Bahir Wyaar, ein UNICEF-Bildungsspezialist, spielt mit überlebenden Kindern in der Provinz Paktika in Afghanistan
© UNICEF/UN0678780/NaftalinBahir Wyaar, ein UNICEF-Bildungsspezialist, spielt mit überlebenden Kindern in der Provinz Paktika in Afghanistan
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Humanitäre Hilfe – Helfer*innen weltweit im Einsatz

Täglich setzen sich UNICEF-Helfer*innen auf der ganzen Welt für Kinder, ihre Familien und die Gemeinden ein, in denen sie leben. Allein im Jahr 2021 konnte UNICEF durch die Hilfe der weltweit aktiven Mitarbeiter*innen in 153 Ländern auf neue oder anhaltende Krisen reagieren. 


von Niklas Klütsch

Neben der jahrzehntelangen Erfahrung und einem globalen Netzwerk an Partnern, ist es vor allem das große Engagement und die Expertise der humanitären Helfer und Helferinnen, die es UNICEF möglich macht, Hilfe so schnell und effektiv wie möglich umzusetzen. Durch Naturkatastrophen in Folge des Klimawandels, Instabilität sowie Kriege und Konflikte ist davon auszugehen, dass humanitäre Hilfe wichtiger wird – und somit auch unsere Helfer*innen. Sie helfen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Bereichen der humanitären Hilfe mit dem selben Ziel: Jeden Tag alles für Kinder geben. 

Wir stellen stellvertretend für viele tolle UNICEF-Helfer*innen auf der ganzen Welt einige von ihnen vor:

UNICEF-Mitarbeiterin Despina Andrei spielt mit Kindern in einem Zentrum für geflüchtete Kinder aus der Ukraine

UNICEF-Mitarbeiterin Despina Andrei spielt in einem rumänischen Zentrum mit geflüchteten Förderschul-Kindern aus der Ukraine. 

© UNICEF/UN0634027/Holerga


Despina Andrei arbeitet bereits seit über 15 Jahren für UNICEF Rumänien. Im rumänischen Bezirk Prahova ist die UNICEF-Managerin für Kommunikation und Fundraising aufgrund der aktuellen Situation im Nachbarland in einem Zentrum für geflüchtete Kinder aus der Ukraine aktiv. In dem Zentrum werden Kinder mit Behinderung aus einer Förderschule im ukrainischen Odessa betreut, die vor dem Krieg geflohen sind. Die Kinder sind zwischen fünf und 18 Jahren alt und haben verschiedene Behinderungen.

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Krieg, Gewalt, Flucht: Fünf Jugendliche aus der Ukraine berichten

Im Zuge des Kriegs in der Ukraine mussten beinahe zwei Drittel aller Kinder bereits ihr Zuhause verlassen – nach wie vor werden Schulen angegriffen und für militärische Zwecke genutzt. Aus diesen Gründen wird in der Ukraine und den Nachbarländern momentan dringend humanitäre Hilfe benötigt. Despina und viele weitere engagierte UNICEF-Mitarbeiter*innen versuchen den geflohenen Kindern an kinderfreundlichen Orten Normalität und Halt zu geben. Vielerorts wurden sogenannte "Blue Dot"-Anlaufstellen eingerichtet – sichere Orte, an denen Kinder und ihre Familien Hilfe und Unterstützung erhalten.

Bahir Wyaar, ein UNICEF-Experte im Bereich Bildung, leistete nach dem Erdbeben der Stärke 5,9 am 22. Juni 2022 humanitäre Hilfe für überlebende Kinder in der Zentralregion Afghanistans. Noch immer sind wir gezielt vor Ort, um Familien und Kinder mit lebensrettenden Hilfsgütern zu versorgen und zu unterstützen. UNICEF und seine Partner haben eine Vielzahl von kinderfreundlichen Orten in dem vom Erdbeben betroffenen Gebiet eingerichtet und Kinder mit psychosozialer Unterstützung sowie Freizeit- und Sportaktivitäten erreicht.  

Das Erdbeben war eine Katastrophe, bei der Kinder unverhältnismäßig stark betroffen waren. Bei einem solchen Trauma ist es wichtig, sie in die Normalität zurückzuführen, indem sie spielen und lernen können und sich als Kinder fühlen dürfen.

Bahir Wyaar, UNICEF-Experte für Bildung
Bahir Wyaar, ein UNICEF-Bildungsspezialist, spielt mit überlebenden Kindern in der Provinz Paktika in Afghanistan

Die Folgen des Erdbebens haben die dramatische Situation der Kinder in Afghanistan weiter verschärft. Umso wichtiger: Wir setzen unsere Hilfe nach dem Machtwechsel durch die Taliban vor mehr als einem Jahr fort!

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Eine Kindheit für die Kinder in Afghanistan

Denn allein 13.1 Millionen Kinder in Afghanistan sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – fast so viele Kinder wie in ganz Deutschland. Eine Million Kinder sind von lebensbedrohlicher Mangelernährung bedroht. Immer mehr schwangere und stillende Frauen sind unterernährt, ihre Kinder häufig in einem lebensbedrohlichen Zustand. Durch Helferinnen und Helfer wie Bahir gibt es Hoffnung.  

Guy Pacome, WASH-Spezialist von UNICEF, zeigt Kindern in Côte d’Ivoire, wie sie sich die Hände waschen können.

Guy Pacome zeigt Kindern in Côte d’Ivoire, wie sie sich die Hände waschen können.

© UNICEF/UN0613345/Dejongh

Guy Pacome ist Spezialist in Sachen Wasser und Gesundheit bei UNICEF. Sein spezielles Wissen über Wasser, Abwasserentsorgung und Hygiene gibt er an Kinder und deren Gemeinden im Westen von Côte d’Ivoire weiter. Für viele, die er erreicht, bedeutet es unmittelbaren Schutz.

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Weltwassertag 2022: 10 Fakten über Wasser

Denn schmutziges Trinkwasser ist lebensgefährlich: In vielen Regionen der Erde ist es eine der Haupt-Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Denn in verschmutztem Wasser lauern oft tödliche Krankheitserreger. Ein weiteres Problem ist mangelnde Hygiene. Rund zwei Milliarden Menschen nutzen keine sicheren Sanitäranlagen. Dazu gehört etwa eine Toilette, die dafür sorgt, dass Menschen nicht in Kontakt mit den Ausscheidungen kommen, und ein System, das die Ausscheidungen sicher entsorgt. Humanitäre Helfer*innen wie Guy Pacome sorgen dafür, dass betroffene Menschen aufgeklärt werden und weltweite Wasser-Projekte vor Ort umgesetzt werden können.

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Bild 1 von 3 | Rania Dagash hält die 9 Monate alte Farah im Gesundheits- und Ernährungszentrum im somalischen Dollow. 

© UNICEF/UN0644317/Fazel
Stellvertretende UNICEF-Regionaldirektorin für das östliche und südliche Afrika zu Besuch im Gesundheits- und Ernährungszentrum

Bild 2 von 3 | Die stellvertretende UNICEF-Regionaldirektorin für das östliche und südliche Afrika zu Besuch im Gesundheits- und Ernährungszentrum in Somalia.

© UNICEF/UN0644318/Fazel
Rania Dagash trifft sich mit einer Mutter und ihren unterernährten Zwillingen im Gesundheitszentrum in Dollow

Bild 3 von 3 | Rania Dagash trifft sich mit Mutter Ismayel und ihren unterernährten Zwillingen im Gesundheitszentrum in Dollow

© UNICEF/UN0644322/Fazel

Rania Dagash ist stellvertretende UNICEF-Regionaldirektorin für das östliche und südliche Afrika. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen kämpft sie täglich gegen den Hunger und Wassermangel in der Region. In Zentren für Gesundheit und Ernährung, wie dem in der somalischen Stadt Dollow, wird akut unterernährten Kindern durch Fachpersonal geholfen.

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8 Beispiele, wie UNICEF Kinder vor Mangelernährung schützt

Die Länder am Horn von Afrika - Somalia, Äthiopien, Kenia - erleben derzeit die schwerste Dürre seit 40 Jahren. Aufgrund von vier aufeinanderfolgenden Trockenperioden innerhalb von zwei Jahren haben Hunderttausende Menschen ihr Zuhause verlassen. Millionen Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Zwischen Februar und April 2022 ist die Zahl der Kinder, die unter Folgen von Dürre wie akutem Hunger, Mangelernährung und Durst leiden, von 7,25 Millionen auf rund zehn Millionen gestiegen. Mehr als 1,8 Millionen Kinder in Äthiopien, Kenia und Somalia sind von schwerer akuter Mangelernährung betroffen. Allein in Somalia kämpfen 386.000 schwer mangelernährte Kinder um ihr Überleben.

 

Rania und viele weitere humanitäre Helfer*innen geben in der Region jeden Tag alles für die Betroffenen. Dazu gehören die Verbesserung des Zugangs zu Wasser-, Sanitär- und Hygienediensten, die Erschließung verlässlicher Grundwasserquellen und die Entwicklung von solarbetriebenen Wassersystemen sowie die Erkennung und Behandlung von mangelernährten Kindern und  die Ausweitung von Präventionsmaßnahmen. 


Wie Sie humanitäre Hilfe im Ausland unterstützen können:


Sie wollen selbst aktiv werden? Unter www.unicef.org/careers finden Sie weiterführende Informationen. Die praktische Arbeit in den Programmen wird ausschließlich von den UNICEF Länderbüros zusammen mit den lokalen Partnern durchgeführt. Die Büros arbeiten dabei zum größten Teil mit nationalen Mitarbeiter*innen. Die internationalen Mitarbeitenden werden entweder von den jeweiligen Länderbüros direkt oder über UNICEF New York oder UNICEF Genf eingestellt.

Eine Möglichkeit, humanitäre Hilfe direkt zu unterstützen, ist eine Spende. Sie können die humanitäre Hilfe durch eine einmalige Spende unterstützen oder unsere Arbeit für Kinder langfristig und nachhaltig fördern, indem Sie UNICEF-Pate oder UNICEF-Patin werden. Wenn Sie den weltweiten Hilfseinsatz für Kinder unterstützen möchten, können Sie im Folgenden direkt unterstützen.

Ihre Spende für die humanitäre Hilfe von UNICEF

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Autor*in Niklas Klütsch

Niklas Klütsch ist Pressereferent bei UNICEF und bloggt über die UNICEF-Arbeit in Deutschland und weltweit.