In der Demokratischen Republik Kongo sind viele Kinder mangelernährt.

Drohende Hungersnot in Afrika – jetzt spenden

Tausende Kinder von Hunger und Mangelernährung bedroht

Die Ernährungssituation für Kinder wie den erst einjährigen Awana aus Nigeria (Foto oben) in Afrika ist verheerend. In Ländern wie dem Südsudan, Nigeria, Äthiopien, Somalia oder auch Malawi sind Millionen Menschen vom Hungertod bedroht, darunter zahllose Kinder. Sie brauchen uns jetzt, denn jede Sekunde zählt.

Hunger in Afrika: UNICEF-Helferin untersucht Kleinkind auf Mangelernährung

Ernährungsexpertin Aishat Abdullahi untersucht den sieben Monate alten Umara, der schwer mangelernährt ist. Er bekommt therapeutische Nahrung, um wieder zuzunehmen.

© UNICEF/UN041140/Vittozzi

Die Ursachen für den Hunger sind vielfältig. Vor allem Kriege und bewaffnete Konflikte verschlimmern die Lage immer wieder. Hinzu kommen Klimawandel und Krankheiten wie HIV/Aids, Malaria, Cholera und zuletzt die Corona-Pandemie. Doch die Lage ist nicht hoffnungslos. Wir können viel tun, aber wir müssen jetzt handeln, um die Mädchen und Jungen rechtzeitig zu versorgen. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe.

Kinder und die Hungerkrise in Afrika

Millionen Menschen sind bereits seit Jahren von chronischem Hunger in Afrika betroffen. Darunter viele Mädchen und Jungen. Chronischer Hunger bedeutet, dass ein Kind zu wenig oder zu schlecht zu essen hat, um sich normal entwickeln und gut leben zu können. Die Folgen solcher Hungerperioden im Leben eines Kindes sind oft tödlich verlaufende Erkrankungen oder lebenslange Entwicklungsschäden.

Ein Mädchen im Niger wird gewogen.
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In einem Gesundheitszentrum in Niger wird dieses Mädchen gewogen und gemessen. So finden die UNICEF-Mitarbeiter schnell heraus, ob es Spezialnahrung braucht.

© UNICEF/UN0317919/Frank Dejongh
UNICEF schult Gesundheitspersonal im Umgang mit Mangelernährung.
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Claudine in Burundi isst eine Mahlzeit, die eine Gesundheitshelferin speziell für sie gekocht hat. Die Helferin wurde von UNICEF geschult, wie sie unterernährte Kinder unterstützen kann.

© UNICEF/UNI213008/Prinsloo
Schwer mangelernährte Kinder sind vom Hungertod bedroht.
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Garang ist neun Monate alt und durch die Unterernährung sehr geschwächt. In einem Kinderkrankenhaus in Juba (Südsudan) wird er behandelt.

© UNICEF/UN0272217/Campeanu
Ein Kind im Südsudan wird auf Mangelernährung untersucht.
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Das Maßband am Oberarm zeigt Rot – das heißt die sieben Monate alte Yar Makoi ist schwer akut mangelernährt. Ihre Mutter hatte nicht genug Milch für sie, um sie ausreichend satt zu bekommen.

© UNICEF/UN0234689/Ryeng
Hunger in Afrika: Der elf Monate alte Johannes erhält Erdnusspaste
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Erdnusspaste und Spezialmilch gehören zu den effektivsten Therapiemaßnahmen gegen Hunger. Auch Baby Johannes Adhiambo in Kenia wird so mit unserer Hilfe wieder aufgepäppelt.

© UNICEF/Schermbrucker
Hunger in Afrika: Nana aus Niger war schwer unterernährt
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Die acht Monate alte Nana aus Niger war schwer unterernährt. Dank therapeutischer Nahrung kann sie aber wieder mit Mama Raya spielen. Erfolge wie diese machen Mut.

© UNICEF/NYHQ2012-0177/Asselin
Hunger in Afrika: Aziz ist wieder gesund und kann strahlen
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Ebenso wie der Erfolg für den kleinen Aziz aus Somalia – das macht Ihre Spende möglich. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Kinder, die Hunger leiden. Vielen Dank.

© UNICEF/Javier Suarez Argueta

Drohende Hungersnot in Afrika: Wie kann ich helfen?

Hilfe ist ganz gezielt möglich: Mit Spezialnahrung, die Kinder schnell wieder zu Kräften bringt. Bereits kleine Spenden unterstützen uns als Hilfsorganisation dabei, Kinderleben zu retten. Langfristig können Sie mit Ihrer Hilfe Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal unterstützen.

Beispiele der UNICEF-Hilfe in Afrika:

Medikamente: Wir liefern Hygieneartikel und Medikamente für Millionen Familien und Kinder in verschiedene Länder Afrikas, um Krankheiten wie etwa Cholera oder andere schwere Durchfallerkrankungen einzudämmen. 

Trinkwasser: Gemeinsam mit Ihnen erreichen wir beispielsweise im Südsudan oder in Somalia Hunderttausende Menschen mit sicherem Trinkwasser. Sauberes Wasser ist überlebenswichtig und schützt vor zahlreichen lebensbedrohlichen Krankheiten.

Nahrung: Schwere Mangelernährung führt vor allem bei Kleinkindern schnell zum Hungertod. Deshalb versorgen wir unzählige hungernde Kinder in den betroffenen Ländern mit therapeutischer Milch und Erdnusspaste. Dank dieser Spezialnahrung kommen die Kinder wieder zu Kräften.

Was sind Ursachen des Hungers in Afrika?

Hunger durch bewaffnete Konflikte

Die anhaltende Gewalt durch Bürgerkriege wie der in Somalia oder Terrorgruppen wie Boko Haram in Nigeria sorgt für Zerstörung und Flucht. Viele Familien verlieren alles, was sie besitzen und sind von heute auf morgen nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Krieg und Gewalt machen sie zu heimatlosen und von Nothilfe abhängigen Flüchtlingen.

Hunger durch Klimawandel und Umweltzerstörung

Jährliche Wetterereignisse fallen durch den Klimawandel immer häufiger sehr dramatisch aus. Beispielsweise das Klimaphänomen El Niño: Die hier normalen Regen- und Sturmperioden sind immer öfter ungewohnt heftig, es kommt zu Überflutungen, die Ernten, Häuser und Existenzen vernichten. Das Gleiche bewirken die ebenfalls ungewöhnlich langen Dürreperioden, die ganze Ernten vernichten und zu Wasserarmut führen.

Dürre in Kenia: Eine Mutter läuft mit ihrem Kind an Tierkadavern vorbei

Eine Mutter in Nordkenia geht mit ihrem Kind an Tierkadavern vorbei. In Folge der schweren Dürre sind viele Tiere verendet, dadurch haben die Menschen ihre Lebensgrundlage verloren. 

© UNICEF/UN056305/Oloo

Hunger durch Armut in Afrika

Armut durch Krieg und wirtschaftliche Misstände sind ebenfalls Gründe für die Hungerkatastrophe in vielen Ländern Afrikas. Millionen Menschen haben keine Arbeit und können so ihre Töchter und Söhne nicht aus eigener Kraft ernähren.

Wo droht in Afrika eine Hungersnot?

Die Ernährungssituation ist in vielen Ländern Afrikas besorgniserregend. Doch vor allem in vielen Ländern südlich der Sahara ist die Lage extrem angespannt: Dort ist die Versorgung mit Nahrung oft so gering, dass die Menschen großen Hunger leiden. Gerade für Kinder ist das fatal. In einigen Ländern droht eine offizielle Hungersnot.

Nasteho Abdiaziz (2) aus Äthiopien ist schwer mangelernährt

Nasteho aus Äthiopien ist schwer mangelernährt und braucht dringend Hilfe. 

© UNICEF/UN059388/Ayene
  • Südsudan: Hier ist die Not besonders groß: Mehr als sechs Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, um dauerhaft überleben zu können und brauchen dringend mehr Hilfslieferungen. 
  • Nigeria: Auch in Nigeria sind Millionen Kinder dringend auf Hilfe angewiesen. Die Versorgungslage ist durch den Terror der Gruppe Boko Haram extrem unsicher und die Fluchtsituation verschärft die Nahrungsnot zusätzlich.
  • Äthiopien: Äthiopien gehört zu den trockensten Ländern der Welt, immer wieder gibt es langanhaltende Dürreperioden. Besonders in den ländlichen Regionen bestimmen Wassermangel und Hunger das Leben vieler Menschen. Hunderttausende Kinder sind lebensgefährlich unterernährt. 
  • Somalia: Neben Äthiopien gehört auch Somalia seit Jahren zu den Ländern mit andauernden Nahrungsengpässen - oft durch Dürren ausgelöst, aber vor allem durch Terror und Gewalt stetig verschlimmert. 
  • Kenia: In Kenia lebt ein großer Teil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind Kinder aus den städtischen Slums. Langanhaltende Dürreperioden führen zu Wasserknappheit und ausgefallenen Ernten und verschärfen die Lebensmittelknappheit. 
  • Malawi: Das Klimaphänomen El Niño führt zu dramatischen Ernteausfällen und schwerer Mangelernährung bei vielen Kindern in Malawi. Die Folgen für die Nahrungssituation sind noch lange spürbar.

Cholera: Eine Folge aus Hunger und schmutzigem Wasser

Immer wenn Nahrungsunsicherheit und Mangel an sauberem Wasser zusammenkommen, steigt das Risiko für Krankheiten wie Cholera. Die Krankheit gehört zu den schwersten Folgen von Hunger und mangelnder Hygiene. Erreger können sich in schmutzigem Wasser schnell vermehren, die folgenden schweren Durchfallerkrankungen enden innerhalb weniger Tage tödlich – vor allem für Kleinkinder, deren vom Hunger geschwächtes Immunsystem der Krankheit kaum etwas entgegensetzen kann.