10 DINGE, DIE SIE ÜBER IMPFUNGEN WISSEN SOLLTEN

24. April 2015 von Ninja Charbonneau 1 Kommentar

Heute beginnt die Weltimpfwoche.

Sie hat vor allem das Ziel, über die Wichtigkeit von Impfungen aufzuklären und Regierungen, Partner und Spender zur Unterstützung aufzurufen – jedes Jahr aufs Neue. Denn Krankheiten wie Masern, Kinderlähmung (Polio) oder Tetanus gehen uns alle an und lassen sich nur wirksam bekämpfen, wenn möglichst viele Menschen geimpft sind.

Masern-Impfung in Eritrea

Jetzt ganz tapfer sein… Eine Mutter in Eritrea lässt ihr Kind gegen Masern impfen.
© UNICEF/NYHQ2014-3533/Pirozzi

In Deutschland und anderen Industrieländern entscheiden sich einige Eltern bewusst dagegen, ihre Kinder zu impfen – mit so schwerwiegenden Folgen, dass der deutsche Gesundheitsminister sogar laut über eine Impf-Pflicht nachdenkt. Aber die Hauptlast der gefährlichen Krankheiten – und das sind Masern, Kinderlähmung und Co – tragen die Entwicklungs- und Schwellenländer.

In den betroffenen Ländern haben viele Eltern gar keine Wahl, weil sie es sich nicht leisten können, ihre Kinder impfen zu lassen, weil es keine Gesundheitsstation in erreichbarer Nähe gibt, weil Konflikte sie daran hindern oder weil ihnen das Wissen darüber fehlt, wie wichtig Impfungen sind.

Warum sind sie denn so wichtig?

ZEHN DINGE, DIE SIE ÜBER IMPFUNGEN WISSEN SOLLTEN:

1. Kinderkrankheiten sind nicht harmlos

Jährlich sterben schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder weltweit an Krankheiten, vor denen sie durch die aktuell empfohlenen Impfungen geschützt gewesen wären. UNICEF schätzt, dass 17 Prozent aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren durch Impfungen vermieden werden könnten.

2. Beispiel Masern

Durchschnittlich sterben weiterhin 330 Kinder pro Tag an Masern, vor allem in afrikanischen und asiatischen Ländern. Durch Masern-Impfungen wurden zwischen 2000 und 2013 schätzungsweise über 15 Millionen Todesfälle vermieden – ein Rückgang um 75 Prozent.

Masern: Akram aus Afghanistan war nicht geimpft

Der 4-jährige Akram aus Afghanistan hat Masern. Seinen Eltern war nicht bewusst, wie wichtig es ist, ihren Sohn zu impfen.
© UNICEF/PFPG2013P-0357/Madhok

3. Jedes fünfte Kind ohne Schutz

Weltweit hat fast jedes fünfte Kind (21,8 Millionen in 2013) keinen ausreichenden Impfschutz – betroffen sind vor allem die Kinder aus den ärmsten Familien in Entwicklungs- und Schwellenländern, obwohl sie den Schutz am dringendsten brauchen. Denn Mädchen und Jungen aus armen Familien sind häufig bereits durch Mangelernährung geschwächt.

4. Konflikte fördern Krankheiten

Wie wichtig Routineimpfungen sind, sieht man auch daran, was ohne sie passiert. So ist zum Beispiel Kinderlähmung (Polio) in Syrien 2013 erstmals wieder aufgetreten, weil im Bürgerkrieg vielerorts das Gesundheitssystem zusammengebrochen ist. Dank großer Impfkampagnen mit Unterstützung von UNICEF gab es seit über einem Jahr keine neuen Polio-Fälle in Syrien mehr.

Impfungen: Polioimpfung für die 4-jährige Rimas

Die Markierung am kleinen Finger der 4-jährigen Rimas bedeutet, dass sie ihre Polio-Impfung bekommen hat. Rimas stammt aus Syrien und ist mit ihrer Familie ins jordanische Irbid geflohen. Da Krankheiten keine Landesgrenzen kennen, hat UNICEF 2014 mehr als 22 Millionen Kinder im gesamten Nahen Osten gegen Polio geimpft.
© UNICEF DT/ Charbonneau

5. Unter Einsatz ihres Lebens

Für das Überleben und gesunde Aufwachsen von Kindern riskieren UNICEF-Mitarbeiter und viele freiwillige Helfer sogar ihr Leben, damit auch in Konfliktregionen Mädchen und Jungen Impfschutz erhalten.

6. Logistische Herkulesaufgabe

UNICEF plant und organisiert riesige Impf-Aktionen von der Bestellung der Impfstoffe über den lückenlosen gekühlten Transport, Schulungen von Helfern bis hin zu Informations- und Aktivierungskampagnen – damit am Ende zum Beispiel über 100 Millionen Kinder in einem riesigen Land wie Indien innerhalb weniger Tage geimpft werden können.

Impfungen: Gesundheitshelferin mit Kühlbox für Impfstoffe

Kein Weg zu weit: Die Gesundheitshelferin Rosemende mit einer Kühlbox für Impfstoffe auf dem Weg zu einer mobile Impfstation in Haiti.
© UNICEF/UKLA2013-04073/Vardy

7. Größter Lieferant der Welt

UNICEF hat 2014 rund 2,7 Milliarden Impfdosen für rund 100 Länder bereitgestellt und damit 40 Prozent aller Kinder weltweit mit Impfstoffen versorgt. Und warum tun wir das alles?

8. Impfungen retten Leben

UNICEF und WHO schätzen, dass Impfungen jedes Jahr bis zu drei Millionen Todesfälle in Folge von Diphterie, Keuchhusten, Tetanus und Masern verhindern – Krankheiten, die vor allem für Kinder lebensgefährlich sind oder zu schweren Langzeitfolgen führen können.

Im Video erklärt Barbara Schöneberger, wie und warum wir zum Beispiel in Madagaskar Mütter und Neugeborene gegen Tetanus impfen.

9. Erfolgsstorys

Impfungen haben maßgeblich dazu geführt, die Pocken vollständig und Kinderlähmung (Polio) nahezu weltweit auszurotten. Indien wurde 2014 Polio-frei erklärt. Tetanus bei Müttern und Neugeborenen wurde seit 1999 in 35 von 59 Risiko-Ländern eliminiert – übrigens auch dank der kontinuierlichen Unterstützung durch unsere Partner P&G (Pampers) und Kiwanis.

10. Impfungen wirken

Sie gehören zu den wirksamsten und effektivsten Maßnahmen, um das Überleben und gesunde Aufwachsen von Kindern zu sichern und haben dazu beigetragen, dass die Kindersterblichkeit seit 1990 halbiert wurde.

IMPFUNGEN SCHENKEN UND LEBEN RETTEN

Die diesjährige Weltimpfwoche steht unter dem Motto „Close the Gap“ („Die Lücke schließen“).
Wollen Sie mithelfen, damit jedes Kind weltweit Zugang zu Impfungen haben kann?

In unserem Spendenshop können Sie zum Beispiel Impfstoffe gegen Masern, Polio oder Tetanus spenden – wir kümmern uns dann darum, dass Impfungen dort durchgeführt werden, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden.

KOMMENTARE

  • anonym
    01. Mai 2015 18:38 Uhr

    Das kann wirklich nicht ihr Ernst sein. Wissen sie denn wirklich nicht, wie gefährlich impfen ist? Wissen sie das gefährliche Stoffe wie Aluminiumhydroclorid oder Formaldehyd und weitere Nervengifte in den Impfdosen vorhanden sind? Wissen sie das Kinder unter 2 Jahren nur geimpft werden um Eltern zu sensibilisieren weiter zu impfen?
    Kinder sind süß, Impfen ist grausam. Hängen sie sich diesen Spruch übers Bett und denken sie darüber nach, ob sie sich zum Werkzeug der Pharmaindustrie machen wollen.

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