EINSATZ GEGEN COVID-19: "NOTFALLAUSRÜSTUNG FÜR ÄRZTE UND PFLEGER IM GANZEN LAND"
Dienstag, 9. Juni 2020, 09:45 Uhr
von Sandra Bulling | 2 Kommentare

SO ERLEBEN UNICEF-MITARBEITER VOR ORT DEN AUSBRUCH DES CORONAVIRUS

Von Ostasien bis nach Afrika: Weltweit arbeiten UNICEF-Helfer rund um die Uhr daran, die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken und Kinder und ihre Familien vor den Folgen der Pandemie zu schützen. Hier berichten UNICEF-Mitarbeiter, wie sie die derzeitige Situation erleben.

In diesem Beitrag sammeln wir für Sie die Nachrichten, die uns von unseren Kollegen vor Ort erreichen. Der Text wird deshalb laufend aktualisiert.

Mosambik: Notfallausrüstung für die nächsten zwei Monate ins Land gebracht

Dienstag, 9. Juni: Mehr als ein Jahr ist es her, dass Zyklon Idai in Mosambik wütete. Im März 2019 verwüstete der Wirbelsturm das Land und verursachte schwere Überschwemmungen. Nur einen Monat später folgte mit Zyklon Kenneth ein weiterer Wirbelsturm.

Bis heute kämpft Mosambik mit den Folgen der Naturkatastrophen. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter hunderttausende Kinder. Jetzt ist durch die Corona-Pandemie eine weitere Bedrohung für Kinder und ihre Familien hinzugekommen. Aus Mosambik wird über immer neue Corona-Fälle berichtet.

Daniel Timme, Sprecher von UNICEF Mosambik, war bereits nach den Zyklonen im vergangenen Jahr im Einsatz und ist auch jetzt, während der Coronakrise, vor Ort. Gemeinsam mit der Europäischen Union hat UNICEF jüngst dringend benötigte Schutzausrüstung ins Land gebracht. Warum das so wichtig ist, erklärt Daniel Timme im Video.

Iran: Tonnenweise Schutzausrüstung fürs Krankenhaus-Personal beschafft

Bahareh Yeganehfar ist Leiterin der Kommunikationsabteilung von UNICEF Iran.

Dienstag, 19. Mai: Eigentlich arbeitet das gesamte UNICEF-Team im Iran wegen der Corona-Pandemie seit dem 1. März von zuhause aus. Ab und an müssen manche Kollegen aber doch das Haus verlassen. Sie fahren zum Flughafen, ins Lagerhaus oder sie beliefern die Krankenhäuser. UNICEF stattet nämlich in zahlreichen iranischen Provinzen das Personal von Gesundheitszentren und Krankenhäusern aus. 63 Tonnen Schutzausrüstung wurden bereits verteilt.

Iran: UNICEF-Hilfsgüter werden am Flughafen in Teheran ausgeladen.

Am Flughafen in Teheran nimmt ein UNICEF-Mitarbeiter eine Ladung mit Hilfsgütern im Empfang, darunter Atemschutzmasken, OP-Kittel und -Brillen.
© UNICEF/UNI314219/Mehdi Sayyari

Auf Anfrage der Behörden helfen wir zudem dabei, medizinische Geräte und Desinfektionsmittel zu beschaffen. Unser Ziel ist es, besonders gefährdete Kinder zu schützen, die etwa in Waisenhäusern oder Pflegeheimen leben oder eine Behinderung haben. Darüber hinaus unterstützen wir Ernährungs-, Kinderschutz- und Bildungsprogramme der Behörden. Zurzeit passen wir unseren Einsatz ganz gezielt auf die Bedürfnisse der vom Covid-19-Ausbruch betroffenen Kinder an.

Wie in vielen Ländern trifft die Coronakrise Kinder im Iran auf unterschiedliche Weise. Es gibt Schulschließungen, manche Eltern haben ihre Arbeit verloren, Kinder sind mit Covid-19-Fällen in der eigenen Familie konfrontiert. Gerade Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen haben es derzeit besonders schwer.

Trotz der ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen haben wir in dieser Notsituation schon viel erreicht. Das macht uns stolz. Was uns motiviert, ist unsere Verpflichtung gegenüber den iranischen Kindern. Ich glaube, niemand von uns hätte gedacht, dass wir einmal über so lange Zeit so erfolgreich von zuhause aus arbeiten werden.

Bahareh Yeganehfar ist Sprecherin von UNICEF Iran

Bahareh Yeganehfar, Sprecherin von UNICEF Iran, während einer Feier zum Kindertag im Iran im Oktober 2019. Wegen der Corona-Pandemie sind solche Veranstaltungen zurzeit nicht möglich. Bahareh Yeganehfar arbeitet von zuhause aus.
© UNICEF Iran/2019/sayyari

Gemeinsam gegen das Coronavirus

In unseren Projektländern klären UNICEF-Helfer Familien über den richtigen Schutz vor dem Coronavirus auf und verteilen Hilfsgüter wie Handseife. Sie können mithelfen, noch mehr Menschen zu erreichen und zu schützen. Vielen Dank!

Euro
Gemeinsam gegen das Coronavirus

Südsudan: Kinder werden aus Gefängnissen entlassen

Montag, 11. Mai: Im Südsudan sind 85 Kinder aus den Gefängnissen des Landes entlassen und zu ihren Familien gebracht worden. Das hat UNICEF gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort erreicht. Die Haftentlassungen sollen helfen, die Gefängnisse während der Corona-Pandemie zu entlasten. Das Ansteckungsrisiko gilt dort als besonders hoch.

Zahlreiche Kinder sind im Südsudan auch wegen kleinerer Vergehen inhaftiert. Viele von ihnen werden in Gefängnissen zusammen mit Erwachsenen untergebracht. Dem Land fehlt eine funktionierende Jugendgerichtsbarkeit. Immer wieder gibt es neue Berichte über Haftstrafen gegen Kinder.

UNICEF entwickelt derzeit in einem Pilotprojekt im Südsudan Alternativen zu den Haftstrafen gegen Kinder. Zudem werden Strafverfolger in Kinderrechten geschult. Ziel ist es, die Zahl der Kinder in Gefängnissen langfristig zu reduzieren. In unserem Video berichtet Jean Lieby, UNICEF-Experte für Kinderschutz im Südsudan, von der Arbeit im Südsudan während der Corona-Pandemie.

Bangladesch: Kinder als Gesundheits-Experten und Unterstützung für Familien

Zahidul Hassan ist Fundraising-Experte bei UNICEF in Bangladesch

Freitag, 17. April: Gemeinsam mit unseren Partnern und den Behörden versuchen wir, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. 500.000 Flugblätter und 20.000 Poster wurden verteilt, um für richtiges Händewaschen und Vorsicht beim Husten zu sensibilisieren sowie dafür, Kontakte zu meiden, wenn man selbst Symptome hat. 2,5 Millionen weitere Flugblätter sollen verteilt werden. Außerdem hilft UNICEF dabei, medizinische Ausrüstung zu beschaffen.

Die Behörden haben angekündigt, 500 neue Sozialarbeiter einzustellen, die von UNICEF geschult werden. Dies soll sicherstellen, dass Familien, die durch die Folgen der Pandemie besonders betroffen sind, unterstützt werden. Die Zahl dieser Familien steigt. Das hiesige Kinder-Hilfetelefon hat zuletzt 30 Prozent mehr Anrufe erhalten, viele wegen der Corona-Pandemie. UNICEF fördert Sensibilisierungskurse für die Sozialarbeiter an den Telefonen, um sie in die Lage zu versetzen, Präventionsmaßnahmen erklären und psychosoziale Unterstützung leisten zu können. Außerdem fördert UNICEF sechs neue Sozialarbeiter-Stellen für das Hilfetelefon.

UNICEF-Mitarbeiter Zahidul Hassan in Bangladesch.

Kinder sollen Vorreiter in der Krankheitsprävention werden und auch in ihren Familien und Gemeinden darauf achtgeben.

In den Rohingya-Flüchtlingcamps in Cox’s Bazar sorgen wir ebenfalls dafür, dass Familien über die Symptome von Covid-19 Bescheid und sich zu schützen wissen. Unsere Partner vor Ort stellen sicher, dass die Menschen sauberes Wasser und ausreichend Seife haben. Kinder werden zudem spielerisch in Hygiene, Gesundheit und im Händewaschen geschult. Sie sollen Vorreiter in der Krankheitsprävention werden und auch in ihren Familien darauf achtgeben. In den Camps unterstützen wird 14 Gesundheitseinrichtungen. Außerdem baut UNICEF eine Isolier- und Behandlungsstation mit 200 Betten für Covid-19-Patienten auf.

Ich selbst leite mein Team zurzeit aus dem Homeoffice. Es ist eine harte Zeit für mich, weil ich meine Familie nicht sehen kann, die weit entfernt lebt. Gemessen an den Umständen in dieser Notsituation geht es mir aber gut.

Namibia: Aus anderen Epidemien haben wir gelernt, dass Kinder am stärksten betroffen sind

Gregor von Medeazza aus Brüssel ist stellvertretender Repräsentant des UNICEF Büros in Namibia

Mittwoch, 8. April: Ich denke, diese Pandemie ist eine beispiellose Prüfung für die Menschheit. Daher sehe ich persönlich die Verantwortung, auch bei mir selbst anzufangen. Das heißt, ich halte mich an die einfachen, aber entscheidenden Maßnahmen: Ich wasche meine Hände häufig mit Seife, ich halte mich strikt an die Praxis, Abstand zu halten und organisiere unsere Meetings weitestgehend per Internet.  Während wir alle bei UNICEF Namibia jetzt auf diese Notlage reagieren, ist es auch meine Aufgabe, das Wohlergehen und die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. 

In seiner Videobotschaft schildert Gregor von Medeazza die Lage in Namibia:

Wir haben aus früheren Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe, dem Zika-Virus, Ebola und Cholera gelernt, dass Kinder am stärksten betroffen sind. Obwohl die Zahl der Infizierten in Namibia bislang relativ gering ist, sind Kinder, die in Armut leben, die von Ausgrenzung oder Misshandlung bedroht sind, unverhältnismäßig stark gefährdet. Kinder können auch aufgrund der Pandemie und den verbundenen Maßnahmen unter besonderem Stress leiden und brauchen dann psychosoziale Unterstützung. 

Wie in vielen anderen Ländern sind auch in Namibia die Schulen geschlossen. Das ist eine beispiellose Situation. Wenn wir jetzt nicht gemeinsam handeln, um die Bildung der Kinder zu schützen, werden in den am stärksten benachteiligten Gemeinden die Auswirkungen möglicherweise noch weit in die Zukunft reichen. Je länger gefährdete Kinder der Schule fernbleiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie niemals zurückkehren. Damit Kinder auch während der Schulschließungen weiter lernen, arbeitet UNICEF mit dem Bildungsministerium zusammen, um alternative Lernmethoden zu entwickeln, beispielsweise durchs Radio, Fernsehen und Internet. 

Die Lehren aus dem Ebola-Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016 haben uns gezeigt, dass mehr Kinder durch vermeidbare und behandelbare Krankheiten wie Durchfall oder Mangelernährung gestorben sind als durch Ebola. Der Grund dafür ist, dass die Gesundheitssysteme so stark durch Ebola überlastet waren, dass andere kritische Dienste vernachlässigt wurden.

Gregor von Medeazza: stellvertretender Repräsentant UNICEF Namibia

Was für mich an erster Stelle steht, ist unsere kollektive Verantwortung, aus unseren Erfahrungen zu lernen und die Rechte von Kindern zu wahren und zu schützen.

Meine beiden kleinen Kinder sind auch seit zwei Wochen zu Hause. Wir haben uns viele kreative Ideen ausgedacht, damit sie weiter lernen und die Welt erkunden. Am Sonntagnachmittag haben wir zum Beispiel ein Lied über das Coronavirus komponiert und aufgenommen, was uns als Familie sehr viel Spaß gemacht hat. 

Gemeinsam gegen das Coronavirus

In unseren Projektländern klären UNICEF-Helfer Familien über den richtigen Schutz vor dem Coronavirus auf und verteilen Hilfsgüter wie Handseife. Sie können mithelfen, noch mehr Menschen zu erreichen und zu schützen. Vielen Dank!

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Gemeinsam gegen das Coronavirus

Südostasien: Drei Beatmungsgeräte für acht Millionen Einwohner 

Andreas Wüstenberg aus Heidelberg ist Nothilfekoordinator im UNICEF-Büro für Südostasien / die Pazifikregion in Bangkok

UNICEF-Mitarbeiter Andreas Wüstenberg in Bangkok

Wegen einer Ausgangssperre in Thailand arbeitet auch Andreas Wüstenberg im Moment in Bangkok im Homeoffice.
© UNICEF/UNI315005/Wüstenberg

Donnerstag, 26. März: Ich spüre immer mehr, dass auch hier in Thailand nun stärkere Maßnahmen greifen. Es wurde offiziell der Notstand ausgerufen. Die Situation verschärft sich, die Pandemie kommt immer näher. Ich kenne Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und über einen Bekannten habe ich sogar schon von einem Todesfall gehört. Es wird somit von Tag zu Tag weniger abstrakt. 

Coronavirus: UNICEF-Nothilfekoordinator Andreas Wüstenberg im Einsatz

Die Situation verschärft sich, die Pandemie kommt immer näher. Ich kenne Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und über einen Bekannten habe ich sogar schon von einem Todesfall gehört.

Die gesamte Region ist sehr bevölkerungsreich, von Schulschließungen sind geschätzte 330 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen. Alternative Lernmethoden werden angeboten, aber oft sind die Möglichkeiten beschränkt, denn der Zugang zu Internet ist für viele limitiert. Insbesondere marginalisierte Gruppen oder Flüchtlinge leiden doppelt unter der neuen Bildungssituation: Sie leben auf engem Raum, haben oft keinen oder wenig Zugang zu Bildungsalternativen.

Im Hinblick auf die Gesundheitssysteme sind die Kapazitäten mancher Länder in Ostasien stark beschränkt. So zum Beispiel in Papua-Neuguinea und Osttimor. In Papua-Neuguinea leben rund acht Millionen Menschen – es gibt jedoch nur drei Beatmungsgeräte im ganzen Land! Schwangere und auch Neugeborene sind besonders gefährdet. Ich befürchte, dass im Zuge der Corona-Krise auch die Zahl der Mütter- und Kindersterblichkeit steigen wird.

In seiner Videobotschaft schildert Andreas Wüstenberg seine Sorgen mit Blick auf die Kinder in der Region:

Den UNICEF-Kinderschutzexperten bereiten die Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen große Sorgen. Es gibt akute Ängste, dass nun Eltern, die weiterarbeiten müssen, die Betreuung ihrer Kinder nicht angemessen gewährleisten können. Die Gefahr ist groß, dass Gewalt gegen Kinder, auch sexuelle Gewalt, zunimmt, weil sich plötzlich andere Personen um sie kümmern oder sie alleine sind. Auch die ökonomischen Folgen bereiten langfristig große Gefahren wie Arbeitslosigkeit der Eltern, was wiederum vermehrt zu Kinderarbeit führen wird. 

Wir haben sehr früh damit begonnen, die einzelnen Länder mit Schutzausrüstung wie Masken, Schutzanzügen und Brillen zu unterstützen. Gleichzeitig haben wir Hygieneartikel wie Seife ausgeliefert, damit sich die Familien vor einer Ansteckung schützen können. 

Burundi: Nur einer von zehn Menschen kann sich die Hände waschen

Daniel Spalthoff aus Bielefeld ist Leiter der Abteilung Wasser, Abwasser und Hygiene im UNICEF-Büro in Burundi

Mittwoch, 25. März: Mir war ein bisschen mulmig zumute, als die deutsche Botschaft Mitte März uns Deutsche zur Rückreise nach Deutschland aufforderte. Burundi hat alle Flüge gestrichen, und ich werde wahrscheinlich die nächsten Monate hierbleiben. Es geht mir sehr gut, aber wir hoffen, dass die Epidemie hier nicht so schlimm werden wird wie derzeit in Deutschland und anderen Ländern. Ich denke viel an meinen älteren Sohn, der zum Studium in Berlin ist – ich mache mir Sorgen um ihn. 

Daniel Spalthoff, UNICEF-Mitarbeiter in Burundi

Es geht mir sehr gut, aber wir hoffen, dass die Epidemie hier nicht so schlimm werden wird wie derzeit in Deutschland und anderen Ländern.

Burundi ist sehr anfällig, was das Gesundheitssystem betrifft. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in Burundi auf 10.000 Menschen nur ein Arzt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es 42 Ärzte für 10.000 Menschen. Es gibt nur wenige Krankenhäuser, die meisten Menschen lassen sich auf Gesundheitsstationen behandeln. Und viele von diesen Gesundheitsstationen haben kein fließendes Wasser, was die Aufrechterhaltung von Hygienemaßnahmen sehr schwierig macht. Auch gibt es nur sehr wenige Krankenhausbetten und Beatmungsgeräte. Außerdem gibt es viele Vorerkrankungen: In Burundi ist jedes zweite Kind chronisch mangelernährt, das ist die höchste Rate in der Welt. 

In seiner Videobotschaft schildert Daniel Spalthoff, worauf es jetzt in Burundi im Kampf gegen das Coronavirus ankommt:

Ich bin hier bei UNICEF für den Bereich Wasser, Abwasser und Hygiene (WASH) verantwortlich, und dieser Bereich spielt eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des Gesundheitssektors: Wir sorgen für Wasser, Seife und Schutzausrüstung wie Masken und Gummistiefel für das Krankenhauspersonal. Richtiges Händewaschen mit Seife ist im Kampf gegen die neue Coronavirus-Krankheit von entscheidender Bedeutung ist. In Burundi kann sich aber nur einer von zehn Menschen die Hände zu Hause, in Gesundheitseinrichtungen, in Schulen oder anderswo waschen. 

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wenn die Wirtschaft zum Stillstand käme, wäre das äußerst ernst. Viele Menschen leben von der Hand in den Mund, und wenn sie einige Tage nicht arbeiten können, sind sie in einer äußerst schlimmen Situation. 

Schutz vor dem Coronavirus: Schüler in Burundi waschen sich die Hände mit Seife

Diese Schüler in Burundi haben gelernt, wie wichtig es ist, sich mit Seife die Hände zu waschen.
© UNICEF/UNI306245/Prinsloo

GEMEINSAM GEGEN DAS CORONAVIRUS

Um das Coronavirus zu stoppen, müssen wir alle zusammenarbeiten. Das gilt nicht nur hier in Deutschland, es gilt weltweit. 

Wir von UNICEF tun in unseren Programmländern alles, um vor allem Kinder und Familien vor einer Ansteckung zu schützen. Dabei brauchen wir Ihre Unterstützung. Jeder Beitrag hilft.

150 Stück Handseife, um eine Gemeinde / ein Dorf auszustatten
350 Paar Einmalhandschuhe für Mitarbeiter in Gesundheitszentren & Kliniken
für Aufklärungsarbeit zum Schutz vor Ansteckung z. B. über Radio, Plakate, Social Media

KOMMENTARE

  • 12. Juni 2020 15:48 Uhr

    Liebe Frau Lackner,

    die Kinder können nicht warten, bis Gesetze verabschiedet sind. Sie brauchen unsere Hilfe jetzt.

    Gleichzeitig haben Sie vollkommen Recht, dass Gewalt in der Erziehung und auch alltägliche Gewalt gegen Kinder weltweit unterschätzt und verdrängt. In Entwicklungsländern ist nur die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren offiziell registriert. Sie existieren für die Behörden nicht. Wenn sie Opfer von Gewalt und Missbrauch werden, wird dies nirgendwo registriert. Der Einsatz für diese Kinder und ihre Rechte ist ein wichtiger Teil der weltweiten UNICEF-Arbeit.

    Es gibt keine einfache Lösung, um Kinder vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen. Deshalb entwickelt UNICEF vielseitige Programme. UNICEF hilft Kindern direkt - mit medizinischer und psychologischer Hilfe. UNICEF arbeitet mit Eltern, Schulen und Gemeinden zusammen, um mehr Bewusstsein für Kinderrechtsverletzungen zu schaffen.

    UNICEF drängt zudem die Regierungen, Fälle von Ausbeutung und Missbrauch schärfer zu verfolgen und bessere gesetzliche Rahmenbedingungen zum Schutz von Kindern zu schaffen.

    Informationen wie UNICEF sich beispielsweise in Burundi im Bereich Kinderschutz engagiert, finden Sie unter https://www.unicef.org/burundi/child-protection.

    Viele Grüße

    Wiebke Eckau
    UNICEF Info-Service

  • 10. Juni 2020 11:21 Uhr

    Ich habe mit Interesse das Ebook "Die vergessene Friedensformel" gelesen, in dem auf die Gewalt gegen Kinder in der Erziehung hingewiesen wird, die in vielen afrikanischen Ländern noch nicht verboten ist - auch in Burundi (Statistiken auf endcorporalpunishment.org ). Ob man nicht die humanitäre Hilfe daran knüpfen sollte, dass das jeweilige Land Gesetze zum Kinderschutz einrichtet ...? LG Johanna Lackner

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