Region Darfur. Zuletzt weiteten sich die Kämpfe auch auf den Bundesstaat Jezira aus, in den viele Familien geflüchtet sind. Auf der Suche nach Sicherheit haben mehrere Millionen Sudanes*innen ihre Heimat verlassen und Zuflucht in vermeintlich sichereren Teilen des Landes oder in Nachbarländern gesucht.

Sudan: Familien sind auf der Flucht vor der Gewalt und den Kämpfen

Seit im April 2023 die Gewalt eskalierte, flüchten Tausende Familien vor den Kämpfen zwischen der Armee und Paramilitärs. Viele von ihnen suchen in Nachbarländern wie hier im Tschad Zuflucht.

© UNICEF/Still from UNICEF-Video UNI400079

Konflikt verschärft Notlage der Kinder im Sudan

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Kind sein im Sudan: 5 Fakten

Schon vor dem Konflikt, der sich zu einem Bürgerkrieg entwickeln könnte, waren bereits 8,5 Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Konflikt hat die ohnehin schon katastrophale Lage im Land noch verschärft. Der Großteil der Kinder im Sudan lebt in extremer Armut. Noch dazu hat der Sudan eine der höchsten Raten von Mangelernährung bei Kindern weltweit. Millionen Kinder haben nicht genug zu essen.

Die Kinder werden in die aktuellen gewaltsamen Auseinandersetzungen mit hineingezogen und leiden am meisten darunter. Noch dringender als zuvor brauchen sie jetzt unsere Hilfe. Trotz der gefährlichen Sicherheitslage vor Ort machen wir von UNICEF im Sudan weiter. Wir setzen alles daran, unsere Hilfe für Kinder aufrechtzuerhalten.

Sudan Konflikt: Kinder wie dieses Baby sind von Mangelernährung bedroht.

Kinder im Sudan brauchen humanitäre Hilfe.

© UNICEF/UNI235820/Noorani
  • 730.000
    Kinder

    sind lebensbedrohlich mangelernährt

  • 4,6 Mio.
    Kinder

    mussten fliehen

  • 2/3
    der Bevölkerung

    haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung

Sudan: Millionen Menschen auf der Flucht

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Kindheit auf der Flucht: Geschichten aus dem Sudan

Über acht Millionen Menschen sind seit Ausbruch der Kämpfe geflohen, darunter 4,6 Millionen Kinder (Stand: März 2024). Viele sind im Sudan selbst auf der Flucht, andere Sudanes*innen suchen Schutz im Ausland, zum Beispiel in den Nachbarländern Tschad, Ägypten oder Südsudan.

Schätzungsweise 3,7 Millionen Sudanes*innen hatten schon vor den aktuellen Gefechten ihre Heimat verlassen und leben seitdem als Flüchtlinge in ihrem eigenen Land. Die meisten von ihnen leben in provisorischen Flüchtlingslagern, zum Beispiel in der Region Darfur.

Sudan: Spenden gegen die Not der Kinder

Aktuell benötigt UNICEF dringend Spenden, um z. B. Krankenhäuser mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung auszustatten und um Kinder mit psychosozialer Hilfe zu erreichen. Sie können helfen!

Hunderttausende mangelernährte Kinder im Sudan

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UNICEF Sudan: „Wir bleiben an der Seite der Kinder und geben nicht auf.“

Mehr als drei Millionen Kinder im Sudan waren bereits vor der aktuellen Gewalteskalation mangelernährt. Der aktuelle Krieg verschärft die Situation aufs dramatischste. Das Leben von Hunderttausenden unterernährten Kindern ist in unmittelbarer Gefahr.

Schon seit Langem sind die Lebensmittel im Land knapp. Oft kommt es im Sudan zu Sandstürmen und langanhaltenden Dürren. In manchen Jahren führen die starken Regenfälle in der Regenzeit zu Überschwemmungen. Durch die Trockenheit und die Überflutungen fallen Ernten aus. Millionen Sudanes*innen haben nicht genug zu essen und wissen nicht, wie sie an Lebensmittel für ihre Familien kommen sollen.

Sudan Konflikt: Ein Kleinkind gilt als unterernährt, wenn das Maßband im roten Bereich ist.

Bild 1 von 3 | Einfach und wirkungsvoll: Mit einem Maßband prüft ein Gesundheitshelfer, ob dieses Kind mangelernährt ist. Wenn ja, wird es in einem von UNICEF unterstützten Ernährungszentrum weiterbehandelt.

© UNICEF/UN0204446/Omer
Sudan Konflikt: Erdnusspaste hilft mangelernährten Kindern – zum Beispiel diesem Baby.

Bild 2 von 3 | Das Schlimmste hat er hinter sich: Hash (7 Monate) war schwer mangelernährt, aber dank der Spezialnahrung hat er endlich zugenommen. Auf der Station für unterernährte Kinder kann er sich weiter erholen.

© UNICEF/UN0211905/Noorani
Sudan Konflikt: Gesunde Ernährung und Hygiene-Regeln lernen Mütter von einer UNICEF-Gesundheitshelferin.

Bild 3 von 3 | Die bunten Bilder sprechen fast für sich: Eine UNICEF-Gesundheitshelferin zeigt jungen Müttern, welche Nahrung ihre Kinder brauchen, um gesund aufzuwachsen. Und auch, welche Hygiene-Regeln sie dabei beachten müssen.

© UNICEF/UN0211894/Noorani

Wenn akute Mangelernährung schnell genug behandelt wird, haben die Kinder eine hohe Chance zu überleben. Sie bekommen von uns nährstoffreiche und stark sättigende Spezialnahrung: zum Beispiel therapeutische Milch oder Erdnusspaste.

So helfen wir den sudanesischen Kindern vor Ort

Unsere UNICEF-Teams im Sudan tun alles dafür, um Kindern und Familien in der aktuellen Notlage zu helfen:

  • Ernährung: Wir behandeln mangelernährte Kinder mit spezieller therapeutischer Nahrung.

  • Kinderschutz: Wir helfen geflüchteten Kindern mit psychosozialer Unterstützung, damit sie ihre Traumata verarbeiten können.

  • Gesundheit: Wir versorgen die Menschen im Sudan mit lebenswichtigen Medikamenten. Zum Beispiel impfen wir Kinder gegen lebensgefährliche Krankheiten.

  • Wasser: Wir liefern sauberes Wasser zum Trinken und Kochen, damit die Kinder geschützt sind vor Krankheiten.

  • Bildung: Wir richten Notschulen ein. Und die Kinder bekommen von uns Schulbücher und -hefte, damit sie weiter lernen können.

Sudan Krieg: Ein UNICEF-Gesundheitshelfer berät Familien im Sudan.

Bild 1 von 7 | Medizinische Hilfe: Ein UNICEF-Gesundheitshelfer im Einsatz im Sudan. Er berät Mütter in Ernährungsfragen, impft die Kinder und führt medizinische Routine-Untersuchungen durch.

© UNICEF/UNI430079/Mohamdeen
Sudan Nothilfe: Ein UNICEF-Team verteilt Wasserbehälter und Seife

Bild 2 von 7 | Sauberes Wasser und Hygiene: Ein UNICEF-Team verteilt im Juni 2023 Wasserbehälter und Seife an vertriebene Familien in East Madani. Von der Unterstützung profitierten insgesamt 500 vertriebene Familien, die nach Ausbruch der Kämpfe aus Khartum geflohen waren.

© UNICEF/UN0856038/Mohamdeen
Sudan Nothilfe: Ein UNICEF-Helfer bereitet eine Flasche mit therapeutischer Milch für ein mangelernährtes Kleinkind vor.

Bild 3 von 7 | Spezialnahrung: Ein UNICEF-Mitarbeiter bereitet eine Flasche mit therapeutischer Milch vor. Die Spezialmilch hilft mangelernährten Kindern, schnell wieder zu Kräften zu kommen.

© UNICEF/UN0854388/Mohamdeen
Sudan Nothilfe: Geflüchtete Kinder spielen in einer kinderfreundlichen Zone.

Bild 4 von 7 | Kinderschutz für geflüchtete Kinder: In der Flüchtlingssiedlung Palorinya spielen Kinder auf einem Spielplatz. Der Ort ist eine der kinderfreundlichen Einrichtungen in der Region, die von UNICEF unterstützt werden.

© UNICEF/UNI406122/Abdul
Sudan Nothilfe: Eine Impfhelferin kommt mit ihrer Kühlbox in einer Flüchtingsunterkunft an.

Bild 5 von 7 | Impfungen und medizinische Hilfe: Die Impfhelferin Ibtisam Abdullah besucht eine Unterkunft für Geflüchtete, um auch dort möglichst viele Kinder mit lebenswichtigen Impfungen zu erreichen. Sie berät auch Eltern und erklärt ihnen, wo und wann sie ihre Kinder impfen und medizinisch untersuchen lassen können.

© UNICEF/UN0856036/Mohamdeen
Sudan Nothilfe: UNICEF-Mitarbeiter entladen Hilfsgüter für gefährdete Kinder.

Bild 6 von 7 | Hilfsgüter für Familien: UNICEF-Mitarbeiter entladen einen Lastwagen. Sie bereiten Hilfsgüter für Kinder vor, die innerhalb des Sudan flüchten mussten.

© UNICEF/UN0854428/Mohamdeen
Sudan Konflikt: Kinder im Sudan brauchen unsere Hilfe.

Bild 7 von 7 | Wir als Hilfsorganisation setzen uns im Sudan weiter für die Kinder ein. Dankeschön an jeden von Ihnen, der den Mädchen und Jungen im Sudan mit einer Spende hilft!

© UNICEF/UN0281537

Kinder in Not: Helfen Sie mit Ihrer Spende

Die Kinder im Sudan brauchen weiterhin dringend unsere Hilfe. Unterstützen Sie unsere humanitäre Arbeit im Sudan, um die Kinder zu schützen. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Länderinfo SudanInfo


  • Hauptstadt: Khartum
  • Bevölkerung: rund 45 Millionen Einwohner*innen
    überwiegend muslimisch, christliche Minderheit
  • Amtssprachen: Arabisch und Englisch
  • Nachbarländer: Ägypten, Äthiopien, Eritrea, Libyen, Südsudan, Tschad, Zentralafrikanische Republik
  • Unabhängige Republik seit 1956
  • Herausforderungen im Land:
    Instabilität, Konflikte und gewalttätige Auseinandersetzungen
    Mehrere Millionen Binnenvertriebene
    Große Flüchtlingslager vor allem in der Region Darfur
    Große Armut unter der Bevölkerung
    Hohe Kindersterblichkeit
    Unzureichende medizinische Versorgung
    Wiederkehrende Dürren
    Krankheitsausbrüche
    Geringe Bildung
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