Südsudan: Die mangelernährte Maria mit einem Becher Spezialmilch

Südsudan: Hunger bedroht Kinderleben – jetzt spenden

Schwer mangelernährte Kinder im Südsudan brauchen dringend Hilfe

Maria aus dem Südsudan (Foto oben) war völlig geschwächt vom Hunger. Sie konnte keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen, als sie mit ihrer Mutter in das von UNICEF betreute Ernährungszentrum in der Hauptstadt Juba kam. 

Spenden gegen Hunger im Südsudan

Ihre Spende hilft mangelernährten Kindern im Südsudan.

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Über 7 Millionen Menschen im Südsudan leiden akut Hunger und wissen nicht, wann sie das nächste Mal etwas zu essen bekommen. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Die Kinder leiden am meisten unter der dramatischen Ernährungssituation im Land: Weit über 1 Million Kinder unter fünf Jahren sind akut mangelernährt. Für Hunderttausende von ihnen ist der Hunger sogar lebensbedrohlich – noch nie zuvor litten so viele Kinder (Stand: Juli 2021).

Hohe Nahrungsmittelpreise, wiederkehrende Naturkatastrophen wie Dürren und Überschwemmungen sowie die anhaltende Gewalt machen es vielen Menschen unmöglich, sich und ihre Kinder mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Der Hunger ist ständiger Begleiter von Millionen von Menschen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Südsudan versorgen die Kinder mit dem Nötigsten. Die Mädchen und Jungen brauchen jetzt unsere Hilfe, um zu überleben.

1 von 10
Kindern

stirbt vor dem 5. Geburtstag

7,7 Mio.
Menschen

im Südsudan leiden akut Hunger

3,7 Mio.
südsudanesische Flüchtlinge

innerhalb oder außerhalb Südsudans

Jetzt spenden für hungerleidende Kinder im Südsudan

Schon mit dem Einsatz einfacher Hilfsgüter wie Spezialmilch oder der extrem nahrhaften Erdnusspaste können wir Kinder im Südsudan vor dem Hungertod retten. Unterstützen Sie jetzt unsere Nothilfe vor Ort!

Unsere Hilfe im Südsudan ist breit aufgestellt

Kinder mit Nahrungsmitteln versorgen
Zusammen mit unseren Partnern im Südsudan werden wir allein im Jahr 2021 Hunderttausende Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung untersuchen und behandeln. Wir unterstützen dafür mehr als 1.000 ambulante therapeutische Ernährungsprogramme und rund 100 stationäre Ernährungszentren.

Wasser und sanitäre Anlagen bereitstellen
In betroffenen Regionen und Flüchtlingslagern organisieren wir die Wasserversorgung für Hunderttausende Menschen. Sauberes Wasser verhindert für Kinder oft tödliche Krankheiten wie Durchfall und Cholera. Wir bauen auch einfache Toiletten-Anlagen und verteilen Hygiene-Sets mit Seife, Zahnpasta und Waschmittel.

Lebensrettende Impfungen
Mit unseren Partnern vor Ort führen wir großangelegte Impfkampagnen durch. Im Jahr 2021 werden wir beispielsweise 500.000 Kinder gegen Masern impfen. Insgesamt konnten wir schon mehrere Millionen Kinder im Südsudan mit lebensrettenden Impfungen versorgen.

Kinderschutz
Der Bürgerkrieg im Land hat Tausende Familien auseinandergerissen. Aber unsere Kinderschutz-Experten haben schon mehrere Tausend Kinder wieder mit ihren Eltern oder Familienangehörigen zusammengebracht. Wir unterstützen außerdem Kinder und Frauen, die Gewalt erfahren haben oder von ihr bedroht sind.

Gesundheitsversorgung

Zudem sorgt UNICEF dafür, dass auch in den von Überschwemmungen bedrohten Gebieten Kinder und ihre Familien weiterhin medizinisch betreut werden können.

Infos & Aufklärung

Um aufzuklären, führt UNICEF Informationskampagnen durch – etwa darüber, wie die Menschen sich am besten vor ansteckenden Krankheiten schützen können.

Spenden Sie, was Kinder wirklich brauchen

Dank UNICEF-Spezialnahrung geht es Maria besser

Mit einfachen Mitteln viel erreichen

Maria wog gerade einmal sechs Kilo, als sie im Krankenhaus auf der Ernährungsstation eintraf – und das im Alter von zwei Jahren. Eigentlich hätte sie schon doppelt so viel wiegen müssen.

Zum Glück erhielt sie sofort hochwirksame Spezialnahrung von UNICEF, die ihr schon nach wenigen Tagen neue Kraft gab. Ihrem fröhlichen Lachen kann man ansehen, dass sie auf einem guten Weg ist.

Südsudan: Anhaltende Flüchtlings- und Hungerkrise

Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2013 wurde die Lage im Südsudan für die Kinder immer dramatischer. Mehrere Millionen Menschen sind seitdem vor der Gewalt in Nachbarländer geflohen – zum Beispiel nach Uganda – oder haben Zuflucht in sichereren Regionen des eigenen Landes gesucht.

Im Südsudan herrscht die größte Flüchtlingskrise auf dem afrikanischen Kontinent. Der Großteil der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche, die von Gewalt, Hunger und Krankheit besonders bedroht sind.

Nothilfe Südsudan: Eine Familie steht in einem Flüchtlingslager unter einer Zeltplane.

Mehrere Millionen südsudanesische Familien sind auf der Flucht.

© UNICEF/UN0475186/

Die Lage für die Kinder im Südsudan ist seit Jahren katastrophal: Tausende Kinder sind durch den Krieg von ihren Familien getrennt worden. Gewalt und Missbrauch sind sie schutzlos ausgeliefert. Manche von ihnen haben ihre Eltern jahrelang nicht mehr gesehen und müssen sich allein durchschlagen. Und unzählige Mädchen und Jungen haben noch immer nicht genug zu essen. Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort berichten von Kindern, die Gras, Blätter und Holz essen, weil sie so hungrig sind. 

Manche Regionen des Landes stehen kurz vor einer Hungersnot.

Südsudan Hungerkrise: UNICEF-Kinderreporterin hält ein Neugeborenes auf dem Arm.

"In unserem Land werden Kinder nicht respektiert. Das Recht, eine Schule zu besuchen, etwas zu essen zu bekommen, geschützt zu werden, und das Recht darauf, in Sicherheit zu leben – so viele Rechte, die man uns vorenthält."

- Christine, 17, UNICEF-Jugend-Reporterin im Südsudan

Armut und Missernten verstärken die Krise im Südsudan 

Die Armut der Bevölkerung war auch schon vor dem Bürgerkrieg groß. Durch die anhaltende Gewalt konnten die Menschen im Land jahrelang keine kontinuierliche Landwirtschaft mehr betreiben. Die Produktion von Nahrungsmitteln kam zeitweilig fast vollständig zum Erliegen, und Ernten fielen noch schlechter aus als zuvor.

Malaria, Cholera und fehlendes Trinkwasser

Krankheiten wie Masern und Malaria sind eine ständige Bedrohung im Südsudan, vor allem für die vom Hunger geschwächten Kinder. Zudem fürchten die Menschen einen erneuten Ausbruch der Cholera. Millionen Südsudanesen sind in Gefahr, sich mit Krankheiten wie Cholera anzustecken. Die Krankheit kann für Kinder innerhalb weniger Stunden lebensgefährlich werden, weil der Brechdurchfall die kleinen Körper rasend schnell austrocknen lässt. Cholera wird vor allem durch verunreinigtes Wasser übertragen. Hunderttausende Menschen im Südsudan haben noch immer keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen – das will UNICEF ändern.

Rettung vor dem drohenden Hungertod in letzter Minute
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Mabor kam in letzter Minute in das von UNICEF unterstützte Krankenhaus in Rumbek: Er war so schwach, dass er seine Augen nicht öffnen konnte und auf nichts mehr reagierte. Jetzt ist er auf dem Weg der Besserung und nimmt von Tag zu Tag ein bisschen zu.

© UNICEF/UN0236760/Ryeng
Südsudan Hungersnot: Ein Kind wird mit einem Maßband auf Mangelernährung untersucht
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Die Mutter der sieben Monate alten Yar Makoi hatte nicht genug Milch für ihre Tochter. Schon seit Monaten ist Yar nicht mehr richtig satt geworden. Jetzt ist sie akut mangelernährt – bei der Maßband-Untersuchung eindeutig zu erkennen an ihrem viel zu geringen Armumfang.

© UNICEF/UN0234689/Ryeng
Südsudan Hungersnot: Kinder im Flüchtlingscamp mit einer Portion Linsen
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Nahrung im Südsudan ist rar – hier teilen sich Kinder eine Portion Linsen, die sie an der Essensausgabe im Flüchtlingscamp erhalten haben. Doch es reicht kaum für ihre Grundversorgung.

© UNICEF/NYHQ2014-0888/Peru
Südsudan Hungersnot: Kinder in einem Flüchtlingscamp
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Die Lebensbedingungen in den Flüchtlingscamps sind harsch. Millionen Menschen sind aus dem Südsudan in die Nachbarländer oder in sicherere Teile des Landes geflohen. Um alle Kinder mit Essen und Trinken versorgen zu können, bitten wir um Ihre Unterstützung.

© UNICEF/UN043943/Holt
Südsudan: Überschwemmungen im November 2019
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Die Überflutungen Ende 2019 haben zahlreiche Häuser unter Wasser gesetzt und ganze Ernten zerstört. Tausende Familien haben durch das Hochwasser ihr Zuhause verloren.

© UNICEF/UNI224717/De La Guardia
Südsudan Kinderschutz-Mitarbeiter Familienzusammenführung UN0256297_1000
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Die fünfjährige Nyajiper ist sehr aufgeregt: In wenigen Tagen wird sie endlich ihren Vater wiedersehen. Vier Jahre lang war sie von ihm getrennt. Der UNICEF-Kinderschutz-Experte Simon Char (links) hatte sich um sie gekümmert und freut sich mit ihr.

© UNICEF/UN0256297/Ryeng
Verseuchtes Wasser im Südsudan ist lebensgefährlich vor allem für Kinder.
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Das Wasser aus diesem Fluss sollte auf gar keinen Fall getrunken werden. Aber diese Kinder am Stadtrand von Juba haben kein anderes Das Risiko für sie ist schrecklich hoch, dass es sie krank macht oder sie sogar daran sterben.

© UNICEF/UN0159490/Meyer
UNICEF baut Brunnen, repariert Wasserstellen und bringt Trinkwasser.
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Durch den Bürgerkrieg sind viele der Wasserstellen des Landes komplett zerstört worden. UNICEF versorgt Hunderttausende Menschen im Land mit sauberem Trinkwasser, repariert Wasserstellen und legt neue Brunnen an.

© UNICEF/Meyer

Überschwemmungen verschärfen Ernährungssituation

Ende 2019 brachten außergewöhnlich starke Regenfälle die Kinder noch zusätzlich in Gefahr: Ganze Dörfer und Landstriche standen unter Wasser. Es war die schlimmste Überflutung seit Langem – und knapp 500.000 Kinder waren von ihr betroffen. Auch 2020 kam es wieder zu heftigen Überschwemmungen. Erneut waren Hunderttausende Familien im Südsudan davon bedroht. Ein großer Teil der Ernten wurde durch die Fluten zerstört. Die Ernährungssituation im Südsudan hat sich durch das Hochwasser weiter dramatisch verschlechtert, vor allem für die Kinder.

Info

Länderinfo Südsudan

Der Südsudan ist der jüngste afrikanische Staat. Er wurde 2011 gegründet und ist seitdem unabhängig vom Sudan.

  • Einwohner: ca. 13 Millionen
  • Hauptstadt: Juba 
  • Nachbarländer: Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo
  • Probleme im Land:
    ethnische Konflikte und Bürgerkriege;
    jahrelange Kämpfe um Macht und Ressourcen;
    extreme Armut und fehlende Bildung;
    Lebensmittelknappheit, Hunger und Mangelernährung;
    zu wenig Zugang zu sicherem Wasser, schlechte Hygieneversorgung;
    Überschwemmungen in der Regenzeit, Dürren in der Trockenzeit;
    wirtschaftliche Krise;
    Flüchtlingskrise